(Online-Artikel.de) - Zuerst einmal, Privatdetektiv hat wenig mit dem Bild gemeinsam das sich viele Leute aufgrund des Fernsehens ausmalen.
Obwohl man sagen muss, dass gerade neuere Serien ein viel realistischeres Bild auf die Arbeit eines privaten Ermittlers werfen als früher. Vorbei sind die Zeiten als der einsame Schnüffler jede Woche über eine Leiche stolpert, und wild um sich schießend Jagd auf Verbrecher macht, während die Polizisten zu blöd sind sich die Schnürsenkel zuzubinden. Die Realität sieht volkommen anders aus, und kann auch aus einem ganz einfachen Grund nie vom Fernsehen eingefangen werden: Sie ist für den Fernsehzuschauer größtenteils langweilig.
Damit will ich auf keinen Fall sagen das Privatdetektiv ein langweiliger Job ist, nein im Gegenteil, aber es ist ein Beruf der sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl benötigt. Nehmen wir nur als Beispiel den Geschäftsmann der fremdgeht, und von einem Ermittlerteam observiert wird um Beweise zu sammeln. Es ist schon eine nahezu unglaubliche Portion Glück notwendig um diesen Mann gleich am ersten Tag der Überwachung zu überführen, aber dennoch haben die Ermittler einiges zu tun. Zum einen müssen sie ständig auf der Hut sein nicht enttarnt zu werden, und das nicht nur durch die Zielperson, sondern beispielsweise auch durch einen neugierigen Nachbarn. Zum anderen müssen sie bei jeder Bewegung der Zielperson dran bleiben. Und dadurch wird die Fahrt zum Supermarkt um die Ecke oder ein Restaurantbesuch mit Geschäftspartnern, der keinen Fersehzuschauer interessiert, zu einer ebenso großen Herausforderung wie die eigentliche Fahrt zu der Geliebten.
Das Nächste was ein Privatermittler unbedingt benötigt sind Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, Leute richtig einzuschätzen und dementsprechend mit ihnen umzugehen. Denn nichts ist wichtiger in dieser Branche als Informationen zu sammeln und diese richtig zu interpretieren. Selbst von einem gegenüber der nur Lügen erzählt, kann der Ermittler einiges erfahren, durch die Dinge über die er lügt, und durch die Tatsachen welche er bewußt verschweigt. Doch auch hier ist wieder viel Geduld gefragt, da es durchaus nicht selten vorkommt, dass es mehrere Tage dauert bis man an irgendwelche relevanten Informationen gelangt.
Was aber genau macht diesen Beruf jetzt zu einem Traumberuf?
Die Abwechslung. Zum einen weiß man nie genau was einen am nächsten Tag erwartet. Bekommt man einen neuen Auftrag, schafft man den Durchbruch in einem lange bestehenden Fall, oder stellt sich vielleicht eine Vermutung als falsch heraus und zwingt damit die Ermittlungen in ganz neue Bahnen. Zum anderen lernt man jeden Tag neue Leute kennen, und zwar aus allen Gesellschaftsschichten und mit den unterschiedlichsten Charakteren. Und zu guter Letzt ist es ein absolut herrliches Gefühl einen Fall erfolgreich abzuschließen, mit dem Wissen einem Menschen geholfen, bzw. einen anderen Menschen seiner gerechten Strafe zugeführt zu haben.
Sollte dies Ihr Interesse geweckt haben, oder haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema, dann wenden Sie sich bitte an info@detektei-murana.de