PRK und LASEK Augenlaserverfahren
Fast jeder zweite Mitbürger in der deutschen Bundesrepublik leidet unter einer Fehlsichtigkeit wie zum Beispiel Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Deshalb ist jeder zweite in Deutschland auf eine Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. Für jemanden, der aus ästhetischen Gründen keine Brille tragen möchte und gleichzeitig auch Kontaktlinsen nicht sonderlich positiv gegenüber steht, sind die modernen Augenlaserverfahren eine interessante und berechtigte Alternative.
Die ersten Augenlaserverfahren wurden bereits vor zwanzig Jahren durchgeführt. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde zum ersten Mal die Hornhaut eines Auges eines lebenden Menschen mit dem Augenlaser verändert. Bei dem ersten Augenlaserverfahren handelte es sich um die sogenannte Photorefraktive Keratektomie. In der abgekürzten Form wird auch häufig das Wort PRK benutzt. Bei der PRK werden die obersten Schichten der Hornhaut mechanisch durch einen Minihobel entfernt. Die oberste Schicht der Hornhaut wird auch als Epithel bezeichnet. Die nach Entfernung des Epithels sichtbaren Schichten der zentralen Hornhaut werden dann mit dem sogenannten Excimer-Laser abgetragen, um auf diese Weise die Brechkraft der Hornaut künstlich zu beeinflussen. Die PRK Operation erfolgt unter lokaler Tropfanästhesie und ist weitestgehend schmerzlos. Nach dem refraktiv-chirurgischen Eingriff der PRK Operation sieht der Patient für einige Zeit verschwommen – so wie durch ein Milchglas. Die komplette Wiederherstellung des hundertprozentigen Sehvermögens dauert länger als bei der modernen Lasik-Operation und kann unter Umständen sogar einige Wochen dauern. Das liegt unter anderem darin begründet, dass sich die vor dem Laservorgang mechanisch entfernte Epithelschicht wieder vollständig zurückbilden muss beziehungsweise neu nachwachsen muss. Auch ist der Wundschmerz nach der PRK Operation grösser als bei der Lasik. Gerade in den ersten Tagen ist mit größeren Schmerzen zu rechnen als bei der Lasik Operation. Generell ist jedoch die PRK ein sehr sicheres Verfahren, da bei der PRK kein Einschnitt in die Hornhaut erfolgt, weder mit einem Mikrokeratom noch mit einem Femtosekundenlaser. Bei der PRK wird lediglich an der Oberfläche der Hornhaut operiert.
Die Weiterentwicklung der PRK Methode ist die sogenannte LASEK Augenlaseroperation. LASEK steht Laser assisted subepitheliale keratomileusis und ist ebenfalls ein Verfahren, bei der nur an der Oberfläche der Hornhaut operiert wird. Zunächst wird eine 20 prozentige Alkohollösung auf die Hornhautoberfläche aufgetragen, so dass das Hornhautepithel aufweicht. Dann wird die aufgeweichte Schicht mit einem Minispachtel beiseite geschoben. Die darunterliegenden Schichten der zentralen Hornhaut werden dann wieder, genau wie bei der PRK, mit dem Excimer-Laser abgetragen. Nach der Operation werden zum Schutz des operierten Auges und der Hornhaut protektive Kontaktlinsen auf das Auge aufgesetzt. Diese Kontaktlinsen werden dann nach circa fünf Tagen durch den Augenarzt wieder entfernt. Die Nachteile der beiden Verfahren, PRK und Lasek, gegenüber der modernen Lasik beziehungsweise Femto-Lasik sind der höhere Wundschmerz nach der Operation und die länger dauernde Wiederherstellung des kompletten Sehvermögens.
Mathias Weber