Referate - das sind sie Schreckensminuten schlechthin für viele Schüler. Bei den meisten produziert die Vorstellung, vor einer Gruppe zu sprechen, nämlich Angstzustände. Wer kennt nicht den Albtraum, vor einer Menschenansammlung zu stehen und kein Wort herauszubringen, oder noch schlimmer:
Nicht nur die Sprache bleibt einem weg, sondern auch im Kopf macht sich eine große dunkle Leere breit und nicht nur sprichwörtlich geht überhaupt nichts mehr. Auch bei meiner ersten Präsentation habe ich mich strikt an das Skriptum gehalten, und es wurde mehr eine Vorleseübung als ein professioneller Vortrag. Aber die Schule ist zum Lernen da, und ein Meister ist auch in diesem Bereich noch nicht vom Himmel gefallen. Mit jedem Vortrag habe ich es geschafft, freier zu sprechen und die
Referate wurden mit der Zeit immer lebendiger und besser. Aus diesem Grund kann ich auch jedem nur davon abraten, seine
Referate auswendig zu lernen und in der Folge vor den Mitschülern stoisch herunterzustottern.
Diese Strategie wirkt nämlich nicht nur langweilig und öde, sie birgt auch eine große Gefahr, die es unbedingt zu verhindern gilt: Wenn man dabei einmal den berühmten roten Faden verliert, dann findet man den nämlich nicht mehr so schnell – vor allem dann nicht, wenn dreißig Augenpaare auf einen gerichtet sind. Präsentationen sind also auch das perfekte Training, um zu improvisieren und Selbstvertrauen zu tanken, sofern man sich nicht auf seine Fähigkeit des Auswendiglernens verlässt. Vielmehr sollte das Thema aufmerksam durchdacht werden, damit man genauestens über die wichtigsten Punkte Bescheid weiß. Kleine Hilfsmittel, wie beispielsweise Karteikärtchen mit den wichtigsten Stichworten, sind aber natürlich immer erlaubt.
Wer also schon mehrere Referate absolviert hat, der bekommt zum Glück schnell eine gewisse Routine beim Präsentieren eins Themas. Aber jeder, der schon Vorträge gehalten hat, wird der Aussage zustimmen, dass dabei eine optimale Vorbereitung das A und O ist.