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Private Vorsorge in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise

Autor: heaven11 | Erstellt am: 19.02.2009 | Gelesen: 2661
Kategorie: Dienstleistungen & Consulting | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Gedanken zu einem akuten Problem der privaten Altersvorsorge und Geldanlage

Geld verbrannt - Gold kaufen
Geld verbrannt - Gold kaufen

Schlimmste Krise seit 60 Jahren

Wer hat in den letzten zwölf Monaten nicht fast täglich davon gehört, dass wir uns weltweit in der schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit vielen Jahrzehnten befinden?

Mehrmals wöchentlich laufen im Fernsehen Talk Shows zu diesem Thema.

Erst die geplatzte Immoblienblase in den USA, daraus folgend die Finanzkrise und in deren Gefolge die Wirtschaftskrise, die noch längst nicht ihren Höhepunkt überschritten hat. Und immer wieder tauchen dort die Experten von gestern auf, die sich jetzt wieder zu Wort melden und überrascht tun, weil es ja schon lange klar ist, dass die Blase an den Finanzmärkten platzen musste. In dem Punkte haben sie sogar Recht. Man konnte es spätestens seit 2006 wissen.

Geld verbrannt - Gold kaufenPrivate (Alters-)Vorsorge tut Not

Und allen voran auf allen Kanälen der gute alte Norbert Blüm, unbedarft wie eh und je. Man erinnere sich, wie vehement er seinerzeit die These vertrat, „die Rente ist sicher". Stimmt! Zunächst einmal seine eigene. Und die gesetzliche Rente der Anspruchsberechtigten ist dem Grund nach auch sicher. Nur keiner sagt uns jemals, in welcher Höhe. Wer will – und vor allem kann – schon in 20 oder 30 Jahren von knapp 1.500 Euro im Monat leben? Vorausgesetzt, es gibt den Euro dann überhaupt noch. Denn das ist keineswegs sicher.

Wie dem auch sei. Wer nicht rechtzeitig selber privat vorsorgt, d.h. gleich nach der Lehre oder Ausbildung damit anfängt, der wird zunehmend Schwierigkeiten bekommen, die so genannte Versorgungslücke aufzufüllen. Im Durchschnitt kostet ein Zögern von nur 5 Jahren bei der Privatvorsorge 15.000 Euro extra Eigenaufwand. Wer also statt mit 25 Jahren erst mit 30 Jahren anfängt, selber für sein Alter vorzusorgen, der wird am Ende 15.000 Euro mehr bezahlen müssen, um das gleiche Ziel zu erreichen, wie mit 25 Jahren.

Na wunderbar – fange ich dann also gleich 'mal an, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. Zeit ist Geld – nie war es zutreffender als in diesem Zusammenhang.

Eine Lebensversicherung muß her

Und schon stehe ich vor dem Problem: Wie soll ich denn überhaupt vorsorgen?

Vorsorgen heißt ja in diesem Fall, ich muß möglichst viel Vermögen bilden, solange ich es noch kann, um dann, wenn ich es nicht mehr oder nicht mehr richtig kann, davon leben zu können.

Nun ja, die Alten haben es vorgemacht: Eine Lebensversicherung muß her; oder noch besser, eine private Rentenversicherung.

Doch gleich kommen mir auch Zweifel. Warum denn eine Versicherung? Eine Versicherung brauche ich doch eigentlich, um eventuelle Schäden finanziell abzusichern. Also z. B. eine KfZ Versicherung, Haftpflicht, oder auch Krankenversicherung. Aber um Vermögen zu bilden?

