Powerball, Thank you for tomorrow
Powerball - Eine Rockband wie ein Dampfhammer!
Im Zeitalter der absoluten Musikvielfalt, vieler Begriffe über Stilarten und einer zunehmenden Zahl von Subbezeichnungen jeweiliger Richtungen fällt eine Orientierung im Sinne der klassischen Musikrichtungen (Blues, Soul, Funk, Pop, Klassik, Rock) eher schwer. Eigentlich ist eine Definition und Beschreibung neuer Musikangebote nach klassischen Musikbegriffen fast unmöglich geworden.
Somit ist die Bezeichnung der hier vorgestellten Musiktruppe auch nicht wirklich einfach und im Grunde nicht auf eine Beschreibung zu reduzieren. Lediglich der eigene Hinweis der Band auf ein Vergleichsbildnis im Sinne eines herabschnellenden und unbarmherzigen Dampfhammers beschreibt vielleicht den Druck und die musikalische Gewalt dieses Werkes. Von einer solchen selbst erdachten Beschreibung nun abgeleitet, trifft sodann wahrscheinlich tatsächlich noch die klassische Bezeichnung für eine Heavy-Metal Band zu.
Das Cover dieses Werkes lässt bereits auf einen Apokalyptische Inhalt schließen. Auf der Front befindet sich ein Kind mit Gasmaske, welches sich inmitten einer völlig zerstörten Landschaft befindet. Fest umklammert mit seinem Teddy. Auf der Rückseite ist ein Foto der Band vor einem Kirchenportal. Im Inlay des Albums finden wir ein weiteres Bandfoto (Fischaugenstil) sowie die Thanks und Hinweise auf Produzent etc. Leider keine Texte der Songs oder weitere Hinweise auf die Bilder.
Nach einem Interview mit der Band kann über die Bilder (Coverfotos) folgendes gesagt werden. Das Frontcover soll in Verbindung mit dem Titeltrack "Thank you for tomorrow" auf die Zukunft hinweisen. In dieser dort auf der Front sichtbaren Zukunft, wurde durch Umweltzerstörung und Rücksichtsloses Verhalten die gesamte Erdlandschaft verwüstetet und den Kindern verantwortungslos hinterlassen. Nähere Hinweise zu den Vergehen der Gesellschaft, die zu diesem Desaster führten, enthält der Text des Titeltracks. Das Bandfoto vor einem Kirchenportal ist ein reiner Zufall und beinhaltet keinerlei religiöse Hinweise. Im Allgemeinen ist die Band auch nicht zu einer religiösen oder politischen Tendenz geneigt.
Nun zum Kern des ganzen. Den 7 Songs (Hatred, Journey, Ready Set Go,
Powerball, Thank you for tomorrow, Shine your light,no mercy) Die Songs auf diesem Album sind durchweg im Stil einer soliden Heavy Metal Band präsentiert, geben aber auch moderne und auch punkige Elemente wieder. Besonders ist der ungewöhnlich reine und keimfrei wirkende Sound zu nennen. Der ist sehr eigen und hat auch den notwendigen und wichtigen Wiedererkennungswert. Insgesamt wirkt das Album sehr verspielt, Modern und hat die markanten Merkmale, die eine moderne Band heutzutage benötigt.
Zum Schluß noch ein nicht ganz unwichtiger Hinweis. Das ganze Album wurde vollständig selbst finanziert und alle Titel sind selbst komponiert, alle Texte selbst geschrieben worden. Unterstützung bei der Produktion fanden die Powerballer beim bekannten Ex-Sodom Gitaristen Andy Brings. Andy hat alle Songs auf Feinschliff gebracht, diverse musikalische Unterstützung einfließen lassen und vor allem zu dem Titel No Mercy ein geniales Solo beigesteuert.
Man kann sagen. alles in allem ein gelungenes Werk für den Heyvy Metal Fan, der mal etwas neues sucht aber seine klassischen Hörgewohnheiten nicht vernachlässigen will.
Verfasser: Navio Silver