Kaiserpalast in Japan
Japan – ein Land der aufgehenden Sonne, - ein Land des Lächelns, - ein Land…. .Wohl alle Synonymen für Japan sind zutreffend. Japan ist für viele noch ein unbekanntes Land, ein Mysterium. Und trotzdem fühlen sich viele dort hingezogen. Die einen wegen der vielseitigen Kultur und Geschichte des Landes, die anderen interessieren sich für das moderne Japan. Aber jede Reise nach Japan hat etwas Gemeinsames. Alle Besucher möchten einmal den Kaiserpalast sehen, den Palast des letzten Kaisers weltweit. Und vielleicht hat man dann auch die Möglichkeit den Kaiser selbst für ein Moment zu erblicken. Das ganze Jahr lang kann man den Palast nur von außen betrachten, nur das Gelände hinter dem Wassergraben, das aus öffentlichen Parks besteht, ist das ganze Jahr für die Allgemeinheit geöffnet. Nur zweimal im Jahr ergibt sich die Möglichkeit sich das Kaiser-Domizil von innen anzuschauen, und zwar am Neujahr und am Geburtstag des Kaisers. Dieser ist am 23. Dezember und wenn man seine Reise nach Japan bis zum 2. Januar, dem japanischen Neujahr, fortsetzt, kann man den Kaiser sogar auf seinem Balkon sehen, wie er seinem Volk zuwinkt. Wer eine Reise nach Japan buchen möchte, der sollte sich überlegen, ob er seine Japan Reise vielleicht zu diesem Zeitpunkt macht.
Der Bau des Kaiserpalastes begann schon im Jahr 1590 unter der Regierung des ersten Tokugawa-Shoguns „Ieyasu". Seine Nachfolger machten in der Edo-Zeit den größten Palast der Welt daraus, von dem sich aber nur der innere Teil bis heute erhalten hat. Durch das große Erdbeben im Jahr 1923 und durch die Bombenattentate im Zweiten Weltkrieg wurde der große Teil der Gebäude zerstört. Nur der westliche Teil, der heute so genannte Kaiserpalast, in dem die kaiserliche Familie auch wohnt, wurde nach dem Krieg wieder neu errichtet.
Aber auch der kaiserliche Palastgarten ist ein Besuch mehr als wert. Berühmt ist die im Jahr 1888 fertiggestellte zweibogige Steinbrücke „Nijubashi", östlich vom Palast gelegen. Sie war früher der Haupteingang zu den Gärten, statt des riesigen Großhandtors, welches im Jahr 1967 erbaut wurde. Dieses führt direkt zum Östlichen Garten des Kaiserpalasts. Direkt dahinter kann man die „Sannomaru Shozokan", eine Kunstsammlung des Showa-Kaisers betrachten. Etwas weiter ist der „Hyakunin Basho", aus der Edo-Zeit stammenden Gebäude, wo die Samurais gewohnt haben, die den Palast bewacht haben. Der Hauptturm des Palastes, der „Honmaru" wacht heute über den Gebäude-Komplex. Von der massiven Palast Mauer kann man den herrlichen Ausblick über Tokyo genießen.
Wer seine
Reise nach Japan zu den japanischen Feiertagen legt, der sollte die Gelegenheit bei Schopf packen den japanischen Kaiser für einen kurzen Moment zu sehen. Der zeigt sich seinem Untertanen nur einem im Jahr. Der heute amtierende Kaiser „Akihito", geboren am 23. Dezember 1933 hat am 7. Januar 1989, nach dem Tod seines Vaters „Hinohito", den japanischen Thron bestiegen und am 12. November 1990 wurde er offiziell zu dem 125. „Tennô" (Kaiser) von Japan gekrönt. Kaiser Akihito ist der erste japanische Kaiser, der eine hohe Bildung genossen hat. Er hat Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert, zusätzlich ist er ein Biologe und veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten über Süßwasserfische. Verheiratet ist er mit der Kaiserin „Michiko", einer Frau bürgerlicher Abstammung. Zusammen haben sie drei Kinder und vier Enkelkinder. Bis zu dem 6. September 2006 waren alle Enkelkinder des Kaiserpaares nur weiblichen Geschlechts. Bis dahin besagten die japanischen Gesetzte, dass ein kaiserlicher Thronfolger nur männlichen Geschlechts sein darf und aus diesem Grund wurde in Japan über eine Gesetzänderung diskutiert. Am 6. September 2006 wurde der lang ersehnter Enkelsohn geboren und diesbezügliche Pläne wieder über Bord geworfen.
Da Japan eine parlamentarische Monarchie ist, hat der Kaiser Akihito keine Regierungsmacht, stellt lediglich ein Statussymbol Japans dar. Der Monarch ist nicht in der Lage die Regierung abzusetzen und hat nur sehr wenig Einfluss auf die Staatsgeschäfte. Als der letzte Kaiser der Welt hat er eine internationale Bedeutung.