Außerdem: Die Krise der Lebensversicherungsgesellschaften steht uns ja erst noch bevor. Nachdem die Banken nun reihenweise vor dem Kollaps stehen, wird es den Versicherungsgesellschaften kaum besser gehen – sie konnten es bisher nur geschickt hinauszögern. Man stelle sich einmal vor: Ich gebe monatlich 100 Euro an eine Lebensversicherungsgesellschaft, und ausgerechnet diese Gesellschaft meldet demnächst Insolvenz an. Ja, ich weiß es: es gibt ja noch den „Protektor". Ein Sicherungsfonds, der genau für diesen Fall geschaffen wurde. Sollte einmal eine Lebensversicherung zahlungsunfähig sein, übernimmt der Protektor die Anteile und die Kunden und führt dann die Verträge ordnungsgemäß weiter. Das hatten wir vor einiger Zeit schon einmal. Die Mannheimer Leben, eine damals schon kleine Lebensversicherungsgesellschaft ging Pleite. In aller Hektik wurde der Protektor aus dem Boden gestampft. Übrigens eine freiwillige Angelegenheit für die Lebensversicherer. Die Mannheimer Leben hatte ca. 0,6% Marktanteil. Der Protektor war dann mit dem Fall Mannheimer Leben zu 40% aufgebraucht. Ich wage es kaum weiter zu denken. Man stelle sich vor, eine Lebensversicherungsgesellschaft mit nur 5% Marktanteil ginge im Laufe dieser Krise pleite. Der Protektor wäre das Papier nicht mehr wert, auf dem er einmal geschaffen wurde.

Lieber verkaufen, statt kündigen

Viel besser für eine sichere Anlage ist es, das Risiko eines Ausfalls auf mehrere oder viele Schultern zu verteilen; sich also nicht auf die eine Lebensversicherungsgesellschaft zu verlassen, sondern auf mehrere.

Eine Lebensversicherung taugt aber grundsätzlich nicht nur nicht für die Altersvorsorge, sondern ist - gerade in diesen Zeiten – eine höchst riskante Anlageform. Fast möchte ich sagen: Geldvernichtungsmöglichkeit. Also am besten wäre es, gleich einmal in der Familie herum zu hören, wer denn alles eine solche Police gezeichnet hat. Und dann am besten schnell auflösen, bevor es zu spät ist.

Und genau hier gibt es nun Alternativen zur herkömmlichen Kündigung mit den hohen Verlusten für die Kunden. Warum nicht einfach die Lebensversicherung verkaufen, anstatt zu kündigen? Geht über das Internet. Auf der Seite: http://lv.heaven11.net erhält man einige Informationen und man kann den Ankauf seiner Police anfragen.

Noch viel interessanter wäre es doch, wenn man seinen Lebensversicherungsvertrag nicht nur irgendwie verkaufen könnte, sondern den schon vorhandenen Rückkaufswert auch gleich noch verdoppeln lassen könnte. Also, wenn meine Lebensversicherung schon 6.000 Euro Guthaben hat, bekomme ich 12.000 Euro als Kaufpreis. Auch das geht! Ebenfalls im Internet kann man dazu ein Angebot erhalten: Das_Doppelte – hier einfach die Daten der Police in das Formular eintragen und nach ein paar Tagen erhält man ein Angebot.

Ich bin ganz begeistert. Nach Jahren der Verluste soll nun durch ein solches Angebot das Geld wenigstens teilweise wieder zurückkommen? Da muß ich doch gleich erst mal alle Familienmitglieder aktivieren, damit die ihre Lebensversicherungen so schnell wie möglich verkaufen.

Staatsanleihen, wie Bundesschatzbriefe sind sicher

Und die ganze Sache hat ja noch einen Vorteil: Ich spare dadurch auch noch die Monatsbeiträge für die Lebensversicherung ein und kann das Geld jetzt wirklich für die Altersvorsorge anlegen.

Ach ja, das war mein eigentliches Problem. Wie, wo, wie lange und wie sicher?
Als guter Deutscher vertraue ich ja auf den Staat. Angeblich sind ja wir alle „der Staat". Also vertraue ich mir und uns allen. Also mir vertraue ich – meistens. Ich könnte ja zur Bank gehen und dort einen Sparplan einrichten, in dem ich dann mein Geld in Bundesschatzbriefe anlege.

O je, gleich mehrere Probleme in einem Satz: Bundesschatzbriefe, Bank, Geld.

