Prepaiddiscounter traten ab dem Jahr 2005 in den deutschen Mobilfunkmarkt ein. Allerdings war der erste Discounter in diesem Bereich Tchibo mit seinem Tarif Start und war buchbar ab Oktober 2004. Binnen weniger Tage wurden mehrere Tausend Prepaid Pakete verkauft. Befragte Verbraucher, warum sie sich für einen derartigen Tarif entschieden, gaben als Grund die hohe Preistransparenz an. Denn wer dieses
Prepaid Angebot nutzte, der zahlte einen einheitlichen Minutenpreis, und zwar egal ob die Gespräche ins Festnetz oder ins Mobilfunknetz gingen. Daran hat sich bei den Tarifen der Prepaiddiscounter auch heute nichts geändert, allerdings sind die Preise seither stark gesunken. Insbesondere sehr günstig sind Telefonate ins hauseigene Netz.Über
Prepaid Tarif Rechner kann man einfach den günstigsten Prepaid Tarif suchen.
Der Erfolg dieses ersten Prepaiddiscounter ermutigte weitere Anbieter, auch zum Teil branchenfremde Firmen, gemeinsam mit einem der Netzbetreiber einen eigenen Mobilfunktarif anzubieten. Prepaiddiscounter ist in diesem Fall mit Discounter aus dem Lebensmittel- und Drogeriebereich gleichzusetzen, denn es sind heute überwiegend eine Reihe von Lebensmitteldiscounter und Drogeriemärkte, die eigene Mobilfunk Tarife in Kooperation mit einem Netzbetreiber anbieten. Ausgeweitet wurden die Angebote der
Prepaiddiscounter inzwischen auch auf Flatrate Angebote. Das bei der Bezahlung von einem Festpreis kann der Nutzer einen Monat lang von seinem Handy aus unbegrenzt ins deutsche Festnetz telefonieren, und zwar ohne dafür einen zusätzlichen Cent zahlen zu müssen.
Hinsichtlich der Abrechnung gab es auch im Prepaidbereich in den letzten Jahren einige Neuerungen, die natürlich auch die Prepaiddiscounter für ihre Tarife übernahmen. Änderungen hinsichtlich der Tarifstruktur, die letztlich für die Nutzer allerdings etwas unangenehmer waren von der Kostenseite her war die Einführung von einer kostenpflichtigen Mailboxabfrage oder eine Abrechnung im Minutentakt anstatt im 60/1-Takt. Ebenfalls unterzogen die Prepaiddiscounter ihre Tarifstruktur Änderungen hinsichtlich der Kosten für die Versendung von SMS. Einige
Prepaiddiscounter berechnen hierfür die gleichen Preise wie eine Gesprächsminute, andere bieten das Versenden von SMS wesentlich günstiger an.
Häufig ist es so, dass sich die Preisstruktur der Prepaiddiscounter, die im gleichen Netz telefonieren lassen nicht sehr stark voneinander. Auf was die Verbraucher in diesen Fällen dann eher achten sind die Handys, die es als Zugabe entweder zu den
Prepaidtarifen dazu gibt oder zum symbolischen stark subventionierten Preis. Ein weiterer Vergleichsfaktor sind bei Prepaid Tarifen letztlich auch der Preis je Prepaidkarte, der einmalig zu zahlen ist, sowie die Gültigkeit des sich auf der
Prepaidkarte befindlichen Guthabens. Während einige Prepaiddiscounter nur eine 12monatige Gültigkeitsdauer einräumen, ist das Gesprächsguthaben bei anderen unbegrenzt gültig. Einige Anbieter berechnen bei geringer oder keiner Nutzung der Prepaidkarte eine Gebühr für die Aufrechterhaltung des Kontos, andere Anbieter so genannten Administrationskosten.