Döner Kebab c Sascha Dethof
Seit den 40er Jahren gibt es den Bereich der Haarchirurgie und Haartransplantation. Jedoch war das Ziel beziehungsweise die Motivation nicht plastischer, ästhetischer Natur, sondern die Wiederherstellung der natürlichen Kopfbehaarung bei Brandopfer. Hat jemand zum Beispiel durch einen Brand einen Teil seiner Haare verloren, konnten diese teilweise wiederhergestellt werden, indem sie umverpflanzt worden sind. Dazu wurden damals jedoch große Instrumente (
Punchs) benutzt, sodass das Ergebnis hinterher unnatürlich aussah. Zumindest hat der Mensch aber wieder Haare auf dem Kopf.
Im Laufe der Jahre ist man dann auf die Idee gekommen, dass eine Haarverpflanzung auch bei Menschen mit anlagebedingtem Haarausfall funktioniert. So wuchs die Anzahl der potentiellen Patienten auf einen Schlag enorm an. Es litten und leiden immer noch sehr viele Menschen und insbesondere Männer an erblich bedingtem Haarausfall (
androgenetische Alopezie). Im Laufe der Jahre haben sich die Transplantations-Techniken und Methoden der Haarchirurgie natürlich weiterentwickelt und verbessert. So können heute so gute Ergebnisse erzielt werden, dass von einer dritten Person nicht mehr auszumachen ist, dass eine Eigenhaartransplantation durchgeführt worden ist. Wie auch der Name schon sagt können nur Eigenhaare verpflanzt werden. Es wurde zwar auch versucht fremde Menschenhaare zu transplantieren, jedoch sind diese nicht angewachsen. Darüber hinaus ist es inzwischen aber auch möglich Körperhaare zu verpflanzen. Dazu zählen: Barthaare, Brusthaare, Beinhaare und auch Rückenhaare. Hierbei ist die durchschnittliche Anwuchsquote aber nicht so hoch wie bei Kopfhaaren.
Welche Techniken werden in der heutigen Haarchirurgie bevorzugt?
Derzeit werden hauptsächlich zwei verschiedene Methoden angewendet um Haare zu transplantieren bzw. zu entnehmen. Die
FUE-(
Follicular Unit Extraction) und die
FUT- (
Follicular Unit Transplantation) Technik.
Die FUT-Methode wird auch als Streifentechnik oder Striptechnik bezeichnet, da im Rahmen der Behandlung ein ca. 20 cm langer Hautstreifen aus dem Hinterkopfbereich entfernt wird. Dies ist notwendig um ausreichend Haartransplantate zu bekommen. Natürlich wird der Entnahmebereich zuvor lokal betäubt. Danach wird die Wunde vernäht und es bleibt eine Narbe am Hinterkopf zurück. Diese wird jedoch von den anderen Haaren, solange man keine Kurzhaarfrisur trägt, überdeckt. Unter einem hochauflösenden Mikroskop wird der herausgeschnittene Hautlappen nun in kleinste Mini-Haareinheiten zerteilt. Diese werden als follikulare Einheiten oder auch Grafs bezeichnet. Im Anschluss werden diese Haartransplantate in die vorbereiteten Empfangsöffnungen in den kahlen Bereichen eingesetzt und wachsen dort wieder nach. In einer Sitzung können so mehrere Tausend Grafts verpflanzt werden.
Bei der
FUE-Haartransplantation, welche auch Einzelhaartransplantation genannt wird liegt der große Unterschied in der Entnahmephase. Hierbei wird nämlich kein Hautgewebe vom Hinterkopf entfernt, sondern die einzelnen follikularen Einheiten. Diese bestehen in der Regel aus 1-4 Haaren. Die Extraktion der Haareinheiten erfolgt mit einer feinen Hohlnadel, welche die winzigen Haarbüschel umgreift und aus der Kopfhaut vorsichtig herauszieht.
Diese Form der Entnahme nimmt jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch als die Erstgenannte. Der große Vorteil hierbei ist jedoch die Vermeidung einer Streifennarbe. Es bleiben nur winzige Pünktchen zurück, die nach einiger Zeit fast nicht mehr sichtbar sind.
Die Preise:Generell ist eine Haartransplantation kein billiger Eingriff, da viel Zeit und Können des Chirurgen benötigt wird. Da es außerdem eine plastische Operation ist, werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen. Es gibt jedoch gute und preiswerte Alternativen. So spart man bei einer
Haarverpflanzung Istanbul viel Geld im Vergleich zu Deutschland. Darüber hinaus wird in der Türkei überwiegend die moderne FUE-Haarverpflanzung durchgeführt.