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Reinschauen - in ein Bestattungshaus

Autor: JWK2009 | Erstellt am: 11.05.2009 | Gelesen: 1429
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Tag der offenen Tür zur Neueröffnung - 23.05.2009

Jürgen Zerf
Jürgen Zerf
SPEYER, MAI 2009. Der Tod gehört zum Leben - eine hinlänglich bekannte Redensart. Sich dem eigenen, unausweichlichen Ableben mit vorsorgender Gelassenheit zuzuwenden ist für viele Menschen dennoch eine unübliche Vorstellung. Diesen Widerspruch ein wenig aufzulösen und Berührungsängste zu minimieren, ist der Wunsch des Bestattungshauses Zerf. Mit einem Tag der offenen Tür am 23. Mai von 10 bis 17 Uhr will Jürgen Zerf, Inhaber der neu eröffneten Geschäftsstelle in Speyer, seinem Anliegen nachkommen.

Die großen, lichten Schaufenster direkt an der Wormser Straße vermitteln Transparenz und laden auch an anderen Tagen zu einem unverbindlichen Besuch ein. Mit einer Begrüßungsrede um 10 Uhr eröffnet Jürgen Zerf seine neue Geschäftsstelle am 23. Mai. Ab halb elf werden verschiedene Referenten Kurzvorträge zu den Themen Friedwald, Feuerbestattung, Bestattungsvorsorge und -finanzierung halten. Wer es am Vormittag nicht schafft hereinzuschauen, kann die gleichen Vorträge am Nachmittag ab 14 Uhr verfolgen. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf fließt der Paliativstation des Hospizes des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer zu und wird um 16 Uhr als Scheck überreicht.

Unser Wirken:
Nicht erst in der Sterbestunde sollte der Tod zum Leben gehören. Das Bestattungsunternehmen Zerf ist ein solider, rechtschaffener Vertreter dieser alten und doch noch immer tabuisierten Ansicht.

Bestatter sein ist für uns mehr als nur die nötigen Formalitäten einer Beerdigung zu erledigen. In dritter Generation stehen wir den Angehörigen eines Verstorbenen mit all unserem Wissen und Können hilfreich zur Seite – nicht nur als Dienstleister, auch als Freund und Berater. Wir wissen sehr wohl, in welch schmerzhafter Krisensituation sich Hinterbliebene befinden, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Unsere Beratungen sind sehr persönlich und geprägt von einfühlsamem und engagiertem Vorgehen. Menschlichkeit und Zuverlässigkeit stehen an oberster Stelle unserer Prioritätenliste. Wir sind rund um die Uhr zu erreichen und tun unser Möglichstes, um die individuellen Vorstellungen einer Bestattung umzusetzen. Denn so einzigartig der Verstorbene war, so individuell sollte auch sein Fortgehen gestaltet sein. In intensiven Gesprächen erfragen wir, wie sich die Angehörigen die Gestaltung der Abschiednahme vorstellen und begleiten diese auf Wunsch auch zum Friedhof, Floristen oder Steinmetz. Viele wichtige Entscheidungen und eine Menge organisatorische und formelle Angelegenheiten sind zu regeln und einfühlsam zu besprechen. Wir kümmern uns verlässlich um alle Erledigungen, Formalitäten und Behördengänge.

Einige Begriffe aus unserem Alltag:

Palliativ:

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung sowie einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Friedwald:

Synonym und Markenname einer der ersten Anbieter von Naturbestattung in Deutschland; siehe auch www.friedwald.de. Naturbestattungen setzen eine Feuerbestattung voraus. Auf Grund der gesetzlichen Regelungen sind entsprechende Flächen in Deutschland genehmigungspflichtig.

