Qualitätsmanagement a la Carte 9001+ hat noch Innovationspotential. Warum?Effektives und effizientes Innovationsmanagement (IM) kann eine treibende wertschöpfende Kraft in einem zusehends globalen Wettbewerb mit umfassenden 'Customer Insights' , nicht zuletzt durch 'Social Analytics' gesehen werden. Welchen Sinn macht es, fein säuberlich eine auf Umsatzplateau verharrende Produktpalette unter 9001, geprüft und gestempelt laufen zu haben und dabei die Chance auf ein 'Blockbuster-Novum' durch radikale Innovation zu verpassen, indem essentielles Kundenfeedback nicht rigide erfasst und stringente Schlüsse abgeleitet werden ? Die Kunden von morgen (oder ist es schon heute?) wollen bald mehr sehen, nämlich, dass sie es mit einem durchweg qualitätsbewussten & innovativen Unternehmen zu tun haben, welches im Rahmen seiner Möglichkeiten (und die sind für uns alle riesig, seit 'open innovation' und 'crowdsourcing') das unternehmens- bzw. menschen-/maschinenmögliche tut um den Emerging Market Produkten Paroli zu bieten, solange Qualität noch Trumpf ist.
Läßt man die Ereignisse am Finanzmarkt der vergangenen Jahre Revue passieren, bei denen die Ratingagenturen mitunter kräftig an Evaluationsglaubwürdigkeit einbüßen mussten, so liegt kurzum folgender Analogschluss nahe: die Kontrolle des kontrollierenden Systems war nicht 'tough enough'. Lernen wir aus diesen Beispielen, so läßt sich folgendes mit hoher Wahrscheinlichkeit aussagen: 'due diligence-Innovation' wird zum Schlüssel-Garant des Deckungsbeitrags. Mit einem geringen Mehraufwand bei der nächsten Änderung des QM Handbuchs kann der innovative Fokus im Zeichen des professionellen Innovationsmanagement lückenlos in bestehendes QM integriert werden: 'QM meets IM'. Dies braucht also keine zusätzliches 'Add-on' Element, sondern lediglich die smarte Integration. Dies erscheint eine 'low hanging fruit', der vergleichsweise ein mehrfacher Gewinn-zu-Kosten-Hebel zugrundeliegt. In balancierender Betrachtung ist auch die gebündelte Addition eines nachgelagerten Innovationsaudit-Fragenkatalogs denkbar. Mitunter wäre letzterer Ansatz präferierbar, da rezertifizierungsunabhängig und somit kostengünstiger.
Dieser Artikel soll ein Denkanstoss in Richtung zur mehrwertschöpfenden, weitestgehenden Integration von Managementsystemen sein, denn ultimativ geht es um das 'straight as forward' elektronische Unternehmen der Zukunft, bei dem ein Managementsystem selbst sein Gewicht stemmen muss, und das geht leichter mit etwas innovativem Rückenwind. Ultimativ wird der allumfassende informationsangereicherte Prozessworkflow auch das separat dokumentierte QM-System selbst als beschreibende und bewertende Instanz womöglich zu Fall bringen, gleichwohl sich der Wissensmanager bei vollständiger Integration der Unternehmensinformation überflüssig macht. Es lebe der 'Change for value'...In diesem Sinne, wer Stellung zu obigem Artikel nehmen möchte, sei herzlich eingeladen mit dem Autor über seinen präferierten Kanal zu diskutieren.