Management Coach: Sandra Willis
Was einst nur von Top-Managern und Nachwuchsmanagern nachgefragt wurde, nutzen heute Schüler und Studenten, um nicht schon frühzeitig aus dem Rennen geworfen zu werden. Wenn alle Lehrer moderne Präsentationstechniken und Führungskompetenz besäßen, dann wären die Ängste bei Schülern geringer und der schulische Erfolg einfacher. Management Coaches könnten hierbei helfen.
Einst waren es ausschließlich das Top-Management, dann (Nachwuchs)manager, die die Dienste von Coaches in Anspruch nahmen. Es ging um Führungskompetenz, sicheres Auftreten und freies Reden. Auch die Personalverantwortlichen (HR) nahmen gern für schwierige Momente die Tipps und Ratschläge der Profis an, um souveräner bei Kündigungen, Einstellung, Abmahnungen o.ä. unbequemen Tätigkeiten auftreten zu können. In den letzten Jahren kamen zunehmend Burnout Kandidaten hinzu, die meist nach missglückter Selbsthilfe den Weg in die Offensive suchten.
In vielen Fällen haben sich größere Firmen bereits einen Coaching-Pool angelegt, um die immer häufiger werdenden Coachings inhouse zu bewältigen. Wie so oft sind das gutgemeinte Maßnahmen, die aber nur bis zu einer gewissen Schwelle wirksam sind. Wenn es darüber hinaus an wirklich schwer wiegende Probleme geht, kann nur noch ein externer Coach helfen.
Heutzutage rufen immer mehr Schüler an und interessieren sich dafür, Ängste unterschiedlicher Provenienz möglichst schnell wieder loszuwerden. Ein Grund für diese Entwicklung mag auch in der kürzlich ausgestrahlten Serie „Seelenflüsterer – TurboCoaching gegen Stress und Angst" begründet liegen, die Panikattacken, Angstattacken, Lernschwierigkeiten, Prüfungsangst, Nervosität, ADHS und verwandte Themen zum Inhalt hatte. Das immer leistungsstärker ausgerichtete Schulsystem zollt der in Deutschland traurig ausgefallenen PISA Studie Achtung und lässt die Kluft zwischen Gymnasium und Realschule erneut größer werden. Viele Lehrer sind zudem überfordert, den vom Kultusministerium geforderten Prüfungsstoff in die Köpfe der Schüler zu bringen, da auch in Lehrerkreisen Charisma und Ausstrahlung, sowie pädagogische Fähigkeiten nicht immer im erforderlichen Rahmen geschult werden. Ließe man hier die Pädagogen coachen und würde diese am vermittelten Wissen messen, wäre sicher der Hebel an der richtigen Stelle angesetzt, anstatt die Last auf die Schüler und deren Familien abzuwälzen. Vergleicht man die Aussagen vieler Schüler, wie z.B. die Klienten im Coaching, so fällt auf, dass Schüler sehr wohl merken, welcher Lehrer mit Leib und Seele dabei ist und wer nur Unterrichtsstoff herunter rattert. Auffallend sind auch die Hinweise, dass der Lehrkörper diejenigen bevorzugt, die schnell auffassen (oder eben zu Hause gut betreut werden) und die restlichen Schüler mit „Liebesentzug" bzw. Ignoranz bestraft.
Leider ist das deutsche Studiensystem mittlerweile auch komplett verschult und die einstigen Unterschiede zwischen Fachhochschule und Universität sind Makulatur. Das freie Lernen und Beschaffen von Informationen tritt hinter stereotypem Gepauke zurück und schafft eine neue Art „asiatischer" Lernroboter.
Viele professionelle Coaching-Techniken wie z.B. NLP, Wingwave®, EMDR, nonverbale Kommunikation (Pacing, Leading, Rapport), TMS®, hypnotische Sprachmuster (Milton Modell), Selbst- und Zeitmanagement, sowie
Präsentationstechniken gehören anscheinend nicht in den pädagogischen Alltag, wobei man jedoch gerade hiermit frühzeitig beginnen sollte – wenigstens aber die Lehrer in die Lage versetzen müsste, das geforderte Lernpensum auch gewinnbringend abzuliefern. Wie schade, da sollen Pädagogen unseren Nachwuchs ins Berufsleben führen und haben selbst oft keinerlei Führungskompetenz. Wie schade, wenn man jeden Tag ein Auditorium hat und von modernen Präsentationstechniken noch nichts gehört hat.
Kontakt:EFO-Institut Frankfurt
- Sandra Willis -
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