Feuerbestattung:

Unter Feuerbestattung (Kremation, Kremierung, Einäscherung, früher Leichenverbrennung) versteht man die Veraschung einer Leiche in einem Krematorium. (Siehe auch u. a. www.krematorium-landau.de)

Anonyme Bestattung:

Anonyme Bestattung steht für namenlose Bestattung. Bei einer anonymen Bestattung wird an der Beisetzungsstelle auf Wunsch des Verstorbenen auf jeglichen Namenshinweis verzichtet. Immer häufiger gibt es Friedhöfe mit anonymen Grabfeldern. Eine anonyme Bestattung ist zudem die günstigste Form der Bestattung. Kirchen äußern Bedenken gegen diese Bestattungsform, da ein fester Ort wichtig für die Angehörigen sei, um Abschied zu nehmen und zu trauern.

Thanatologie / Thanatopraxie:

Der Ausdruck Thanatologie (aus dem Griechischen θανατολογία, von θάνατος thánatos „Tod" und -logie) bezeichnet die Wissenschaft vom Tod, vom Sterben und der Bestattung. Das Augenmerk dieser Wissenschaft liegt auf den psychologischen und soziologischen Aspekten des Todes und des Sterbens.

Thanatopraxie: Die Thanatopraxie (von griechisch θανατος, „Tod", zugleich Thanatos, Gott des Todes in der griechischen Mythologie und πραξια, „Handwerk»), auch Thanatopraxis oder "Praktische Thanatologie" genannt, umfasst alle Tätigkeiten, die nötig sind, um die ästhetisch und hygienisch einwandfreie Aufbahrung eines Verstorbenen zu gewährleisten. Die Tätigkeiten, die am Leichnam ausführt werden, schließen das Konservieren (Einbalsamieren) ein. Dieser Teilbereich der Thanatopraxie wird Modern Embalming genannt.

Zum Aufgabengebiet der Thanatopraxie zählen hygienische Grundversorgung des Leichnams (Desinfektion, Waschung, Verschluss der Körperöffnungen, etc.), Verzögerung der Verwesung (Autolyse) durch eine Einbalsamierung (auch Modern Embalming genannt). Das Embalming ist mit einer Dialyse vergleichbar, bei der das Blut durch einen verwesungshemmenden Wirkstoff (meist auf Formalin basierend) ausgetauscht wird. Einbalsamiert wird heute zum Beispiel zur Überführung des Leichnams, oder bei einer später stattfindenden Begegnung zwischen den Angehörigen und dem Verstorbenen (Aufbahrung), Wiederherstellung des ästhetischen Erscheinungsbildes der/des Verstorbenen, auch nach Gewalteinwirkung, Unfalltod, Krankheit, Verfärbung des Körpers, Suizid etc. (Restauration/Rekonstruktion) mit spezielle Kosmetik, Herstellung von Totenmasken.

Der Ausführende wird Thanatopraktiker oder Thanatologe genannt. Eine thanatopraktische Behandlung läuft in der Regel in folgenden Schritten ab:
  • Hygienische Totenversorgung (Grundversorgung = Desinfektion, Waschung, Verschluss der Körperöffnungen etc.)
  • Embalming (Austausch der Körperflüssigkeiten durch Einbalsamierungsflüssigkeit)
  • Restauration/Rekonstruktion des Gesichtes und des Körpers (bei Unfalltod etc.)
  • Ankleiden des Verstorbenen
  • Kosmetische Behandlung/Frisieren des Verstorbenen
Durch die Thanatologie/Thanatopraxie wird eine pietätvolle Abschiednahme am offenen Sarg für die Hinterbliebenen vereinfacht. (siehe auch www.thanatologen.de)

Kontakt:
Zerf Bestattungen
Iggelheimer Straße 21
67373 Dudenhofen

Filiale:
Wormser Landstraße 23
67346 Speyer

Telefon (06232) 93889
Telefax (06232) 980190
E-Mail: info@bestattungen-zerf.de
Internet: www.bestattungen-zerf.de

Kontaktpartner
Jürgen Zerf
Telefon: (0172) 6322140

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