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Playstation 3-Review: SingStar Pop Edition

Autor: khans80 | Erstellt am: 14.05.2009 | Gelesen: 2303
Kategorie: Games - Konsolen & Spiele | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Playstation 3-Review: SingStar Pop Edition

Singstar Pop-Edition
Singstar Pop-Edition
Einerseits mag es schon mutig von Sony Computer Entertainment sein, regelmäßig neue SingStar-Episoden zu veröffentlichen, die dann letztendlich nur rund 30 Songs bieten, aber schlappe 40 Euro kosten. Allerdings entwickelt sich die beliebte Karaoke-Serie auf der Playstation 3 kontinuierlich weiter – wie man bei SingStar Pop Edition sehr gut erkennen kann.

Sprachsteuerung

Die SingStar Pop Edition ist genauso teuer wie die letzten PS3-Volumes, basiert aber schon auf der neuesten Version des Musikspiels. Via kostenlosem Update könnt ihr zwar die Vorgänger ebenfalls mit den hinzu gekommenen Features ausstatten, aber Pop Edition muss immerhin nicht mehr aktualisiert werden. Folglich könnt ihr sofort nach dem Start die neue Sprachsteuerung via Mikrofon verwenden. Die Idee hinter dieser Funktion ist simpel, aber toll: Ihr sagt, welchen Song ihr als nächstes singen wollt, prompt wechselt SingStar zu dem jeweiligen Interpreten. Auch nach Künstler oder Genre könnt ihr sortieren, ohne dafür den Joypad nutzen zu müssen. Wer über eine halbwegs normale Aussprache verfügt und nicht den schlimmsten sächsischen oder bayerischen Dialekt besitzt, wird überrascht sein, wie gut dies funktioniert. Sehr ärgerlich ist allerdings, dass die Bedienung via akustischer Eingabegeräte nicht konsequent umgesetzt wurde. Im Hauptmenü müsst ihr nach wie vor zum Controller greifen, ebenso ist es nicht möglich, einfach mal durch das Archiv zu stöbern – zum Beispiel, wenn man gerade unschlüssig ist, was man eigentlich singen könnte. Die Folge: Nach wie vor liegt der Pad auf dem Schoß, denn ohne ihn könnt ihr nicht die Spielmodi auswählen. Ich hoffe inständig, dass die Entwickler bald eine komplette Sprachsteuerung, am besten inklusive „Weiter, „Zurück", „Einzelspieler, „Duett", etc. , einfügen werden. Dann wäre das Spielen noch eine Ecke schicker, hipper, cooler, trendiger...

Relativ wenig für viel

Bot SingStar Volume 2 zum Beispiel noch 34 Songs, wurde die Pop Edition dezent abgespeckt. Denn nur noch 30 Tracks haben den Weg auf die Blu-ray gefunden, keiner ist bisher im SingStore erhältlich und auch dank Aktualität zum Großteil in guter HD-Auflösung verfügbar. In der hiesigen Ausgabe sind natürlich einige deutsche Künstler dabei, darunter Annett Loisan („Drück Die 1"), BAP („Verdammt lang her"), Die Toten Hosen („Strom"), Thomas Godoj („Helden gesucht"), Tokio Hotel („Übers Ende der Welt"), Rapsoul („König der Welt"), LaFee („Ring frei"), Mia („Mein Freund"), Sarah Connor („under my skin"), Juli („Dieses Leben") und Udo Lindenberg („Horizont"). Der Rest stammt ebenfalls aus den Charts ist dürfte eigentlich den meisten Pop-Freunden bekannt sein. Amy Winehouse („Rehab"), Bon Jovi ("Living on a Prayer"), Chris De Burgh ( "Lady In Red"), Pink ("So what") oder The Killers ("Human") zeigen zum Großteil, dass die Verantwortlichen auf Aktualität und Bekanntheit Wert gelegt haben. Aber Vorsicht für Importeure: Nur die hierzulande erhältliche Pop Edition enthält auch die deutschen Songs, die UK-Fassung dagegen völlig andere und auf der Insel populäre Stücke. Es lohnt sich also durchaus, die Tracklisten z.B. bei Amazon zu vergleichen, wenn ihr mit deutschen Künstlern wenig anfangen könnt.

Objektiv betrachtet ist aber die Auswahl sehr gut und vor allem facettenreich. Manche Songs, unter anderem Amy Winehouse oder Sugarbabes, sind aber richtig schwer zu singen, wenn man sonst nur durchschnittliche Fähigkeiten besitzt. Aber auch hier dürfte für jeden etwas dabei sein – wünschenswert wäre aber eine Klassifizierung nach Schwierigkeitsgrad gewesen.

