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Private Krankenversicherung - Die richtige Berechnung für das Krankengeld

Autor: compare24 | Erstellt am: 26.05.2008 | Gelesen: 39943
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Das Krankengeld bzw. der Verdienstausfall ist bei der Privaten Krankenversicherung wesentlich abhängig vom Status.

BetriebsunterbrechungsversicherungBei der Privaten Krankenversicherung funktioniert die Berechnung des Tagegeldes nach Status. Das Krankengeld bzw. der Verdienstausfall, wird für Angestellte anders berechnet als für Selbständige. Freiberufler wie auch Beamte haben einen besonderen Status. Bei den Beamten ist es sehr einfach, denn der Dienstherr zahlt im Krankheitsfall die Bezüge ungekürzt weiter. Nur die Beihilfekürzungen im Krankenhaus sollten durch ein Krankenhaustagegeld berücksichtigt werden und zwar nach der zuständigen Beihilfereglung vom Bund oder den Ländern.

Bei den Freiberuflern kann das Tagegeld je nach Produktgeber auf der Basis vom Umsatz berechnet werden, hier sollte man aber genauer nachfragen, weil nicht jede Private Krankenversicherung 100% vom Umsatz versichert. Die Berechnung des Tagegeldes ist dann: Umsatz / 365 Tage = maximales Tagegeld pro Tag. Ein PKV Vergleich zeigt hier am schnellsten die Unterschiede. Selbständige mit Gewerbeanmeldung müssen ganz besonders auf diesen Aspekt der Berechnungsgrundlage achten, denn die Standard-Formel für Gewerbetreibende lautet: (Gewinn – Steuer) * 0,75 / 365 = max. Tagegeld pro Tag. Wer hier genauer hin schaut, erkennt dass nur 75% vom Netto versicherbar sind. Das ist insofern gefährlich, wenn kein Gewinn erwirtschaftet wurde. Die Konsequenz für den Verdienstausfall im Krankheitsfall ist dann 0,- Euro Leistung.

pkv-private-krankenversicherungBesser als ein Krankentagegeld für Selbständige, ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Der Unterschied ist eklatant, denn satt dem Gewinn wird hier der Deckungsbeitrag als Berechnungsbasis herangezogen. Die Formel für eine Betriebsunterbrechung lautet: (Fixkosten + Gewinn) / 365 Tage = max. Tagegeld pro Tag. Wie man leicht erkennt, entsteht auch eine Leistungspflicht, wenn der Gewinn 0,- Euro beträgt, auch wird die Steuer nicht in Abzug gebracht. Bei den Angestellten wird die Lohnfortzahlung, wenn nicht gesondert vereinbart, für 42 Tage, das entspricht 6 Wochen, von dem Arbeitgeber gewährleistet, danach übernimmt die Krankenkasse bzw. die Krankentagegeldversicherung der PKV die Lohnfortzahlung. Die Formel für eine Private Krankenversicherung ist folgende: (Netto + Rentenversicherungspauschale + Beitrag für PKV und Pflegeversicherung) / 30 Tage = max. Tagegeld pro Tag.

GKVBei der GKV, der gesetzlichen Krankenkasse, wird der Verdienstausfall nach 6 Wochen mit 90% vom Netto bzw. mit 70% vom Brutto, der kleinere Wert von beiden ist der Zahlbeitrag, für nur maximal 78 Wochen geleistet. Aber Vorsicht! Der Verdienstausfall orientiert sich an der gültigen Beitragsbemessungsgrenze. Personen die oberhalb der BBG verdienen, erhalten in der GKV damit einen geringern Verdienstausfall als der tatsächliche Nettoverdienst beträgt. Eine Zusatzversicherung ist hier eine unverzichtbare Ergänzung. Die Dauer der Lohnfortzahlung durch die GKV oder durch die PKV ist nicht unendlich, denn Schluss ist nach 78 Wochen bei der GKV oder spätestens nach ca. 6 bis 12 Monaten bei der PKV oder nach 2 Jahren bei der Betriebsunterbrechungsversicherung. Beide Versicherungssysteme (GKV und PKV) streben die Aussteuerung an, denn wenn ein Mensch seine Arbeitskraft für länger als 6 Monate verliert, liegt die Vermutung nahe das Berufsunfähigkeit vorliegt und sich damit der Leistungsträger ändert.

