Jetzt liegt es an den Ländern, den Glücksspielvertrag neu zu gestalten, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden. Das Monopol wird aufgelöst, voraussichtlich wird eine bestimmte Anzahl an Lizenzen für das kommende Jahr vergeben.Momentan kann noch keiner so recht sagen, wie die Situation für die privaten Wettanbieter in Zukunft auf dem deutschen Markt aussehen wird. Feststeht, dass sich etwas ändern wird, doch wie es am Ende aussehen wird, das bleibt abzuwarten. Momentan sieht es in Deutschland so aus, dass ein Wettmonopol herrscht, was im Glücksspielvertrag der Länder geregelt ist. Dieses Monopol darf allerdings nur dann bestehen, wenn sich daraus eine gute Prävention gegen Spielsucht ergibt. Diese ist aber nicht gegeben, sodass das Monopol aufgelöst werden muss, wie von der EU entschieden wurde. Nun ist es Sache der Länder einen vernünftigen Vorschlag auf den Tisch zu legen, der sowohl der Sache, als auch den Ländern, als auch den Wettanbietern gerecht wird.
Ganz ohne eigenen Vorteil setzen die Länder dabei die Sache nicht um, denn wenn private
Wettanbieter auf dem Markt sind, dann winken höhere Steuereinnahmen, die in der Summe nicht gerade gering ausfallen werden. Auf diese Weise bekommt der Staat ein gutes Stück vom Kuchen ab, jedoch scheinen die Ländern momentan sehr gierig, da die Abgaben sehr hoch angesetzt worden sind. Diese Regelung muss jetzt ein weiteres Mal bearbeitet werden, es ist daher fraglich, ob zum Anfang des nächsten Jahres – wenn die neue Regelung stehen soll, bereits neue Wettanbieter auf dem Markt zu finden sein werden. Denn sobald die neue Regelung der Länder steht, müssen erst noch die Lizenzen vergeben werden.
(c) Charalabos Tsilimekis, September 2011