Es geht um ihre Füße! Ein Thema, das jeden bewegen sollte - bedenkt man, dass diese im Laufe eines Menschenlebens oft mehr als 170.000 km zurücklegen und unser schnellst erreichbares Fortbewegungsmittel ist. Das Zusammenspiel von 26 Knochen, vielen Gelenken sowie vielen kleinen und großen Muskeln des Fußes ermöglichen uns den aufrechten Gang. Das gesamte Gewicht des Körpers lastet auf ihnen. Doch der Fuß ist dem meisten Zwang ausgesetzt. Ob Gewohnheit, Modediktat oder einfach Nachlässigkeit geben auf längere Sicht dem Fuß nicht die Möglichkeit zur Erholung.. Die leidigen Fußprobleme wie Hühneraugen, übermäßige Hornhautbildung oder Hallux valgus entstehen.
Aber was versteht man unter Podologie?
Podologie ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß. Sie ist als hoch angesetzte Fußbehandlung im nichtärztlichen Vorfeld zu sehen, die mit therapeutischen Maßnahmen zu tun hat, nicht aber mit Pflege im Sinne der Kosmetik. Bei bereits geschädigten Füßen werden besondere Behandlungsmaßnahmen und Techniken angewendet, um den Fuß beschwerdefrei zu halten oder zu heilen. Besonders Diabetes mellitus-Patienten profitieren von der fachlichen Kompetenz des Podologen. Seit Januar 2002 ist die Berufsbezeichnung "Podologe / Podologie" gesetzlich geschützt und darf nur von Personen geführt werden, die die erforderliche zweijährige Fachausbildung zum staatlich examinierten Podologen absolviert haben. Bisher sind das etwa 2.500 in Deutschland. Mit dem erworbenen Fachwissen und deren Anwendung unterstützen Podologen therapeutische Maßnahmen von Fachärzten, Allgemeinmedizinern, Diabetologen, Diätassistenten, Dermatologen, Orthopäden, Physiotherapeuten, Orthopädieschuhmachern und Wundtherapeuten. All dies zusammen bildet ein wichtiges Netzwerk rund um den Fuß.
Eine erfolgreiche podologische Fußpflege gelingt jedoch nicht nur durch Fachwissen. Fußbeschwerden sind eine sehr persönliche Sache. Entsprechend einfühlsam und individuell ist auch der Therapieplan, der zusammen mit dem Ihnen als Patienten erarbeitet wird.
Susanne Borchers