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Reductil Diätpillen

Autor: sandrasusie | Erstellt am: 26.10.2010 | Gelesen: 663
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Sibutramin ist das Generikum von Reductil Diätpillen.

Was ist Reductil und wann wird es angewendet?

Reductil wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin als begleitende medikamentöse Behandlung zur Gewichtsreduktion zusammen mit Diät, Verhaltensänderung und Bewegung verwendet. Reductil mit dem Wirkstoff Sibutramin fördert das Sättigungsgefühl.

Das Arzneimittel sollte nur bei Patienten mit erheblichem Übergewicht angewendet werden (d.h. bei einem Körpermassenindex «BMI» von mindestens 30 kg/m²), wenn geeignete gewichtsreduzierende Massnahmen allein keinen Erfolg gezeigt haben. Der BMI wird nach folgender Formel berechnet:

BMI = Körpergewicht in kg/(Körpergrösse in m²)

Ein BMI (Body Mass Index bzw. Körpermassenindex) von mindestens 30 entspricht je nach Körpergrösse folgendem Gewicht:
  • Körpergrösse 140 cm: mindestens 58,8 kg.
  • Körpergrösse 150 cm: mindestens 67,5 kg.
  • Körpergrösse 160 cm: mindestens 76,8 kg.
  • Körpergrösse 170 cm: mindestens 86,7 kg.
  • Körpergrösse 180 cm: mindestens 97,2 kg.
  • Körpergrösse 190 cm: mindestens 108,3 kg.

Wann ist bei der Einnahme von Reductil Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Reductil sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin den Blutdruck und den Puls überwachen. Falls Ihr Blutdruck oder Puls über einen bestimmten Wert ansteigt, muss die Behandlung mit Reductil abgesetzt werden (siehe Abschnitt «Welche Nebenwirkungen kann Reductil haben?»). Dies bestimmt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Bei übergewichtigen Personen, bei denen das Risiko einer Herz- und Kreislauferkrankung besteht, darf das Gewicht nur langsam reduziert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine Nieren- oder Leberfunktionsstörung haben, an erhöhtem Augeninnendruck oder an epileptischen Anfällen (Krampfanfälle) leiden.

Reductil enthält Lactose. Falls Sie an der selten vorkommenden ererbten Galactoseunverträglichkeit, einem genetischen Lactasemangel, oder einer Glucose-Galactose-Malabsorption leiden, sollten Sie das Arzneimittel nicht anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Dies gilt vor allem bei Arzneimitteln zur Behandlung von Pilzerkrankungen, zur Behandlung von Infektionen, zur Unterdrückung von Immunreaktionen (z.B. bei Organtransplantation), zur Behandlung von Tuberkulose, zur Behandlung der Epilepsie, Kortison oder Grippe- und Schnupfenmittel.

Bei längerer Behandlungsdauer wurde für gewisse Appetitzügler nachgewiesen, dass die Häufigkeit von bestimmten zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen ansteigt und es zur Ausbildung von Gewöhnung und Arzneimittelabhängigkeit kommen kann. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Sie die Angaben zu Reductil bezüglich Anwendungsgebiet, Dosierung und Behandlungsdauer genau beachten.

Falls während der Behandlung Kurzatmigkeit oder Atemnot auftreten oder eine bei Belastung auftretende Atemnot sich verschlimmern sollte, ist die Behandlung sofort abzubrechen und ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Falls Sie bekanntermassen an einem Herzgeräusch oder an einer Herzklappenerkrankung leiden, sollten Sie Reductil nicht einnehmen, da gewisse Appetitzügler als mögliche mitwirkende Risikofaktoren bei der Entstehung von Herzklappenerkrankungen in Betracht gezogen werden, wenn sie längerfristig oder in höherer Dosierung als empfohlen und/oder gleichzeitig zusammen mit anderen Appetitzüglern eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Während der Behandlung mit Reductil besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko, dass Blutungen auftreten. Falls bei Ihnen eine Neigung zu Blutungen besteht oder falls Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die die Blutgerinnung oder die Thrombozytenfunktion beeinflussen, sollten Sie vor der Einnahme von Reductil mit Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin sprechen.

