Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger
Nach einem langen Arbeitsleben wird die Rentenzeit herbeigesehnt. Hobbys rücken in den Mittelpunkt. Viel Zeit für Gartenarbeit ist möglich, Veränderungen werden realisiert. Reisefieber greift um sich. Fremdartige Gerüche, Sprachenkauderwelsch unter heißer Sonne, unbekannte Pflanzenparadiese sind greifbar nah. Ungelesene Bücher warten. Fit sein für die kleinen und großen Abenteuer im Alter, das wünscht sich ein jeder, mit dem Partner oder Freunden sportlich aktiv sein. Der medizinische Fortschritt ermöglicht viel. Was bleibt, ist die Angst vor der Altersarmut.
Die gesetzliche Rentenkasse ist kein Garant für eine ausreichende
Altersvorsorge mehr. Rückläufige Geburtenraten und hohe Arbeitslosigkeit füllen kaum noch ausreichend die Rentenkassen. Die Lebenserwartung steigt und das Generationenprinzip gerät aus dem Gleichgewicht. Ihre alljährlichen Renteninformationen sind nur Orientierungsmöglichkeiten und können bis zum Eintritt in die Altersversorgung sogar sinken. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge schmälern die Rentenerwartungen. Dann kann es erforderlich werden, dass Sie die Altersrente versteuern müssen. Gegenwärtig wird ein Teil der Rente vom Fiskus herangezogen. 100 % Rentenversteuerung wird in absehbarer Zukunft angestrebt. So bleibt Ihnen im Alter weiterhin die Steuererklärung für das Finanzamt nicht erspart.
Alternativen zu der
staatlichen Altersvorsorge sind zusätzliche, private Rentenpolicen, unterschiedliche, betriebliche Altersvorsorgemodelle und die staatlich geförderten Riester- bzw. Rürup-Vorsorgen. Gründliche Analysen sind erforderlich, um alle unterschiedlichen Vor- und Nachteile zu vergleichen. Welche Variante der
Altersvorsorge entspricht Ihren persönlichen Gegebenheiten? Altersprofile bei Eintritt in die private Vorsorge spielen eine Rolle. Es ist wissenswert, bei welchen Modellen der Staat ebenfalls mit abkassiert.
Mit einer privaten Rentenpolice sieht die Situation beim Fiskus günstig aus. Beiträge müssen Sie jedoch aus dem bereits versteuerten Einkommen entrichten. Bei der Rentenzahlung wird nur der Ertragsteil versteuert. Darunter ist der Ertrag aus Zins und Zinseszins zu verstehen. Diesen Ertragsanteil bestimmen Sie mit. Wer mit 60 Jahren diese
Altersvorsorge nutzt, wird mit einem höheren Prozentsatz versteuert als Personen, die später darauf zurückgreifen. Kranken- und Pflegeversicherungen entfallen komplett.
Die Riester-Sparer nutzen staatliche Förderungen bei den Einzahlungen. Die ausgezahlten Gelder sind komplett steuerpflichtig. Über die Höhe entscheidet das Gesamteinkommen. Die Rürup-Rente wurde vor allem für Selbstständige als Alternative zu Riester eingeführt. Diese Altersabsicherung wird nicht mit staatlichen Zulagen gefördert. Beitragszahlungen können im gewissen Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Bei Rentenbezug greift hier ebenfalls die Steuer zu.
Betriebsrenten unterliegen unterschiedlichen vertraglichen Regelungen, die jeder beachten muss. Neben der Steuer werden Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erhoben. Gute Vorsorge für den Lebensabend ist nicht einfach. Im Internet können Sie Vergleichsangebote nutzen. Viele Ratgeber-Seiten und Beratungen vor Ort helfen bei Ihrer Entscheidung.