500€ pro Monat... oder wie viel können Sie sparen?
Die private Krankenkasse wirbt damit, mehr Leistung zu bieten bei geringeren Beiträgen. Viele Versicherte genießen die Vorteile und sind tatsächlich sehr zufrieden. Wie kommt dieses Phänomen jedoch zustande?
Zunächst einmal kann nicht jeder, der gerne möchte, problemlos in die private KK wechseln. Es gibt juristische Hindernisse, die einen Wechsel für die Mehrheit der Menschen in Deutschland verhindert. Arbeiter und Angestellt, deren Bruttogehalt unter 49.500€ liegt, haben keine Wahl, Arbeitslose sind ebenfalls üblicherweise über die gesetzliche KK versichert.
Eine klare Regelung hat der Gesetzgeber getroffen bezüglich selbständiger und freiberuflich tätiger Bundesbürger. Sie dürfen sich unabhängig von ihrem Einkommen problemlos privat versichern (müssen es sogar). Die angestellte Bevölkerung mit einem Verdienst von weniger als 49.500€ pro Jahr muss hingegen in der gesetzlichen Krankenkasse verweilen und zumindest den gesetzlich festgelegten Mindesprozentsatz zahlen.
Wer mehr verdient, hat die Möglichkeit zur privaten Krankenversicherung zu wechseln. Dieser Schritt wird jedoch nicht von allen gegangen. Woran liegt das? Zunächst einmal bedeutet der Wechsel neues Terrain zu betreten, dass vielleicht noch unbekannt ist. Jemand, der jahrelang in seine gesetzliche Krankenkasse eingezahlt hat, kennt sie und ist auch vielleicht nicht ganz unzufrieden mit ihr. Der Hauptpunkt der Ersparnis zeigt sich schließlich erst stärker, wenn das Einkommen auch höher ist. Während in der privaten Krankenversicherung ein Beitrag gezahlt wird, der in etwa auf Basis des persönlichen Risikos berechnet wird, geht es bei der gesetzlichen um das Risiko der Allgemeinheit der Beitragszahler.
Ein einfaches Rechenbeispiel: ein Angestellter verdient 52.800€ im Jahr. Bei einem Beitragssatz von 15,5% für seine gesetzliche Krankenkasse zahlt er 8.184€ im Jahr. Das sind 682€ im Monat. Eine private Versicherung für 182€ im Monat zu finden, sogar als Komfort-Tarif, sollte in vielen Fällen kein Problem sein. Tatsächlich sind für eine Basis-Absicherung Tarife möglich, die noch deutlicher geringer ausfallen. Somit ließen sich jeden Monat 500€ Sparen. Das sind 6000€ im Jahr! In 10 Jahren wahrscheinlich sogar deutlich mehr als 60.000€, da die Differenz mit zunehmendem Einkommen weiter wächst.
Besonders im aktuellen Monat Februar fällt die Beitragsersparnis auf. Nimmt man zwanzig Arbeitstage an, so arbeitet man an jedem der zwanzig Tage für 25€ nur für die Differenz zur privaten Krankenversicherung (die einem auch noch mehr Leistung böte). Vielen Arbeitnehmern ist diese Differenz schlichtweg nicht bewusst und sie zahlen weiterhin treu ihren Beitrag, wie sie es gewohnt sind.
Der Hauptnachteil der privaten Krankenversicherung liegt jedoch darin, dass grundsätzlich jede Person einzeln versichert wird, während in der gesetzlichen Krankenkasse Familienmitglieder mitversichert werden können. Eine Ersparnis ist in der Regel immernoch vorhanden, fällt allerdings geringer aus. Nur wer sehr viele Kinder hat, zahlt möglicherweise jedoch sogar mehr als mit der gesetzlichen. Es kommt auf den Einzelfall an. Der zahlt schon ab drei Kindern mehr in der privaten Krankenversicherung, für den anderen kann mit sechs Kindern immernoch günstiger sein. Es hängt unter anderem auch vom Einkommen des Lebenspartners ab.
Um sich ein genaues Bild seines individuellen Falles zu machen, bietet es sich an, einen Preisvergleich verschiedener privater Anbieter einzuholen. Dies kann online geschehen, ohne dass Kosten auftreten. Unsere Empfehlung fällt auf die Seite www.private-kk.de. Viele Bürger können durch einen Wechsel in die private Krankenkasse eine Menge sparen.
Felix Nolte