In seltenen Fällen wurden bei Patienten, bei welchen in der Vorgeschichte bereits Depressionen aufgetreten waren, unter der Behandlung mit Reductil Verhaltensänderungen, Depressionen und Selbstmordabsichten bis hin zum Suizid festgestellt. Wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon depressive Phasen aufgetreten sind, sollten Sie während der Behandlung mit Reductil speziell aufmerksam sein. Treten während der Behandlung Anzeichen einer Depression (Gemütsverstimmung) auf, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, damit ein Absetzen von Reductil und der Beginn einer geeigneten Behandlung in Erwägung gezogen werden kann.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Arzneimittel sollten grundsätzlich nicht mit Alkohol eingenommen werden. Da die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Reductil bisher nur bei einer kleinen Zahl von älteren Patienten untersucht wurde, ist die Anwendung von Reductil bei Patienten im höheren Lebensalter (über 65 Jahre) nicht empfohlen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Unter Übergewicht wird eine Gewichtserhöhung auf Grund einer zu starken Vermehrung des Körperfetts verstanden. Ein Körpergewichtsanstieg von 12 kg beruht z.B. zu 75% (9 kg) aus einer Vermehrung des Körperfetts und nur zu 25% der Muskelmasse.

Allfällige organische Krankheiten als Ursache des Übergewichts müssen vor der Behandlung durch den Arzt oder die Ärztin ausgeschlossen werden.

Basis bzw. Ziel einer jeden Behandlung des Übergewichtes ist es langfristig die Ernährung zu kontrollieren, d.h. die Kalorienaufnahme zu vermindern und die Essgewohnheiten zu ändern. Die medikamentöse Behandlung kann dabei nur unterstützend wirken.

Medizinische und eventuell verhaltenstherapeutische Betreuung können Sie beim Abnehmen unterstützen.

Zur Erhaltung einer erzielten Gewichtsabnahme ist nur das konsequente Beibehalten einer kontrollierten Ernährung bzw. verminderten Kalorienzufuhr erfolgversprechend.

Arzneimittel, die das Hungergefühl beeinflussen, haben alleine keine abmagernde Wirkung und dürfen nicht länger als verordnet eingenommen werden.

Wann darf Reductil nicht angewendet werden?


Sie dürfen Reductil nicht einnehmen:
bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Sibutramin oder anderen Bestandteilen des Arzneimittels; bei Neigung zu Arzneimittelmissbrauch, bestehender Alkoholabhängigkeit; bei bekannter oder bestehender schwerwiegender Essstörung wie Anorexia nervosa (Magersucht) oder Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht); bei bestehenden oder vorausgegangenen psychischen Erkrankungen, wie Depression oder manischer Erkrankung; bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (Monoaminoxidasehemmer), von anderen Arzneimitteln mit Wirkung auf das Zentralnervensystem oder anderen zentralwirksamen Arzneimitteln zur Gewichtsreduktion; bei unzureichend eingestelltem Bluthochdruck (siehe Abschnitt «Wann ist bei der Einnahme von Reductil Vorsicht geboten?»); bei schwerer Leberfunktionsstörung; bei schwerer Nierenfunktionsstörung, mit und ohne Dialyse; bei bekannter oder bestehender Erkrankung der Herzkranzgefässe, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörung des Gehirns wie Schlaganfall, zeitweise auftretende Hirndurchblutungsstörung (TIA) oder fortgeschrittener Arterienverkalkung; während Schwangerschaft und Stillzeit; bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Darf Reductil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Einnahme von Reductil eine geeignete Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, dürfen Sie Reductil nicht einnehmen. Während der Stillzeit darf Reductil nicht eingenommen werden, da nicht bekannt ist, ob Sibutramin in die Muttermilch übergeht.

Welche Nebenwirkungen kann Reductil haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Reductil auftreten:

Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie), Herzklopfen, Blutdruckerhöhung, Gefässerweiterung (Hautrötung mit Hitzegefühl), Verstopfung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Darmbeschwerden meist hämorrhoidaler Art, Verdauungsbeschwerden, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Nervosität, Missempfindungen der Haut (Parästhesien), Angstgefühle, Schläfrigkeit, Störungen des Geschmackssinnes, Schwitzen, Frösteln.

