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Private Equity-Zweitmarktfonds profitieren von einmaligem Umfeld

Autor: aad | Erstellt am: 27.04.2010 | Gelesen: 715
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Private Equity Zweitmarktfonds nutzen die Gunst der Stunde

Private Equity Zweitmarktfonds liegen im Bereich der geschlossenen Fonds aktuell im Trend. Dabei werden „gebrauchte" Private Equity-Fondsanteile gekauft, so genannte Secondaries. Die gebrauchten Beteiligungen werden mit teilweise hohen Abschlägen auf die ursprünglichen Anschaffungskosten zum aktuellen günstigen Marktniveau erworben.

Ausgerechnet die Finanzkrise hat den Boom des Secondary-Marktes entfacht. Hohe Wertverluste fast aller Assetklassen führten reihenweise zu Liquiditätsengpässen auf Investorenseite, so dass Beteiligungen reihenweise abgestoßen wurden. Zudem erforderte die Überschreitung von Zielquoten Umschichtungen, denn die Baisse an den Aktienmärkten in 2008 und Anfang 2009 hatte zu einer Übergewichtung von Private Equity Fonds in vielen Portfolios geführt („Denominator-Effekt").

Entsprechend entwickelte sich der Verkäufermarkt bei steigendem Handelsvolumen zwischenzeitlich zu einem Käufermarkt. Aktuell herrscht ein hohes Überangebot an Fondsbeteiligungen auf dem Secondary-Markt. Den wenigen Käufern stehen viele Verkäufer gegenüber, so verfällt der Preis für gebrauchte Fondsbeteiligungen zusehends. Neuesten Studien des Beratungsunternehmens Cogent Partners zufolge lagen die Angebote in 2009 teilweise unter 40% des Nettoinventarwerts der jeweiligen Fondsbeteiligung. Aktuell können Anteile an Private Equity Fonds daher zu sehr günstigen Konditionen erstanden werden. Entsprechend hoch könnten die späteren Renditen ausfallen. Weitere Vorteile: Viele der Beteiligungen befinden sich bereits in einer fortgeschrittenen Phase und besitzen oftmals einen höheren Reifegrad. Damit setzen Rückflüsse durch Dividenden und Veräußerungserlöse wesentlich früher ein und das eingesetzte Kapital ist in der Regel wesentlich kürzer gebunden. Zudem sinkt das Investitionsrisiko. Existierende Beteiligungen innerhalb des Private Equity-Fondsportfolios lassen sich nun besser analysieren, da der Blind-Pool-Charakter gegenüber einer Fondsneuauflegung deutlich eingeschränkt ist.

Für den Anleger gilt es jedoch, das optimale Zeitfenster zum Einstieg in den Private Equity-Zweitmarkt nicht zu verpassen. Nicht erst Warren Buffet wusste, dass die beste Zeit zum Einstieg diejenige ist, wenn sich kaum jemand für eine Anlage interessiert. Um jedoch wirkliche Schnäppchen identifizieren zu können, ist eine langjährige Expertise und Branchenvernetzung erforderlich. Dem privaten Investor empfiehlt sich daher der Zugang zum Secondary-Markt über geschlossene Fonds.

Stefan Göbel
AAD Fondsdiscount GmbH
www.aad-fondsdiscount.de

 
 
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