Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Politiker stellen sich Berufsbetreuern

Autor: KaiMauer | Erstellt am: 09.09.2010 | Gelesen: 1085
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - 10. September 2010 – 11.00 Uhr – Berlin – Potsdamer Platz

Sozial & fair Kampagne
Sozial & fair Kampagne
Politiker, Sozial-Experten und Berufsbetreuer suchen gemeinsam nach Lösungen, um die Lebenssituationen von alten, kranken und behinderten Menschen zu verbessern. Deren Betreuung ist in Gefahr, weil die unzureichende Finanzierung der Arbeit der hauptberuflichen Berufsbetreuer/innen dazu führt, dass ihnen immer weniger Zeit je Klient zur Verfügung steht, um effizient helfen zu können. Diese Problematik steht am Freitag, 10. September 2010, im Mittelpunkt einer Reihe von Diskussionen, die auf einem roten Sofa geführt werden, das auf dem Potsdamer Platz in Berlin aufgestellt wird.

Ab 11.00 Uhr treffen sich dort Politiker aus dem Bundestag und dem Berliner Abgeordnetenhaus zu öffentlichen Diskussionen. Teilnehmen werden daran auch Sozial-Experten, Betreuungsrichter (ehemals Vormundschaftsgerichte), die über die Bestellung der Betreuer/innen der Klienten entscheiden, und nicht zuletzt auch jene betroffenen Menschen, denen die Aufmerksamkeit und Fürsorge der Berufsbetreuer/innen gilt. Deren Berufsverband, der BdB, errichtet auf dem Potsdamer Platz eine Bühne, in deren Mittelpunkt ein rotes Sofa steht.

Bevor dieses Sofa zur Abschlussveranstaltung der Kampagne „Sozial & fair" nach Berlin transportiert wird, stand es auf vielen zentralen Plätzen deutscher Städte. Immer wurde darauf diskutiert, wie die Folgen des Abbaus sozialer Förderungen gemildert werden können. Der BdB forderte dabei jeweils:

  1. Abkehr von einer Pauschalierung der Arbeitszeit pro Klient, hin zur Finanzierung des tatsächlich notwendigen Aufwands je Einzelfall.

  2. Erhöhung der Vergütung auf mindestens 50,00 Euro netto pro Arbeitsstunde sowie Dynamisierung der Vergütung zur Absicherung der wirtschaftlichen Existenz.

  3. Anerkennung der Tätigkeit der Berufsbetreuer/innen als Beruf, für den als Qualifikation ein Masterstudiengang nachgewiesen werden muss.

Auch während der Abschlussveranstaltung auf dem Potsdamer Platz werden die Berufsbetreuer/innen noch einmal herausstellen, dass hinter ihren Forderungen die Sorge um das Wohl ihrer Klienten steht. Allein in Berlin-Brandenburg sind mehr als 102.000 Menschen auf die Unterstützung der etwa 1.600 Berufsbetreuer/innen angewiesen, die in der Region arbeiten.

Bundesweit benötigen mehr als 1,3 Millionen Menschen professionelle Unterstützung, um ihr Leben bewältigen zu können. Solange jedoch vom Gesetzgeber monatlich im Schnitt nur drei Arbeitsstunden pro Klient vorgesehen sind, die finanziert werden, arbeiten viele verantwortungsbewusste Berufsbetreuer/innen kostenlos mehr, um den bedürftigen Menschen zu helfen.

Unsere Gesellschaft und die sie vertretenden Politiker und Entscheider in den Sozialverwaltungen werden sich also fragen lassen müssen, was ihnen die alten, kranken und behinderten Menschen wert sind – und ob es sich ein Sozialstaat wie die Bundesrepublik Deutschland leisten kann, diese Menschen in ihrer Teilhabe am Leben in diesem Lande weiter an den Rand zu drängen.

Über den BdB
Der Bundesverband der Berufsbetreuer/innen e.V. (BdB) zählt mehr als 6.000 Mitglieder und wurde 1994 im Zuge des neuen Betreuungsrechts gegründet. Damit ist der BdB die größte Interessenvertretung des Berufsstandes "Betreuung". Der Verband vertritt berufsständische Interessen bei Politik und in der Öffentlichkeit, entwickelt den Beruf fachlich weiter, setzt sich für die Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Betreuungsarbeit ein und bietet umfangreiche Service- und Dienstleistungen.

Zur Kampagne
Weitere Informationen können online recherchiert werden unter www.bdb-ev.de/110_Aktuelle_Kampagne.php
oder www.bdb-ev.de/109_BdB-Pressemitteilungen.php.

BdB – Bundesverband der Berufsbetreuer/innen
Landesverbände Berlin & Brandenburg
Thomas Behrendt
Böckhstraße 41
10967 Berlin
Tel. (030) 69 51 92 81
Mathias Kinzel
Dorfstraße 15
14715 Havelaue
Tel. (033872) 70 10 9

Pressekontakt
Bernd Schwintowski
Tel. (030) 306 60 60
Fax (030) 306 60 90
E-Mail info(at)medien-dienst.com

 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Politik - Gesellschaft & Soziales:
Abtreibung als Menschenrecht
Kitas gestalten Zukunft
Impfpflicht und katholische Kirche
Tierheime am Existenzminimum
'Ein Stein von Herzen' - Neukölln Arcaden spenden 1.000 EUR für ein Kiezprojekt
NETZ Bangladesch leistet Beitrag im Kampf gegen Hunger
39. ICAO-Versammlung
Position der ROC zum Schiedsspruch zum Südchinesischen Meer

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Politiker stellen sich Berufsbetreuern”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.