Barbara Kelle (staatl.gepr.Podologin)
Die Berufsbezeichnung ist aus dem Griechischen abgeleitet:
podos =
Fuß, logie = Lehre / Wissenschaft. Podologie ist die vorbeugende und langfristige Behandlung am gesunden, von Schädigungen bedrohtem und / oder bereits geschädigtem Fuß.
In Abgrenzung zur kosmetisch orientierten Fußpflege (Pediküre), die sich ausschließlich mit pflegerischen und dekorative Maßnahmen am gesunden Fuß befasst, steht in der Podologie die medizinisch indizierte Fußbehandlung im Mittelpunkt. Sie ist als hoch angesetzte medizinische Fußpflege im ärztlichen Vorfeld zu sehen
Was unterscheidet den Fußpfleger vom Podologen?
Im Unterschied zum Fußpfleger hat der Podologe eine umfassende, heilberufliche Ausbildung absolviert, die mit einem Staatlichem Examen abgeschlossen wird. Die Ausbildung zum
Podologen / Podologin dauert 2 Jahre ( Vollzeit ), 3 Jahre ( Teilzeit ) in Theorie und Praxis mit über 3000 Stunden!
Jeder Patient erkennt an der geschützten Berufsbezeichnung „
Podologe„ bzw. „
Podologin„ den für ihn geeigneten Ansprechpartner mit medizinischer Kompetenz.
Die Maßnahmen eines Podologen / Podologin sind vielfältig und ergeben sich aus Gebieten der Inneren Medizin ( Diabetologie ), Dermatologie, Chirurgie und Orthopädie. Sie umfassen präventive und kurative therapeutische Maßnahmen rund um den Fuß. Die Podologin / Podologe ist aufgrund des Podologengesetzes als medizinischer Fachberuf und nichtärztlicher Heilberuf definiert. Die meisten Podologen sind mit Kassenzulassung tätig, da Diabetiker mit Folgeschäden am Fuß im Sinne eines diabetischen Fußsyndroms ( DFS ) als bislang einzige Gruppe von den Krankenkassen eine Heilmittelverordnung zur medizinischen Fußbehandlung vom Arzt erhalten können.
Leider gelten Füße im allgemeinen als „
nicht so wichtig„ und gehören zu den meist vernachlässigsten Körperteilen des Menschen. Die gesundheitlichen Folgen sieht man täglich in der Praxis. Als
Podologe / Podologin kennt man Wege und Mittel, um zu lindern, zu heilen oder zu therapieren.
Es wäre schön, wenn man die Wichtigkeit der Füße der Bevölkerung bewusst machen könnte und damit die Fußpflege aus der „ Schmuddel – Ecke „ heraus holen könnte - in der sie sich unverdient – in vielen Augen der Menschen immer noch befindet!
Wenn wir ihnen die rechte Beachtung schenken, werden wir auch ihre Schönheit entdecken!
Barbara Kelle