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RAB NE BANA DI JODI - der neue Film mit Shah Rukh Khan

Autor: AsianOutlook | Erstellt am: 19.12.2008 | Gelesen: 2706
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Rab Ne Bana Di Jodi - eine Woche nach dem internationalen Kinostart

Shah Rukh Khan's neuer Film startete letztes Wochenende auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Rab Ne Bana Di Jodi (Ein Paar von Gott gemacht) ist der lang ersehnte neue Film mit Shah Rukh Khan bei dem Aditya Chopra nicht nur für das Script und die Geschichte sorgte, sondern nach langen Jahren auch wieder selbst Regie führte.

Der Film erzählt eine einfache Geschichte von einfachen Leuten und ist trotzdem außergewöhnlich.

Der schüchterne und einfache Surinder Sahni (Shah Rukh Khan) ist zur Hochzeit der Tochter seines früheren Professors, dessen Lieblingstudent er war, eingeladen. Sofort sticht ihm die junge und lebhafte Taani (Anushka Sharma) ins Auge. Jedoch soll sie ja verheiratet werden, eine Liebesheirat. Die eigentliche Geschichte beginnt in dem Moment, als die Hochzeitsgesellschaft erfährt, dass der Bus mit dem Bräutigam und dessen Familie verunglückt ist und alle Insassen dabei ums Leben kamen.

Taanis Vater erleidet aus Schock einen Herzinfarkt und bittet Suri seine junge und nun verzweifelte Tochter zu heiraten. Er könne in Ruhe sterben, wenn er Taani in Suris Obhut wüsste. Suri und auch Taani stimmen der schnellen Verheiratung zu.

Zu Hause angekommen, erklärt Taani Suri, dass sie sich ändern werde, die alte Taani wird verschwinden, sie wird ihm eine gute Ehefrau sein, aber sie denke, ihn nie lieben zu können. Sie hätte keine Liebe mehr übrig. Suri realisiert in diesem Moment, dass er sich bereits auf den ersten Blick unsterblich in Taani verliebt hat, sagt aber nichts weiter dazu und versucht schon gar nicht, sie zu bedrängen oder sie zu etwas zu zwingen, was sie nicht empfinden kann.

Seinem Freund Bobby, einem Friseur, gesteht er, dass er Taani liebt und bittet ihn in seiner Verzweiflung um Hilfe – er wolle nicht, dass Taani sich verändert, er möchte ihr Lächeln und ihre Lebhaftigkeit zurück bringen – Bobby solle ihm dabei helfen, seine Liebesgeschichte zu verwirklichen, in dem er ihn in einen der Filmhelden aus dem Kino verwandelt. Er möchte heimlich, Taani, die an einem Tanzwettbewerb teilnimmt, beobachten und sie dann überraschen. Die Umwandlung beginnt und Suri, mit neuer hipper Frisur, ohne Schnauzer und Brille, mit schrillen Klamotten geht zu diesem Tanz-Training um Taani tanzen zu sehen. Durch einen unglücklichen (oder glücklichen?) Zufall wird aber auch er als Teilnehmer registriert und noch dazu als Taanis Tanzpartner auserkoren. Sie erkennt ihn nicht und er stellt sich ihr daraufhin als Raj vor. Dieser Raj ist laut, flirtet gerne und ist sogar zu Beginn ein wenig peinlich. Taani ist vorerst nicht begeistert von ihm. Aber nach und nach – während der Probenzeit – entdeckt sie das gute Herz in dem etwas ungehobelten Burschen und beginnt ihn mehr und mehr zu mögen. Umso näher sie Raj kommt umso verzweifelter wird Suri. Auf der einen Seite ist er überglücklich, dass Taani wieder fröhlicher ist und ihre Lebensfreude zurückzubekommen scheint, auf der anderen Seite hat er Angst, dass sie ihn ,Suri - immer mehr dabei vergisst. Es folgen wunderbar lustige aber auch sehr berührende Szenen. Richtig dramatisch wird die Geschichte, als Suri Taani zu einer Verkaufsmesse einlädt. Er sieht, wie sehr sie sich für den japanischen Verkaufsstand interessiert und meldet sich zu einem Wettbewerb, bei dem es eine Reise nach Japan zu gewinnen gibt. Er muss allerdings einen Sumo-Ringer besiegen und unglaublicher Weise schafft er das auch.

Taani hingegen ist böse auf ihn und stellt ihn zur Rede. Er erklärt ihr, er habe bemerkt wie still sie ist und da er sich eine solche Reise nicht leisten kann, wollte er diese für sie gewinnen. Sie sagt ihm, sie sei glücklich und er solle ihr keinen Gefallen mehr tun, den sie ihm nicht vergelten könne. Suri Verzweiflung wächst, denn er ist nun ohne Hoffnung, sie je wirklich für sich, also Suri, gewinnen zu können.

