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Präimplantative Augmentation des Oberkieferknochens

Autor: dentaprime | Erstellt am: 27.09.2011 | Gelesen: 407
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Knochenaufbaumaßnahmen vor einer Implantation

Behandlung in der Dentaprime-Zahnklinik
Behandlung in der Dentaprime-Zahnklinik
Um eine erfolgreiche Implantation grundsätzlich gewährleisten zu können, sind notwendige Faktoren zu erfüllen. Dazu zählt beispielsweise auch die Knochendicke. Ist ein Knochen nicht breit oder hoch genug, kann ein Implantat nicht gesetzt werden. Der Grund dafür ist einfach: das Implantat fände keinen Halt und würde herausbrechen.

Warum es dem Kieferknochen an Substanz fehlt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Erkrankungen wie Parodontitis können beispielsweise zu Knochenabbau führen. Genauso aber sorgt auch eine Nichtbelastung des Knochens dafür, dass er sich zurückbildet. Diese besteht bei einzelnen oder mehreren fehlenden Zähnen. Fehlt ein Zahn, ragt auch seine Wurzel nicht mehr in den Knochen hinein. Die Kaubelastung wird an dieser Stelle nicht mehr in den Kiefer geleitet und der Körper baut nicht mehr benötigte Strukturen ab. In diesem Falle den Knochen. Implantologen und Kieferchirurgen haben aber einen Weg gefunden, wie sie trotzdem - wenn auch zeitverzögert - implantieren können: den Knochenaufbau.

Es wird Material in den Kiefer inseriert, das eine Matrix ausbildet und die körpereigene Produktion von Knochen wieder anregen soll. Es wird sozusagen ein Gerüst gebaut, an dem der Knochen entlang wachsen kann. Wie groß das Gerüst sein muss, bestimmt die Menge des abgebauten Knochens. Ist sie gering, reicht das Einsetzen von Knochenspänen aus, um innerhalb von etwa 6 Monaten wieder genügend Knochen für eine Implantation zur Verfügung zu haben. Ist die Menge des abgebauten Knochens jedoch höher, müssen größere Knochenblöcke eingesetzt werden. Für den Eingriff kann sowohl körpereigener Knochen als auch Knochenersatzmaterial benutzt werden. Gerade bei kleineren Eingriffen ist ein Mix aus eigenen Knochenspänen, die bei eventuellen anderen Behandlungen anfallen, und Knochenersatzmaterialien anzuraten.

Bei größeren Eingriffen ist die Verwendung von Knochenblöcken aus Knochenersatzmaterialien empfehlenswert, da sie dem Patienten einen schmerzhaften Zweiteingriff ersparen, der zudem meist nicht vom Kieferchirurgen selbst durchgeführt werden kann. Sollen nämlich körpereigene Materialien verwendet werden, müssen dem Patienten in vielen Fällen ein oder mehrere Knochenblöcke aus dem Beckenkamm entnommen werden. Diesen Eingriff darf ein Kieferchirurg oder Implantologe nicht durchführen, sondern nur ein Chirurg. Durch die Operation steigt die Belastung für den Körper des Patienten enorm an. Nicht nur die Strapazen während des eigentlichen Eingriffs, sondern vielmehr auch die Beschwerden in der nachfolgenden Einheilphase. Einerseits ist bei einem Zweiteingriff mit zusätzlichen Schmerzen zu rechnen, andererseits muss sich der Einheilprozess auf zwei Stellen des Körpers verteilen - sowohl im Beckenkamm als auch im Kiefer, in den die Knochenblöcke eingebracht worden sind, ist er nötig.

Der Vorteil liegt hier klar auf Seiten des Knochenersatzmaterials. Die Knochenblöcke sind aus biologischem Material, so dass äußerst hohe Verträglichkeit garantiert ist. Bei Langzeitstudien ergab sich kaum ein Unterschied zu eigenem Knochenmaterial.

Nach Einsetzen des Knochenmaterials - egal welcher Herkunft - wird eine Membran inseriert, die die Wundheilung fördert und später vom Körper abgebaut wird. Etwa sechs Monate nach dem Eingriff ist der Kieferknochen wieder stark genug, um eine sichere Implantation zu gewährleisten

Markus Fischer,
Dentaprime-Zahnklinik
 
 
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