Jeder Hundebesitzer wird irgendwann einmal in die Situation gekommen sein, in der er nicht genau weiß, wie er sich optimal verhalten kann, wenn sein Hund etwas tut was er nicht soll. Die schlechteste Variante ist immer körperliche Gewalt, die zweitschlechteste ist gar nichts zu tun. Wer darüber nachdenkt sich einen Hund zu kaufen, solte sich schon frühzeitig Gedanken über die etwaige Erziehung machen, denn ein gesittetes und vernünftiges Zusammenleben ist in unserer heutigen Gesellschaft fast nur mit erzogenen Hunden möglich.
Ein professioneller wenn auch nicht ganz günstiger Weg ist die Buchung eines Hundetrainers. Wer etwas mehr Gesellschaft möchte und auch mal andere Hundebesitzer kennenlernen möchte, ist in einer Hundeschule gut aufgehoben. Allerdings ist es mit dem Hingehen nicht getan. Es wird aktive Mitarbeit des Halters gefordert, damit ein gemeinsamer und vor allem individueller Lernprozess von Anfang an gefördert werden kann. Ein wichtiges Merkmal einer guten Hundeschule ist eine spaßige und freudige Atmosphäre. Die Lernansätze zielen auf verhaltenstheoretische Ansätze ohne die Anwendung von Gewalt und Drill.
Professionelle Hundetrainer beziehen die individuellen Stärken und Schwächen der
Hunde und auch der Besitzer strikt in das Training mit ein. Dieser Faktor ist bei der Hundeerziehung sehr wichtig, denn jeder Hund und auch jede Rasse hat ganz unterschiedliche Wesenszüge, die es zu beachten gibt. Nach mehreren Wochen gemeinsamer Zusammenarbeit werden sich Hund und Halter weitaus besser kennen als jemals zuvor. Macht man es richtig, wächst ein inniges Band zwischen beiden, was zukünftiges Lernen viel leichter macht. Ziel des Trainings ist immer die positive Konditionierung von gewünschten Verhaltensweisen und das Umgehen von unerwünschten Reaktionen. Oftmals sind es die Halter selbst, die das Problem für mangelnde Hundeerziehung sind. Durch falsche Reaktionen in bestimmten Situationen wird alles andere bewirkt, jedoch nicht Fortschritt.
Autor: Markus Bogusch