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Prägedrucke von Günther Uecker

Autor: zh1879 | Erstellt am: 29.06.2010 | Gelesen: 2253
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der Künstler Günther Uecker wird präsentiert von Galerie Zimmermann & Heitmann

Günther Uecker
Günther Uecker "Spirale 2010"
Günther Uecker wurde 1930 in Mecklenburg geboren und zählt zu den bekanntesten deutschen Malern und Objektkünstler. Berühmt wurde Uecker vor allem durch seine Nagelbilder, die bereits während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf entstanden. Diese Nagelbilder erzielen aufgrund ihrer reliefartigen Oberfläche eine dynamische Wirkung. Vor allem der durch die Ausrichtung der Nägel verursachte Licht- und Schatteneinfall und der weiße Untergrund der Bilder beeinflussen den entmaterialisierten Eindruck der Bilder maßgeblich. Ueckers Nagelbilder ziehen den Betrachter in ihren Bann und schaffen es, den Blick des Betrachters gekonnt zu fesseln. Ueckers Experimentierfreude bezüglich der Nagelbilder kannte schon in diesen ersten Jahren seines Schaffens keine Grenzen. Schon bald begann er Alltagsgegenstände mit Nagelreliefs zu versehen.

Doch Günther Ueckers Werk beschränkt sich nicht auf seine Nagelbilder. Als er 1961 der Künstlergruppe ZERO beitrat, begann er sich mit der kinetischen Lichtkunst zu beschäftigen. Gemeinsam mit Gerhard Richter inszenierte er die Demonstration „Museen können bewohnbare Orte sein". 1970 war Uecker neben Thomas Lenk, Heinz Mack und Georg Karl Pfahler auf der Biennale von Venedig vertreten. Nach längeren Auslandsaufenthalten, bei denen er Südamerika, Afrika und Asien bereiste, nahm er seit 1980 in seinen Werken bevorzugt Stellung zu politischen Themen. So behandelte er in seinem Bilderzyklus „Aschebilder" z.B. die Katastrophe von Tschernobyl. Bis 1995 unterrichtete Uecker als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf.

Als ehemaliges Mitglied der ZERO Bewegung war Günther Uecker 2008 maßgeblich an der Gründung der Zero Foundation beteiligt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die ZERO Bewegung zu erhalten und zu fördern. ZERO wurde gegründet, um die mit einem Übermaß an Ballast befrachtete Nachkriegskunst zu reinigen und einen neuen Anfang – eine „Stunde Null" zu begründen. Dem aufgezwungenen Drama des Zweiten Weltkrieges entgegengesetzt, sollte die Kunst nun Teil einer reineren, heileren Welt sein und eine hoffnungsvolle und idealistische Lebensauffassung ausstrahlen.

Präsentiert wird Günther Uecker in Düsseldorf von Galerie Zimmermann & Heitmann an der Königsallee.
 
 
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