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Professionelle Zahnreinigung (PZR): Der große Etikettenschwindel

Autor: PKnet | Erstellt am: 08.09.2010 | Gelesen: 1134
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Ist eine PZR notwendig, empfehlenswert und ohne Nebenwirkungen?

Zahnarztlügen Cover
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Die Autoren des Ratgebers Zahnarztlügen stellen die wichtigste zahnmedizinische Maßnahme zur Vorsorge auf den Prüfstand: Schützt eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) vor Zahnerkrankungen? Dem Autor und Arzt Dr. Lars Hendrickson zufolge sei eine PZR nur eine rein kosmetische Behandlung und damit der größte Etikettenschwindel der modernen Zahnmedizin.

„Eine professionelle Zahnreinigung schützt Patienten nicht vor Karies. Nur 24 Stunden nach der vermeintlichen Vorsorgemaßnahme bilden sich wieder bakterielle Beläge auf den Zahnoberflächen, die zu Karies führen", erklärt Hendrickson. Damit habe eine PZR keinen langfristigen Nutzen für die Zahngesundheit. Im Gegenteil: „Patienten wiegen sich in Sicherheit und glauben etwas für ihre Zahngesundheit getan zu haben", erklärt die Journalistin Dorothea Brandt. Wirksame und langfristige Mittel zur Vorsorge blieben so auf der Strecke.

„Das ist eine bewusste Täuschung der Patienten und eine Heuchelei der Zahnärzteschaft", kritisiert Hendrickson weiter. Zahnärzte könnten die Zahngesundheit der Patienten langfristig und auf Dauer positiv beeinflussen, wenn sie beispielsweise den Zuckeraustauschstoff Xylit zur Vorsorge empfehlen würden. Stattdessen führt der in Deutschland noch immer ein Schattendasein, obwohl seit Jahrzehnten bekannt ist, dass Xylit statt Zucker das Kariesrisiko auf null senkt und Karies sogar heilen kann.

Auch die restlichen Maßnahmen bei einer PZR sind kein Mehrwert für die Gesundheit, da jeder Patient seine Zähne zuhause selbst fluoridieren kann sowie selbst mit der antibakteriellen Mundspülung 98 Prozent der schädlichen Bakterien in der Mundhöhle abtöten kann. Eine vielfach angebotene Zungenreinigung beseitigt nur die für den Mundgeruch verantwortlichen Schwefelbakterien, eine Wirksamkeit dieser Methode in Hinblick auf die Zahngesundheit ist nicht wissenschaftlich belegt.

„Durch die hohe abrasive Wirkung der Polierpasten wird der Zahnschmelz irreparabel abgetragen, die Zähne werden schmerzempfindlich und der Zahn dauerhaft geschädigt", kritisiert Hendrickson. Auch der kosmetische Nutzen ist nicht von Dauer: „Durch den immer dünner werdenden Zahnschmelz, schimmert das dunklere Dentin durch. Die Zähne werden gelber".

Thomas Pfeiffer für PKpublishing
 
 
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