Als Taani ihm am nächsten Tag seine Lunchbox, die er vergessen hat, ins Büro bringt und sich entschuldigt, schöpft er neue Hoffung und lädt sie wieder einmal ins Kino ein. Emotionslos sagt sie, sie werde da sein. Alleine zu Hause verfällt Taani in Putz- und Kleidungswaschwahn. Sie ist verwirrt, denn noch am Tag davor hat Raj ihr seine Liebe gestanden, ohne etwas von ihr zu erwarten und zu verlangen und auf der anderen Seite wird ihr wohl langsam klar, dass Suri sie auch lieben muss. Da beide ja für sie 2 verschiedene Personen sind, ist sie verzweifelt, verwirrt und vom schlechten Gewissen geplagt zugleich. Während sich Suri im Kino total auf den Film konzentriert, verlässt sie heimlich das Kino. Als Suri es bemerkt und sie sucht, erreicht ihn der Anruf der Werkstatt, in der Raj angeblich arbeitet, seine Frau sei hier und möchte Raj sprechen. Eine Welt bricht für Suri zusammen, denn er ahnt Schlimmes. Als Raj bittet er Taani, mit ihm wegzugehen, wenn ihr Leben an der Seite von Suri so unerträglich ist und sie stimmt zu.

Suri beschließt darauf hin, ihr sein Haus zu überschreiben, ihr nach dem Finale des Tanzwettbewerbes einen Brief zukommen zu lassen und nach Delhi zu gehen. Er möchte auf keinen Fall ihr Leben zerstören und ihr den Freiraum geben, ihren Raj zu finden.

Wie die Geschichte ausgeht, sollten sie selbst sehen.

Dieser Film hat einfach alles. Er ist zum schieflachen komisch, er ist berührend, er ist realistisch und er ist nicht so laut und reißerisch wie viele indische Filme in letzter Zeit. Man könnte fast sagen, ein indischer Film der alten Schule. RNBDJ begeistert mit wunderbaren Musiknummern, die aber den Lauf der Geschichte weiterführen und ihn nicht stoppen.

Shah Rukh Khan bietet in diesem Film einen erneut höheren Level seines umfangreichen Könnens. Er spielt den Suri so still und so berührend, dass man sich sozusagen gleich in den ersten Minuten in diesen Suri verliebt, obwohl dieser optisch so gar kein Frauentyp ist. Die Wechsel zwischen Suri und Raj funktionieren von einer Sekunde zur anderen. Durch Körpersprache, Stimme und Mimik schafft Shah Rukh Khan es, diese beiden Charaktäre so unterschiedlich zu gestalten, dass man fast glauben könnte, es handelt sich wirklich um 2 Personen. Manchmal lässt er aber Suri in Raj erkennen – nur durch den wechselnden Ausdruck in seinen Augen. Eine weitere wunderbare Leistung dieses Ausnahmeschauspielers.

Anshuka Sharma, eine Newcomerin, ist sehr jung und eine natürliche Schönheit. Sie besitzt großes Talent und ist eine ebenbürtige Partnerin für Shah Rukh Khan. Ihre erfrischend natürliche Darstellung der Taani, lässt einem fast sagen, sie IST Taani.

Vinay Pathak als Bobby überzeugt durch seine Komik, aber auch in den berührenden Szenen mit Shah Rukh Khan. Ein absoluter Gewinn für diesen Film.

Der Film mutet vielleicht beim ersten Hinschauen als weitere indische Liebesgeschichte an, er hat aber mehr Tiefgang, als man denken mag. Man verlässt das Kino lächelnd, glücklich aber auch sehr nachdenklich. Nachzudenken gibt er Film über Beziehungen, sich selbst, Liebe, Äußerlichkeiten, Erwartungshaltungen und angenommene Selbstverständlichkeiten.

Besetzung:
Shah Rukh Khan – Surinder Sahni
Anushka Sharma – Taani
Vinay Pathak – Bobby

Regie: Aditya Chopra
Drehbuch: Aditya Chopra
Story: Aditya Chopra

Original Musik: Salim Merchant, Suleman Merchant
Choreografie: Shiamak Davar, Vaibhavi Merchant

Offizizielle Homepage zum Film von Yash Raj Films: www.yashrajfilms.com/microsites/rnbdjmicro/rnbdj.html
Aktuelle Kinotermine für D/A/CH unter. www.rapideyemovies.de

Alexandra Cerny (AsianOutlook.com)
 
 
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