Reifen montage
Für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs sind Design, Fahrgefühl, Technik, Ausstattung und Preis entscheidende Kriterien. Welcher Interessent schaut in diesem Moment schon besonders auf die Reifen? Da ist es hilfreich, dass sich u.a. der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) seit langem für die Notwendigkeit sicherer und guter Bereifung einsetzt. Denn egal ob neu oder gebraucht, sind die Reifen die einzige Kontaktfläche zwischen dem Fahrzeug und der Fahrbahn und damit von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit. Für den Verbraucher stellt sich die Frage: Wann ist ein Reifen sicher und welche Kriterien sind für die Sicherheit relevant? Die höchste Priorität haben die Faktoren Qualität und Zuverlässigkeit. Die Qualität eines Reifens zeigt sich in erster Linie am Bremsweg, der bei allen Witterungs- und Fahrbahnbedingungen so kurz wie möglich sein sollte. Die Zuverlässigkeit hingegen wird an der Laufleistung gemessen. Orientieren können sich die Verbraucher dabei sowohl an den Reifentests, die von den Automobilclubs in halbjährlichem Abstand veröffentlicht werden, als auch von den Empfehlungen der Reifenhändler und Kfz-Werkstätten. Die in den Tests als unzureichend oder sicherheitsgefährdend eingestuften Reifen sollten vom Interessenten nicht in Betracht gezogen werden, auch wenn es sich dabei um die günstigsten Reifen handelt. Für die Auswahl gilt darum: Nur gute Reifen geben Sicherheit!

Ihre Zugelassenen Reifengrössen finden Sie in der Zulassungsbescheinigung.
Neben den wichtigsten Faktoren beim Kauf eines Reifens können die Verbraucher ihre Sicherheit im Alltag auch selbst erhöhen. Dazu gehören die Anpassung des Fahrverhaltens entsprechend der Witterung und der Fahrbahn, die regelmäßige Überprüfung des Reifenzustandes sowie des Luftdrucks. Der allgemeine Reifenzustand wird neben der regelmäßigen optischen Prüfung durch das Mindestprofil der Reifen bestimmt. Wenn die Sommer- oder Winterreifen die Mindestvorgaben für das Reifenprofil unterschreiten, ist es ratsam, den verschlissenen gegen einen neuen Reifen auszutauschen. Um den natürlichen Verschleiß der Reifen nicht zu beschleunigen, wird empfohlen den Luftdruck der Reifen einmal im Monat zu prüfen, ob dieser noch im Normbereich liegt. Hilfreich sind Systeme mit neuen Technologien, die dem Fahrer vor jedem Start den Reifendruck anzeigen und damit die Kontrolle erleichtern. Neben der erhöhten Sicherheit kann dies sogar helfen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und damit den Geldbeutel zu schonen und etwas für die Umwelt zu tun.

Kennnzeichnungen auf den Reifen
Für den Käufer ist es bei der Vielzahl von Herstellern und Reifenhändlern keine leichte Entscheidung aus dem großen Kontingent von Sommerreifen, Winterreifen, Ganzjahresreifen, LKW-Reifen und Motorradreifen die richtige Wahl zu treffen. Michelin, Goodyear, Dunlop, Continental, Vredestein, Pirelli, Bridge Stone, Hankook, Semperit, Uniroyal, Fulda, Firestone, Falken, Barum und Pneumant sind nur einige der Produzenten, die die Auswahl für den Verbraucher komplexer machen. Hinzu kommen für jedes Fahrzeugmodell spezielle Anforderungen an die Reifendimension und den Geschwindigkeitsindex. Im Kfz-Schein bzw. der Zulassungsbescheinigung finden sich detaillierte Angaben wie z.B. 195/65R15 91T, 205/55R16 91H oder 175/65R14 82T. Der erste zusammenhängende Teil besteht aus vier Komponenten. Die erste Zahl steht für die Reifennennbreite. Getrennt durch einen Schrägstrich wird danach das Verhältnis zwischen Höhe zu Breite festgehalten. Im Anschluss daran werden die Bauart und zuletzt der Zoll angezeigt. Der im zweiten Teil angegebene Geschwindigkeitsindex regelt durch eine Buchstabenfolge, bis zu welcher Geschwindigkeit ein Reifen geeignet ist. Die davor stehende Zahl gibt die Tragfähigkeit der Reifen an. Die Bezeichnung Reinforced steht dabei für Reifen mit besonders hoher Tragfähigkeit. Eine weitere Entwicklung sind die sogenannten Runflat Reifen. Diese mit Notlaufeigenschaften ausgestatteten Reifen gewährleisten die Weiterfahrt nach einem Reifendefekt und erhöhen somit die Sicherheit auf den Straßen.
Adrian Keller, 2011