„Bundesschatzbriefe" hört sich doch gut an. Die kommen ja vom Staat und sind deshalb sicher. Hm, stimmt das? Staatsanleihen gab es auch schon im deutschen Kaiserreich; und nach dem Kaiser waren sie wertlos. Die Deutschen die ihr Geld in Reichsanleihen des Kaiserreichs angelegt hatten, verloren ihr Geld. Und auch in den Jahren von 1923 bis 1926 gab es Staatsanleihen – von der Weimarer Republik. Wieder kauften viele Deutsche die Anleihen, allen voran die Lebensversicherungsgesellschaften mit dem Geld ihrer Anleger. Dann kam die Inflation. Ein Brot war nicht unter 500 Milliarden Mark zu haben. Was nutzte einem da eine Lebensversicherung oder Staatsanleihen im Werte von 50.000 Mark, die mühsam zusammengespart wurden. Wieder haben viele Deutsche, die ihrem Staat vertrauten, ihr Geld verloren. Aber mit Hitler sollte dann ja alles anders werden. Wieder gab es Lebensversicherungen, Staatsanleihen, wieder kauften die Deutschen Anteile. 1948 war mit der Währungsreform nach dem Zusammenbruch Deutschlands der Traum ausgeträumt. Das alte Geld wertlos, die Sparer, die auf den Staat vertraut hatten, hatten wieder alles verloren.

Doch unerschütterlich kaufen wir Deutsche seit Jahrzehnten wieder Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen und legen unser Geld in Lebensversicherungen an, die mit dem Geld wiederum Bundesanleihen und Bundesschatzbriefe kaufen.

Und jetzt kommen gleich mehrere Probleme auf uns, den Staat, zu. Wenn die Lebensversicherungen insolvent werden, also in Zahlungsschwierigkeiten kommen, dann müssen sie diese Staatsanleihen verkaufen. Wir, der Staat, wollen aber nicht, daß die Versicherungsgesellschaften pleite gehen. Also schaffen wir einen Rettungsplan, wie bei den Banken; die sollen ja auch nicht pleite gehen. Für den Rettungsplan brauchen wir Geld, viel Geld. Das haben wir aber nicht. Also müssen wir weitere Schulden machen. Wie macht der Staat Schulden? Der Staat gibt Staatsanleihen aus, also Bundesanleihen und Bundesschatzbriefe usw. Die verkauft er dann, zu 70% an Lebensversicherungen, der Rest geht direkt an einige Fonds und an uns Privatanleger, also an den Staat selbst. Die Lebensversicherungen kaufen wieder wir Privatanleger, also auch der Staat selbst. Denn wir sind ja der Staat. Aber nun kaufen die Lebensversicherungen keine Staatsanleihen mehr, sondern verkaufen sie aus Geldnot. Der Staat bekommt keine Kredite mehr, die Lebensversicherungen und Banken können nicht mehr unterstützt werden. Nachdem also hunderte Milliarden Euro – unser Geld – verbrannt wurden, wird letzten Endes doch die Insolvenz so mancher Institute unvermeidlich sein. Und wir Anleger verlieren gleich zweimal. Einmal direkt, wenn wir auf unser Erspartes verzichten müssen und ein andermal durch die hinausgeworfenen Steuermilliarden. Und noch ein drittes Mal durch die aufkommende hohe Inflation. Schon heute, damit meine ich, vor all diesen Rettungsplänen für Bankmanager und Autobauer und vor all diesen Konjunkturpaketen, ist der Staat so hoch verschuldet, daß an eine Rückzahlung der Schulden nicht zu denken sein wird. Im Gegenteil. Um die Schuldzinsen überhaupt bezahlen zu können, müssen laufend neue Schulden aufgenommen werden. Der Staat ist nicht nur verschuldet, sondern de facto überschuldet. Jeder private Gewerbetrieb, vom Einmann Handwerker bis zum globalen Konzern, wäre in dieser Situation per Gesetz zur Konkursanmeldung verpflichtet. Von den Banken bekäme er längst keine Kredite mehr.

Jetzt frage ich mich: Würde ich einer überschuldeten Person, einem Pleiteunternehmen, noch Geld leihen?
Meine Antwort ist klar. Warum denn in Herrgottsnamen, sollte ich dem Staat noch Geld leihen und dessen Bundesschatzbriefe kaufen?

Weil ein Staat nicht pleite geht? Weit gefehlt. Staaten sind immer schon pleite gegangen. Zuletzt war Island dran – und das liegt so zu sagen direkt vor unserer Haustür und nicht etwa irgendwo in Asien oder Südamerika. Weitere Staaten werden folgen. Im übrigen ist die inoffizielle Insolvenz eines Staates an der stark steigenden Inflation zu sehen, denn nur so kann noch der finanzielle Kollaps abgewendet werden; bestes aktuelles Beispiel ist Zimbabwe.
 
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