Fragt man im Bekanntenkreis nach möglichen Altersvorsorgen fällt oftmals das Schlagwort „Riester-Rente". Leider ist diese Rente jedoch nicht für Selbständige und Besserverdiener abzuschließen bzw. erhalten diese keine staatliche Förderung.
Anders sieht es mit der Rürup Rente (auch Basisrente genannt) aus, welche ebenfalls vom Staat gefördert wird und für die Zielgruppe Unternehmer und Besserverdiener konzipiert wurde.
So funktioniert die Rürup Rente
Zunächst wird zwischen verschiedenen Renten unterschieden, so bieten Versicherer beispielsweise fondsgebundene Rürup Renten oder klassische Rürup-Versicherungen an. Sie legen hierzu eine monatliche, vierteljährliche oder jährliche Beitragsrate fest. Beginn Sie z.B. im Alter von 35 Jahren mit einer Beitragszahlung in Höhe von monatlich 150 Euro, erhalten Sie im Alter von 65 Jahren eine monatliche Rente, je nach Anbieter, von bis zu 290 Euro zzgl. eventueller Überschüsse.
Steuerliche Förderung durch den Staat sichern
Freiberufler und Unternehmer müssen in vielen Fällen eine hohe Einkommenssteuer zahlen. Die Beiträge die für eine Rürup Rente aufgewendet werden, lassen sich in der jährlichen Einkommenssteuererklärung als Sonderausgaben ansetzen.
Wer sich noch im Jahr 2011 für eine Altersvorsorge mittels Rürup Rente entscheidet, kann 72% der gezahlten Beiträge (maximal jedoch 20.000 Euro) als Sonderausgaben ansetzen. Der absetzbare Anteil steigt bis zum Jahr 2025 jährlich um 2% an. Ab dem Jahr 2025 können 100% der Beiträge als Sonderausgaben behandelt werden.
Insbesondere für Besserverdieren stellt die Rürup Rente somit nicht nur eine Altersvorsorge da, sonder ist gleichzeitig auch ein interessantes Modell um Steuern zu sparen.
Nachteile nicht vergessen
So schön die Vorteile dieser Rente auch sind, sollten auch die Nachteile unbedingt beachten werden. Für viele Sparer wichtig: Eine Kapitalauszahlung, d.h. Auszahlung der gesamten Renten in einer Summe, ist nicht möglich. Personen die sich für eine fondsgebundene Basisrente entscheiden sollte zudem beachten, dass an dieser Stelle auch Kursverluste eintreten können.
Zusätzlich gilt es zu beachten: Die Rentenzahlungen müssen im Alter versteuert werden.