Pokern als Wissenschaft
Die Palette von Tim Roth geht vom Regisseur Tarantino bis zum Schauspieler Woody Allen. Seit 2008 spielt Roth Dr. Cal Lightman in der Fernsehserie „Lie to me" (dt. „Lüg mich an.") und setzt in einer Folge sein Talent als Poker Spieler ein. Dr. Lightman erhält Besuch von einem alten Kumpel, Terry.
Dieser bestreitet seinen Lebensunterhalt nicht ganz in Einklang mit dem Gesetz und bittet ihn, ihm zu helfen. Terry steht beim skrupellosen Gangsterboss McClellan, hoch in der Kreide und bittet Cal, ein Poker Spiel für ihn mit einem Sieg zu beenden. Mit dem Erlös möchte er die Schulden begleichen.
Der Doktor ist einverstanden und nutzt sein Talent um die
Poker Runde ins Schwitzen zu bringen. Er siegt bei dem Spiel doch der Spezialist in Sachen Lügen muss erkennen, dass er nur getestet wurde. Die Komplizen des Gangsterbosses entführen ihn, um ihn bei einem viel größeren Geschäft als Joker zu nutzen.
Wenn man die Serie kennt und selbst gerne pokert, hält man den Einsatz eines Fachmanns im Stil von Dr. Lightman nicht für unwahrscheinlich. Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten haben über 10.000 Microausdrücke im menschlichen Gesicht entdeckt, daher ist eine Manipulation dieser unterbewusst ablaufenden Reaktionen sehr schwierig.
Mimik kann man besonders schlecht einüben, denn diese geschieht auf unterbewusstem Niveau. Die begabten Menschen, die diese Art von Ausdrücken auch ohne eine Videoanalyse einschätzen können finden sich auch in der Realität. Das ideale Einsatzgebiet für einen Trainer dieser Art wären die November Nine.
Hier gibt acht namhafte Gegner, Berge von Fernsehmaterial in Bezug auf die Spielzüge und viel Zeit, um sich auf das Spiel gut vorzubereiten. Es wäre sicherlich spannend zu wissen, inwiefern die November Nine dieses Fachgebiet für ihre Spielvorbereitung nutzen.
Lena Koch