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Priene, eine alte Stadt und deren digitale Rekonstruktion

Autor: epromod | Erstellt am: 09.08.2008 | Gelesen: 1834
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Priene, eine Stadt an der Küste Kleinasiens, wurde nach einheitlichem Plan mit recht-winkligem Straßennetz angelegt.

Priene, eine Stadt an der Küste Kleinasiens, wurde nach einheitlichem Plan mit recht-winkligem Straßennetz angelegt. Da sie an einem Berghang liegt, auf dessen Gipfel eine Burg steht, mussten erst durch Stützmauern Terrassen geschaffen werden. Burg und Stadt sind mit einem Mauersystem umgeben. Straßen von 6 m Breite führen längs des Hanges entlang, sie werden von schmaleren, stark ansteigenden Straßen oder Treppen gekreuzt.
Mittelpunkt ist der Markt (75x46 m) mit einem Zeusaltar und zahlreichen Ehren¬statuen, ihn umgeben an drei Seiten Säulenhallen.

Im Norden begrenzt ihn auf einer 1,5 m hohen Terrasse die lange Heilige Halle. Westlich schließt sich als Stätte des Handels der kleine Fischmarkt an, ostwärts ein Hof mit dem Asklepios-Tempel für die Heilung Suchenden. Der quadratische Bau über ihm mit dem Pyramidendach ist das Rathaus. Seine aufsteigenden Sitzreihen im Inneren des Baues fassten 600 Personen. Links oben ist das Hauptheiligtum zu sehen mit einem Athena-Tempel, einem ionischen Peripteros auf hoher Terrasse. Ein Stadion und ein Gymnasium liegen unten dicht an der Stadtmauer, deren Verlauf sich dem Gelände anpasst.

Im Wohnviertel Prienes gliederte sich ein ungefähr 47x35 m großer Wohnhausblock im Allgemeinen in vier Häuser. Die Häuser sind schlicht, haben einen Innenhof und des Klimas wegen zur Straße nur wenige Fenster. Solche streng mathematisch geord¬nete Stadtpläne ließen sich am leichtesten bei Neugründungen in den Kolonien durch¬führen, zum Beispiel auch in Smyrna, Pergamon und Alexandria. Einige gab es bereits im 5. Jahrhundert v. u. Z., so in Piräus, dem Hafen Athens. Sie gehen auf den Bau¬meister Hippodamos zurück.

Für Museen wurde nun ein Projekt ins Leben gerufen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, sehr berühmte alte Gebäude, interaktiv und in 3D darzustellen. Als Technologie soll Web3D in Kombination mit Java3D zum Einsatz kommen. Der Web3D Standart hat sich für die interaktive 3D Visualisierung im Internet bewährt und wird bereits seit geraumer Zeit eingesetzt (unter anderem für interaktive Archäologievisualisierung, Gebäudevisualisierung, als 3D Konfigurator, Produktkonfigurator, Produktvisualisierung, Architekturvisualisierung).

Die Möglichkeiten der 3D Architektur und 3D Animation eröffnen dem 3D Planer, Interessierten, Studenten und Wissenschaftlern völlig neue Wege, die damaligen Konstruktionen anschaulich darzustellen und untersuchen zu können.
 
 
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