Foto: Jürgen Scheer
Ankündigung Vorbereitungsworkshop für die Flüchtlingskonferenz in Bremen.Die Wichtigkeit einer Sache wird immer durch die Präsenz eines Vortrages unterstützt. Und was ist wichtiger als der Kampf für die eigene Freiheit, Würde und das Recht in dem Land zu leben, welches man als seine Heimat ansieht?
Im Zuge der Flüchtlingskonferenz in Bremen vom 2. bis zum 5.12.2009, die von den Jugendlichen ohne Grenzen (JoG) organisiert wird und parallel zur Innenministerkonferenz (IMK) stattfindet, wird vom GRIPS Theater Berlin die Vorbereitung und Weiterbildung des Moderationsteams für den Gala-Abend am 3.12.2009 bei der Flüchtlingskonferenz übernommen.
Während eines umfassenden Moderationsworkshops vom 27. bis zum 29.11.2009, werden betroffene Flüchtlinge unter Anleitung des Theaterpädagogen Philipp Harpain zunächst die Moderationstexte entwickeln und die Durchführung einer Powerpointpräsentation erlernen. Danach erfolgt ein intensives Präsenztraining mit Übungen zum Moderationssprechen, dem Auftreten vor Publikum und wie man mit der Bühnentechnik, wie zum Bespiel der Nutzung eines Mikrophons, die eigene Botschaft aussagekräftig unterstützt.
Für die Anreise nach Berlin müssen die Mitglieder des Moderationsteams zunächst das Einverständnis ihrer heimischen Ausländerbehörde einholen, da sie unter dem Bann der Residenzpflicht stehen. Geduldeten Menschen ist es nicht gestattet ihren Heimatort ohne Einverständniserklärung des Staates zu verlassen. Eine Vernetzung der Betroffenen ist deshalb immer mit einem großen Aufwand verbunden. Doch dies ist noch ein vergleichsweise erträglicher Umstand, wenn man bedenkt, dass geduldete Menschen in Deutschland keinerlei Rechte und nur die „ewige Perspektivlosigkeit auf dem Papier" besitzen.
Gegen diese Umstände und für ein sicheres Bleiberecht, gehen deshalb am 2.12.2009 über 1500 Menschen ab 15.00 Uhr in Bremen auf die Straße.