Holger Ditzel
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Holger Ditzel am 18.04.2014
@Ihnen ist aber schon bewusst, dass eine Betriebsunterbrechungsversicherung nicht bei Krankheit oder Unfall leistet.
Sorry, hier fehlt Ihnen eine Information. Wer heute als Selbständiger oder Freiberufler unfreiwillig ausfällt und in dieser Zeit keine Erlöse mehr erzielen kann, hat neben dem persönlichen Verdienstausfall auch mit den Kosten des weiterlaufenden Geschäftsbetriebs zu kämpfen, denn die Kosten für Gehalt der Mitarbeiter, für Miete, für Steuern und Abgaben - (um nur ein paar Beispiel zu nennen) -, laufen trotzdem weiter.

Hier setzt die „EKS Einkommenssicherung“ an und übernimmt im Schadenfall die Differenz zum Deckungsbeitrag des nicht erwirtschafteten Gewinns. EKS ist damit eine sinnvolle Ergänzung zu den üblichen Krankentagegeldversicherungen für Selbstständige oder Freiberufler.

Der Anspruch auf die Leistungen der „EKS Einkommenssicherung“ besteht dabei im Krankheitsfall bis zu 24 Monate und deckt nicht nur die üblichen Krankheitsfälle ab, sondern bietet auch finanziellen Schutz bei Sachschäden, beispielsweise in Folge von Brand, Explosion, Austritt von Leitungswasser, Sturm, Hagel, Schneedruck oder Einbruchdiebstahl inklusive Vandalismus. Hinzu kommt der Schutz vor Einkommensausfällen beim Tod des Ehepartners, der Eltern oder Kinder, bei Flugverspätungen oder Flugausfall sowie bei Unruhen im Ausland.

Die Karenzfrist kann der Kunde dabei selbst bestimmen. Sie ist zwischen 14 und 100 Tage schrittweise wählbar. Bei Krankenhausaufenthalten ab 48 Stunden oder bei einem Unfall verkürzt sich die Karenzfrist automatisch um 7 Tage.

Zudem verzichtet die Generali Versicherung als Versicherer und Partner der „EKS Einkommenssicherung“ – innerhalb der vereinbarten Vertragslaufzeit – auf eine Kündigung nach erledigtem Schadensfall. Ist beispielsweise eine Vertragsdauer von zehn Jahren vereinbart, so verpflichtet sich die Generali zur Einhaltung des Vertrages - auch bei einer Häufung von Schäden innerhalb der Versicherungslaufzeit. Dabei besteht für den Kunden selbst bei vereinbarter zehnjähriger Vertragsdauer die Möglichkeit der jährlichen Kündigung. Der Kunde muss für diesen Fall lediglich den Vorteil der günstigeren Prämie im Vergleich zum jährlichen Vertragsabschluss erstatten.

Beim nächsten Mal rufen Sie mich einfach an oder schreiben mir eine Mail okay?

Viele Grüße
Holger Ditzel

Gepostet von Michael Geske am 20.09.2012
Ihnen ist aber schon bewusst, dass eine Betriebsunterbrechungsversicherung nicht bei Krankheit oder Unfall leistet, sondern in den Bereich der Sachversicherung fällt und für nicht personifizierte auf den Betrieb einwirkendene Unterbrechungen (z. B. Brand) leistet? Das Tagegeld durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung zu ersetzen ist somit kompletter Unsinn und macht lediglich bei Ärzten teilweise Sinn - da es hier tatsächlich eine Praxisunterbrechungsversicherung gibt, die auch den Personenausfall aufgrund von Krankheit mit abdeckt. Dennoch ist Ihre Aussage richtig, kein Gewinn, kein Tagegeld.

Gepostet von Georg Maier am 10.03.2011
Ich würde jedem generell empfehlen in die PKV zu wechseln, da man dort bessere Leistungen geniessen kan. Man kann seine eigenen Leistungsbausteine wählen und die vereinbarten Leistungen können im Nachhinein vom Versicherer nicht mehr gekürzt werden. Ausserdem ist die Beitragshöhe unabhängig vom Einkommen. Daher empfehle ich jedem folgendes Vorgehen: mache einen kostenlosen Onlinevergleich. So bekommst du einen ersten guten Überblick. Dann fordere einen persönlichen Vergleich an. Hat bei mir super geklappt.







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