Mit Naturheilkunde Nichtraucher werden
Neues Jahr, neuer Plan: endlich mit dem Rauchen aufhören. Während es einigen Menschen scheinbar nahezu problemlos und ohne jede Art von Hilfsmittel gelingt, fällt es vielen anderen hingegen sehr schwer, sich von der Zigarette zu verabschieden und werden dadurch häufig recht schnell wieder rückfällig. Auch wenn dabei über Erfolg bzw. Misserfolg wohl in erster Linie der Wille entscheidet, findet sich im Bereich der
Naturheilkunde eine „sanfte" Alternative zu starken Medikamenten, die eine hilfreiche Unterstützung bieten kann: Die Homöopathie. Homöopathische Mittel können helfen, mögliche Entzugserscheinungen wie z.B. Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Nervosität, Gereiztheit, Müdigkeit oder Schlafstörungen in der Phase der Entwöhnung zu lindern – was es wiederum erheblich leichter macht, dem Drang zu rauchen zu wiederstehen.
Diese Entzugserscheinungen treten natürlich nicht bei jedem in gleicher Weise auf und manchmal werden auch gar keine Symptome wahrgenommen – in vielen Fällen treten sie jedoch innerhalb von ein bis zwei Tagen, nachdem die letzte Zigarette geraucht wurde, am stärksten auf, lassen dann aber recht schnell wieder nach und sind im Regelfall nach zwei bis drei Wochen ganz verschwunden.
Um in diese Phase allgemein weniger unangenehm zu gestalten und gleichzeitig nicht wieder zur Zigarette zu greifen, gibt es in der Homöopathie viele verschiedene Hilfsmittel, die in der richtigen Dosierung im Normalfall keinerlei Nebenwirkungen haben und daher nahezu bedenkenlos verwendet werden können. Dennoch sollte auf jeden Fall zur Abstimmung vorher immer ein Beratungsgespräch mit einem Therapeuten stattfinden, insbesondere dann, wenn parallel noch andere Medikamente eingenommen werden.
Homöopathische Mittel gegen das Rauchen
Ein häufig eingesetztes Mittel bei der Rauchentwöhnung und recht naheliegend, wenn man an den Homöopathischen Grundsatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen" denkt, ist Tabak- genauer: der Virginische Tabak bzw. Nicotiana tabacum. Dieser ist als Genussmittel auf lange Sicht zwar giftig und kann gegessen sogar tödlich sein, in der Homöopathie hingegen wird er jedoch während der Entwöhnungsphase in verdünnter Form bei Kreislaufproblemen und Übelkeit eingesetzt – im Prinzip also genau bei den Symptomen, die einem noch von der allerersten Zigarette in Erinnerung geblieben sind. Zudem kann Tabacum als „Ersatz" für die Zigarette eingesetzt werden und somit dazu beitragen, dass die Konzentration stärker auf die psychische Komponente der Tabakentwöhnung gerichtet werden kann.
Neben dem Tabak gibt es noch weitere Heilpflanzen, die in der Homöopathie bei der Rauchentwöhnung unterstützend eingesetzt werden:
Plantago major (auch Breitwegerich), welcher eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung hat, Heißhunger und das Rauchverlangen mindern und bei Nervenschmerzen helfen kann.
Piper methysticum (auch Rauschpfeffer), ein Mittel, welches körperlich und psychisch entspannend wirkt und daher bei psychischer Erregung, Reizbarkeit, Stress, Schwindel, Erschöpfung, depressiven Stimmungen, Angst und Spannungen sowie anderen Begleiterscheinungen beim Rauchentzug eingesetzt wird.
Nux vomica (auch Brechnuss), die generell entgiftend wirkt, starke Reizbarkeit, Nervosität und Schlafmangel lindern kann und bei all solchen Beschwerden hilft, die durch ein „Zuviel" an Rauchen, Essen, Trinken etc. auftreten (z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Zittern).
Trotz der normalerweise recht sanften Wirkung der genannten Heilmittel gilt es zu bedenken, dass es natürlich nicht das eine „richtige" Mittel auf dem Weg zum Nichtraucher gibt. Welches Präparat oder welche Kombination sinnvoll ist, richtet sich daher immer nach den individuellen Symptomen und kann somit von Fall zu Fall völlig unterschiedlich sein.
Nina Rust