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Piercings gab es schon immer...

Autor: drachensilber | Erstellt am: 30.09.2010 | Gelesen: 1062
Kategorie: Lifestyle - Mode & Schmuck | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Kleine Stecker, Pflöcke oder Scheiben, Tellerlippen und mehr

Ohrpiercing Greif aus Horn
Ohrpiercing Greif aus Horn
Das Piercen gab es schon immer. In den großen Städten Europas und Nordamerikas, wurde es nur neu entdeckt oder neu gestaltet.

Bekannt sind gepiercte Nasenflügel aus Indien. Dort tragen Frauen kleine Steine aus Gold oder mit Diamanten besetzt und sind so, als verheiratet zu erkennen. In Mexico, Indonesien oder Australien begnügte man sich mit Nasenschmuck aus Knochen, Federn oder Muscheln, welcher meist zum Schutz vor bösen Geistern diente.

In Brasilien oder Schwarzafrika trägt man Scheiben oder Pflöcke in den Unterlippen. Was bei den meisten Völkern ein Schönheitsideal war, sollte die Frauen der Ubangi verunzieren, und so vor Sklavenhändlern schützen. Ein weitaus kleineres Lippenpiercing kennt man aus Brasilien oder Kamerun. Es entspricht dem, welches wir auch heute häufig auf den Straßen sehen. Alaskas Inuit bedienten sich einst kleiner Wangenknöpfe, meist aus den Knochen von Robben hergestellt.

In westlichen Gefilden Sind die Piercingvarianten und der passende Schmuck inzwischen recht vielfältig. Es gibt Piercings selbstverständlich aus Silber, Gold und Edelstahl. Aber auch aus Holz, Horn, Knochen und sogar aus Gummi.

Gepierct wird da, wo Platz ist. An Stellen, im Gesicht, die schon bei den Ubangi und den Inuit beliebt waren, aber auch überall anders. Natürlich das Ohrpiercing, Augenbraue, Zunge, Bauchnabel, Intimbereich, was der Körper hergibt. Grenzen gibt es keine. Manche begnügen sich mit einem kleinen Lippenpiercing, andere haben mehr als hundert, verteilt über die ganze sterbliche Hülle. Auch modern sind der Dermal Anchor, eine Metallplatte unter der Haut, auf die man den Schmuck aufschraubt und Tunnel, die man entweder langsam dehnt oder gleich in gewünschter Größe stanzt.

Da man in Europa und Nordamerika eher weniger vor Sklavenhändlern Angst haben muss, würden die Ubangi wahrscheinlich nur mit dem Kopfe schütteln.

Sid Kroker
 
 
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