(Online-Artikel.de) - Hilfe wenn man in die Privatinsolvenz geschlittert ist
Es gibt alle möglichen Gründe, wie man als Privatperson in die Schuldenfalle tappen kann. Viele Verbraucher können verlockenden Ratenkäufen einfach nicht widerstehen. So werden beispielsweise Flachbildschirme, Computer oder auch Autos auf Pump gekauft. Der eine Kauf reiht sich schnell an den anderen, und die Küche könnte auch neu gestaltet werden, und irgendwann wird einem klar, dass man es nicht mehr schafft, die Raten fristgerecht zu begleichen. Wenn dann noch Arbeitslosigkeit oder ein Krankheitsfall innerhalb der Familie eintritt, ist das finanzielle Chaos vorprogrammiert. Am Ende des Dramas steht immer häufiger die Privatinsolvenz, auch Verbraucherinsolvenzverfahren genannt.
Die Privatinsolvenz bezeichnet ein vereinfachtes Insolvenzverfahren, wodurch die Zahlungsunfähigkeit einer natürlichen Person abgewickelt werden kann. Dadurch soll erreicht werden, dass die Gläubiger alle gleichermaßen zufrieden gestellt werden und der Schuldner es schafft, sich nach und nach von der Schuldenlast zu befreien. Im Jahre 2006 gab es in Deutschland 94.389 eröffnete Verfahren, 3 Jahre später bereits 130.698. Hier wird klar ersichtlich, dass die Zahl all derer, die von der Privatinsolvenz betroffen sind, am Steigen ist. Die Konkursordnung wurde 1999 durch das Insolvenzrecht abgelöst.
Voraussetzungen für die Privatinsolvenz sind, dass man keiner selbstständigen wirtschaftlichen Tätigkeit nachgeht bzw. nachgegangen ist. Doch auch ehemalige Selbstständige, welche weniger als 20 Gläubiger haben und keine Verbindlichkeiten aus Berufsbeschäftigungsverhältnissen mit Arbeitnehmern vorzuweisen haben, kommen für eine Privatinsolvenz in Frage.
Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass man eine Privatinsolvenz nicht auf eigene Faust bewältigen kann. Jeder, der Schulden hat, und diese so schnell wie möglich loswerden möchte, sollte sich möglichst rasch mit einer Schuldnerberatungsstelle in Kontakt setzen. Nur mit professioneller Hilfe kann man das Bestmöglichste aus der schwierigen Situation herausholen. Vielen Menschen fällt es wahnsinnig schwer, es sich einzugestehen, dass sie es nicht mehr schaffen, alleine aus einer prekären Lage herauszufinden. Doch erst, wenn man es sich eingesteht, dass man Hilfe benötigt, kann man das Übel aus dem Weg schaffen.