Es hat sich nichts geändert

Wer ein SingStar auf der PS3 kennt, wird ansonsten keine weiteren Neuerungen zu Gesicht bekommen. Wieder dürft ihr im SingStore neue Songs käuflich erwerben oder mit einer Webcam (z.B. Playstation Eye oder EyeToy) Videos erstellen und diese der SingStar-Community zur Verfügung stellen. Die Auswahl in beiden Bereichen ist mittlerweile beachtlich, allein das Anschauen der Homemade-Videos bietet einen hohen Unterhaltungswert – oder ein Fremdschämgefühl. Das kommt wohl auf den eigenen Alkoholpegel an. Die beliebten Multiplayer-Modi „Duett", „Duell" und „Teamduell" fehlen hier freilich nicht. Und wenn eure Playstation 3 über die aktuellste Firmware verfügt, könnt ihr auch alle Songs aus PS2-SingStar-Spielen direkt aus der Pop Edition heraus singen.

Ihr seht also, dass hier letztendlich nichts Neues mehr vorhanden ist. Dies gilt übrigens auch für die technische Seite. Nach wie vor wirkt alles sehr stylisch, ein sehenswertes Intro ist auch vorhanden. Die Menüführung ist logisch und sogar Anfänger dürfen sich schnell zurecht finden. Aber wieso sollten die Produzenten auch das Bewährte über den Haufen werfen?

Die schnurlosen Mikrofone

Passend zum Release der Pop Editon erschienen endlich die schon zum Release des ersten PS3-SingStars geplanten Wireless-Mikrofone. Mit einem Preis von knapp 52 Euro (ohne Spiel) sind diese ungewöhnlich teuer, zumal sie in der praktischen Funktionalität nicht mehr bieten – was auch? Optisch wirken die neuen Modelle ein wenig attraktiver und da sie mit zwei Batterien gefüttert werden, verfügen sie auch über einen praktischen Ein/Ausschalter, der ähnlich wie bei den schnurlosen Buzzer-Controllern aktiviert wird. Dadurch ist ein automatisches Anmelden an die Playstation 3 möglich, eine kleine Leuchtdiode signalisiert, ob das Mikro eingeschaltet ist. Das Gewicht ist mit Batterien auch ein wenig höher, zirka ein Zentimeter länger ist die kabelfreie Variante gegenüber dem Original. Dafür scheint das eigentliche Mikrofon an der Oberseite der Hardware etwas größer ausgefallen zu sein, was theoretisch eine bessere Qualität ermöglichen könnte. Während meiner Tests konnte ich aber keine klanglichen Differenzen feststellen, bei Laborergebnissen mag das anders aussehen. Beiläufig erwähnt: Ein kleines Empfangsgerät liegt den zwei Mikrofonen bei, dieses wird via USB an die Konsole gesteckt und sollte überlegt platziert werden, um potentielle Empfangsprobleme auszuschließen. Vorgekommen sind solche Schwierigkeiten aber nicht.

Letztendlich sind die neuen Mikrofone nach wie vor handlich und trotz des hohen Kaufpreises eine Empfehlung wert. Denn ohne Kabelei macht das Singen eine ganze Ecke mehr Spaß. Jedoch war Microsoft mit dem Xbox 360 – Konkurrenten Lips einige Monate schneller, denn die dort eingesetzten Mikros funktionieren technisch im Grunde genauso.

Fazit: Lohnenswerte Collection

Wer schon seit Jahren seinen Spaß mit SingStar hat, wird auch bei SingStar Pop Edition auf seine Kosten kommen. Sony hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um ein wirklich aktuelles Angebot an bekannten Songs auf Blu-ray zu bannen. Hinzu gesellt sich die neue Sprachsteuerung, die aber noch viel Raum für Verbesserungen lässt. Ärgerlich ist höchstens, dass die Pop Edition sonst nichts Neues zu bieten hat und ihr letztendlich genauso zu einer andere PS3-Episode greifen könnt. Wem aber die Musik-Auswahl gefällt, macht wie immer nichts verkehrt.

Durchaus gut sind auch die 50 Euro investiert, wenn ihr Wert auf Bewegungsfreiheit beim Singen legt. Die neuen Wireless-Mikros funktionieren tadellos und hinterlassen einen gewohnt hochwertigen Eindruck. Das dezent höhere Gewicht stört glücklicherweise überhaupt nicht und dank moderner Technik müssen die Eingabegeräte nicht kompliziert angemeldet oder eingerichtet werden – was bei manch anderem schnurlosen Gerät oft nicht der Fall ist.

Das Entertainment Paket:
PS3 Konsole mit 80GB Festplatte und Dual Shock Controller
+ PS3 Spiel Motorstorm 2 Pacific Rift + Blu-ray Film Highlight Leg Dich nicht mit Zohan an!
Sony Singstar ABBA

Klaus Hans
 
 
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