Bei welcher Temperatur hat Wasser seine größte Dichte? Wie heißt „Baby“ im Film „Dirty Dancing“ mit vollem Namen? Und was ist das beliebteste Buch im Gefangenenlager von Guantanamo? Wer die Antworten weiß, zumindest eine Idee hat oder manchmal auch nur gut schätzen kann, ist beim Kneipen-Quiz in Mittweida genau richtig. Das erlebt am Montag 20 Uhr im „Wintergarten“ seine sechste Auflage.
„Mitmachen kann wirklich jeder, der Lust hat“, wirbt Organisator Michael Kiesewetter. „Die Teilnahme kostet nichts. Es gibt sogar etwas zu gewinnen, und es haben garantiert alle ihren Spaß.“ Erlaubt sind Teams mit bis zu vier Leuten, auch als Einzelspieler darf man sich beweisen. Sieben Runden mit bis zu acht Fragen zu den bestimmten Themengebieten stehen an. Sport ist meistens dabei, ansonsten reicht die Palette von Gemeinschaftskunde über Filme bis zu Politik. Um Musik geht es auch, dabei werden oft auch Hörproben eingespielt.
Mittweida – Montagabend, kurz nach 19 Uhr in der Hochschulstadt, mehrere Gruppen laufen Richtung „Wintergarten". Die Leute diskutieren angeregt über das aktuelle Tagesgeschehen, denn das wird wenig später sicher gefordert sein – bei der sechsten Auflage des Mittweidaer Kneipen-Quiz. 22 Teams mit maximal vier Startern haben sich angemeldet. „Ein neuer Rekord", verkündet Organisator und Spielleiter Michael Kiesewetter nicht ohne Stolz. Seit dem Start des Quiz im Oktober sind Steffen Kandler, Maik Baumgartl und Robert Fröhner, alles Basketballer der HSG Mittweida, jeden Monat mit dabei. „Für einen Podestplatz hat es nie gereicht. Ehrgeizig sind wir schon, aber es macht viel Spaß", sagt Baumgartl. Heute nennt sich das Team „Al Bundys Erben" und nimmt den Reporter in seine Runde auf.
Los geht es mit der ersten von acht Musikfragen, die auf den Abend verteilt vor jeder neuen Kategorie gestellt werden. Was zu hören ist, klingt seltsam. Schnell ist klar: Das Stück läuft wie alle noch folgenden Lieder komplett rückwärts. Das ist für fast alle Teilnehmer gar kein großes Problem: „Alt wie ein Baum" und „We will rock you" lassen sich auch so leicht erkennen. „Das nächste Mal wird das wieder schwerer", erklärt Kieswetter. Die Zahlenkategorie zu Beginn ist dafür knifflig. Der Endstand des Dax an diesem Tag und eine gezogene Lottozahl vom Samstag kann man wissen, muss man aber nicht.
Weiter geht es mit der Monarchie, leicht erkannt werden die Beatrix der Niederlande und Rio Reiser, der „König von Deutschland", Die folgende Rubrik „Ordnungssinn" müsste eigentlich Astronomie heißen. Hier geht es zum Beispiel um die Entfernung der Planeten von der Sonne. Wohl dem, der noch die Eselsbrücke „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten" drauf hat. Im Bilderrätsel sind Plnzen zu erraten, aber wer weiß schon, wie blühender Senf aussieht.
So geht es in die Pause, die Raucher diskutieren vor der Tür. Die Sportfragen reichen wenig später vom Biathlin bis zum größten Stadion der Welt, das „1. Mai" heißt, was die richtige Antwort Nordkorea nahe legt. „Al Bundys Erben" werden in der Teilauswertung nun erstmals mit als Beste genannt. Die Kategorie Namen und zwei Lieder beschließen nach zweieinhalb Stunden den Fragemarathon. Alles wartet gespannt auf die Auswertung. Vorletzter wird „Pinky & the Brains" - mal wieder. „Aber immer wieder gern", versichert Mitspielerin Annegret Siegert. „Wir hatten im Vorfeld auf Arbeit bei IMM schon mal alle Guttenberg-Vornamen gelernt. Das brachte am ende zumindest einen Punkt."