Krampfadern, Varizen, Besenreiser
Krampfadern sind nicht nur ein „Schönheitsfehler", sondern haben bedeutsamen Krankheitswert. In fortgeschrittenem Stadium treten die verdickten Venen in ihrer typischen geschlängelten und verästelten Form immer stärker hervor und können zu Beinschwellungen und Hautschäden führen. Krampfadern (Varizen) entstehen durch eine anlagebedingte Wanddegeneration oberflächlicher Venen (sog. Bindegewebsschwäche). Sie sind sehr häufig: Rund 30% aller Frauen und 20% aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens therapiebedürftige Krampfadern.
Die
klassische chirurgische Behandlungsmethode ist seit über 100 Jahren das sogenannte
Stripping. Dabei wird die Krampfader mit einem Stripper genannten Instrument aus dem Bein herausgezogen. Später wurde dieses Verfahren noch verbunden mit einer radikalen
Crossektomie, bei der alle in der Leiste einmündenden Äste der oberflächlichen Venen unterbunden werden.
Seit Anfang der 90-iger Jahre begann man, wie in andern medizinischen Bereichen auch, mit der Erprobung weniger radikaler und weitgehend unblutiger sogenannter minimal invasiver Methoden. Bei diesen Verfahren wird die Krampfader nicht entfernt, sondern über einen Einstich sondiert und von innen behandelt. Entweder durch die Einwirkung von Hitze (
Laser, Radiowellen) oder chemisch (
Mirkoschaum) wird dabei die Wand der Krampfader so verändert, dass es zu einem Verkleben der Vene kommt. Die zusammengezogenen Venen werden dann nach einiger Zeit vom Körper selbst abgebaut.
Diese neuen Verfahren wurden inzwischen schon millionenfach weltweit durchgeführt. Die Eingriffe erfolgen in der Regel ambulant und zeigen gleiche oder sogar bessere Langzeit-Erfolge als die klassische Operation bei geringeren Komplikationsraten. Ein entscheidender Vorteil ist auch, dass der Patient anschließend gleich wieder aufstehen kann, so Dr. Susanne Schulz, Angiologin an den Berliner CityPraxen.
Mehr Informationen zu diesem und anderen medizinischen Themen sind unter citypraxen.de zu finden. Als eine der ersten deutschen Institutionen überhaupt bieten die CityPraxen Berlin auf Ihrer Homepage unter der Rubrik „Krankheitsbilder" einen umfassenden Katalog über häufige Krankheiten an.
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