Outplacement - Unterstützung - Coaching
Unverschuldet arbeitslos, weil das Unternehmen, in dem man gearbeitet hat, Insolvenz angemeldet hat bzw. umstrukturiert und die Betroffenen fallen in den Schockzustand, sind gelähmt durch die Ereignisse. Irina B. arbeitete seit nunmehr 25 Jahren bei einem mittelständischen Unternehmen der Automobilindustrie im Personalbereich. Sie feierte vor kurzem noch mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen Ihr Firmenjubiläum. Es gab eine Rede des Arbeitgebers, die voll des Lobes über Ihr Engagement, Ihre Leistungsbereitschaft, die weitere Entwicklung und Euphorie war. Doch nun das, ihr Arbeitgeber meldete Insolvenz an.
Irina B. und Ihre KollegInnen fühlten sich wie vor den Kopf geschlagen : "War das ein böser Traum, aus dem man gleich erwacht ? Das konnte doch nicht wahr sein ! Wie sollte es weitergehen ? Sie und ihr Mann müssten doch weiterhin ihren Verpflichtungen gegenüber den Banken für Ihre Eigentumswohnung nachkommen"
Diese und ähnliche Gedanken mögen zur Zeit wohl vielen Arbeitnehmern, die in einer ähnlichen Situation sind, durch den Kopf gehen. Der Schock sitzt tief und danach folgt die Wut. Wut auf das Management, die Banken, die nicht halfen und vieles mehr. Das soziale Gefüge, die erste Absicherung in Form von Insolvenzgeld und / oder Arbeitslosengeld hilft den Fall ins "Loch" etwas abzumildern, aber Betroffene, die um die 50 sind mit jahrelanger Erfahrung / Know-how sind besonders betroffen, da die Statistiken und die Erfahrungen zeigen, dass diese Altersgruppe kaum Chancen haben.
Wieder in den Arbeitsmarkt aktiv einzusteigen ! Aber wie?Gefragt sind junge Arbeitnehmer mit umfassendem Wissen, möglichst zwei Fremdsprachen, sehr gute IT-Kenntnisse und natürlich internationale Erfahrungen. Wie soll der Großteil der Betroffenen älteren freigesetzten Arbeitnehmer das bieten können. Insbesondere wenn diese jahrelang national tätig waren ? Der Trend geht dahin, dass immer mehr Arbeit aufgrund der neuen Technologien von immer weniger Arbeitenden realisiert wird und somit der Kreis derjenigen, die konsumieren auch immer kleiner wird.
Was bleibt also freigestellten /-gesetzten Arbeitnehmern speziell um die 50 ? Legen diese die Hände in den Schoss ? Im Schock- / Wutzustand verharren ? Alles aufgeben und auswandern, weil möglicherweise im europäischen oder überseeischen Ausland Fachkräfte gebraucht und selbst bei Sprachschwierigkeiten entsprechende Kurse angeboten werden ? Haben sie durch entsprechende Rückendeckung seitens des familiären Umfeldes oder aufgrund ihrer Fachkompetenz die Möglichkeit den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?
Wer unterstützt bei der Entscheidung zu den vorgenannten Fragestellungen / bei der Erarbeitung von Perspektiven?Neben den Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit gibt es die Möglichkeit sich mit einem neutralen Begleiter zu unterhalten : einem Coach / einem Personnel Consultant. Viele von diesen haben aufgrund ihrer Vita möglicherweise einen ähnlichen Prozess vollzogen und können neben Entscheidungsfindung auch die entsprechende Beratung anbieten, um neue Wege beschreiten zu können.
- Persönliche Entwicklung,
- neue Perspektivenerarbeitung /-findung
- Karriere-/ Zukunftsausrichtung
- Lebensfragestellungen
sind häufige Themenstellungen, die innerhalb eines Coachings oder einer Beratung bearbeitet werden während des Gespräches zeigen sich erste Trends, die von Insolvenz oder Arbeitslosigkeit Betroffenen neuen Mut geben und somit auch Kräfte freisetzen und die Zukunft etwas klarer erscheinen lassen. Sicherlich ein Coaching und / oder eine Beratung seitens eines privaten Begleiters wird von der Bundesagentur für Arbeit nicht kostenmäßig übernommen, dennoch ist es eine Investition in die Zukunft, die es wert sein sollte zu tätigen.
Ute Eichler
Individuelle Unterstützung und BeratungMediatorin / systemischer CoachLeverkusen