Die Demonstration findet am Samstag, den 10. September, statt und richtet sich gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat. Der Umzug startet um 13 Uhr am Brandenburger Tor. Posteo unterstützt insbesondere die Forderung der Veranstalter, die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland nicht wieder einzuführen und auch auf EU-Ebene abzuschaffen.
Die gestrige Festnahme zweier Terrorverdächtiger in Berlin hat die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung wieder angeheizt. So äußerte Berlins Innensenator Ehrhart Körting, dass er die Vorratsdatenspeicherung zur Bekämpfung organisierter Kriminalität für eine sinnvolle Maßnahme halte. Jedoch hat dieser Fall auch wieder gezeigt, dass eine umfassende Vorratsdatenspeicherung, nicht notwendig ist, um organisierte Kriminalität aufzudecken und Terrorakte zu verhindern.
"Sensible Daten von 80 Millionen Bürgern zu diesem Zweck auf Vorrat zu speichern, ist unverhältnismäßig und greift unnötig in die Privatsphäre der Bürger ein", so Patrik Löhr, Geschäftsführer von Posteo. Hier werde ein falsches Bild vermittelt und die Vorratsdatenspeicherung zum Allheilmittel gegen Kriminalität und zur Stärkung der inneren Sicherheit erklärt.
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