In Einzelfällen kann es zu Verminderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), kleinfleckigen Hautblutungen, Haarausfall, allergischen Reaktionen, von leichten Hautausschlägen und Nesselfieber (Urtikaria) bis zu Auftreten von Gesichts- und Zungenschwellungen sowie Atemnot oder allergischem Schock, Unruhe, Depressionen, Krampfanfälle, vorübergehende Störungen des Erinnerungsvermögens (Kurzzeitgedächtnis), Sehstörungen, Funktionsstörungen des Herzens, Schnupfen, Rachenentzündung, Entzündung der Nasennebenhöhlen, Gelbsucht (Ikterus), Leberentzündung (Hepatitis), Durchfall, Erbrechen, Nierenentzündung, Harnverhaltung, ferner zu Veränderungen bezüglich des Samenergusses (Ejakulation) und des sexuellen Höhepunkts (Orgasmus) sowie zu Impotenz und Störungen des Menstruationszyklus, wie verlängerte und verstärkte Menstruationsblutungen kommen.

Selten wurden Entzugssymptome wie Kopfschmerzen und gesteigerter Appetit beobachtet.

Bei Patienten, bei denen es unter der Behandlung mit Sibutramin zu einem dauerhaften Anstieg des Blutdrucks und des Pulses kommt, muss die Behandlung abgesetzt werden (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Reductil Vorsicht geboten?»).

In seltenen Fällen trat mit gewissen Appetitzüglern, besonders bei längerfristiger Behandlung, Atemnot als ein erstes Anzeichen für eine sehr schwerwiegende Nebenwirkung auf. Falls es unter Reductil zu Atemnot kommen sollte oder sich eine bei Belastung bekannte Atemnot verschlimmert, ist die Behandlung sofort zu unterbrechen und ein Arzt oder eine Ärztin zur dringenden Abklärung der Atemnot aufzusuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Reductil vor Feuchtigkeit schützen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Wie verwenden Sie Reductil?

Es wird empfohlen, die Behandlung unter Aufsicht eines in der Behandlung von Übergewicht erfahrenen Arztes oder einer erfahrenen Ärztin durchzuführen. Die Einnahme dieses Präparates sollte nur als begleitende Behandlung zu Massnahmen wie Diät und eventuell verhaltenstherapeutischer Betreuung erfolgen.

Erwachsene: Üblicherweise wird 1 Kapsel Reductil 10 am Morgen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen. Die Einnahme kann mit oder ohne Nahrung erfolgen.

Von einer wiederholten Anwendung wird abgeraten. Gemäss Ihrem Ansprechen auf die Behandlung bzw. der erzielten Gewichtsabnahme wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dauer der Behandlung mit Reductil festlegen. In der Regel tritt nach 6 Monaten eine Stabilisierung des Gewichtes ein, das heisst, es erfolgt keine weitere Gewichtsabnahme und Reductil soll abgesetzt werden.

Die Behandlung sollte nur bei Patienten länger als 3 Monate durchgeführt werden, die innerhalb von 3 Monaten nach Behandlungsbeginn einen Gewichtsverlust von 5% oder mehr gegenüber dem Ausgangsgewicht aufweisen.

Bei Patienten, die nur ungenügend auf Reductil 10 ansprechen (Anhaltspunkt: weniger als 2 kg Gewichtsverlust in 4 Wochen), kann unter der Voraussetzung, dass Reductil 10 gut vertragen wird die Dosis auf 1 Kapsel Reductil 15 einmal täglich erhöht werden.

Wenn Sie eine Einnahme von Reductil vergessen haben, nehmen Sie diese nicht nachträglich ein.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was ist in Reductil enthalten?

1 Kapsel Reductil 10 enthält:
Wirkstoff: Sibutraminhydrochlorid-Monohydrat 10 mg.
Hilfsstoffe: Farbstoffe: Chinolingelb (E104), Indigotin (E132); Lactose sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Kapsel Reductil 15 enthält:

Wirkstoff: Sibutraminhydrochlorid-Monohydrat 15 mg.
Hilfsstoffe: Farbstoff: Indigotin (E 132); Lactose sowie weitere Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Reductil? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind folgende Packungsgrössen erhältlich:

Reductil 10: 30 Kapseln - 46.93 EURO (1.56 EURO/Pille)
50 Kapseln - 71.07 EURO (1.42 EURO/Pille)
80 Kapseln - 102.29 EURO (1.28 EURO/Pille)

Reductil 15: 30 Kapseln - 49.07 EURO (1.64 EURO/Pille)
50 Kapseln - 74.64 EURO (1.49 EURO/Pille)
80 Kapseln - 108 EURO (1.35 EURO/Pille)
 
 
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