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Pflegexperte für ausserklinische Beatmung

Autor: dennis79 | Erstellt am: 12.08.2010 | Gelesen: 1766
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Meine erste Fachweiterbildung - ein Bericht über Erfahrungen und Sinn so wie auch Zweck der Weiterbildung

Das geballte Wissen Symbol für ständige Weiterbildung im Leben
Das geballte Wissen Symbol für ständige Weiterbildung im Leben
Ein halbes Jahr lang für 280 Stunden nach Essen fahren warum nicht ?! Pflegeexperte für ausserklinische Beatmung hört sich doch gut an. Die Themen der Weiterbildung beziehen sich voll auf den neuen Job in der Heimbeatmung. Also musste ich praktisch zuschlagen und was für meine Bildung tun. Vor allen Dingen nach 5 1/2 Jahren Krankenpfleger-Dasein in der Psychiatrie. Doch unerwarteter Weise kamen mir die Erfahrungen die ich dort gesammelt habe doch bereits im neuen Bereich (also Heimbeatmung) so wie auch während der Weiterbildung zugute.

Los ging es mit der Basisqualifikation (80 Stundenkurs) praktisch sah das so aus: 2 x 5 Tage lang pro Tag 8 Stunden Unterricht. Vor allen Dingen wurden genau die Themen behandelt die ich erwartete so z. B. die genaue Anatomie der Lunge und Funktion ; genaue Umschreibungen der Pathophysiologie vieler Erkrankungen die in der Heimbeatmung anzutreffen sind ; wie ein Tracheostoma chirugisch angelegt wird ; wie eine maschinelle Beatmung an sich funktioniert und vieles mehr. Eine genaue Umschreibung was sonst noch so behandelt wurde findet ihr auf der Internetseite der Bawig Essen unter www.bawig-essen.de.

Am Ende des Kurses wurde ein Test geschrieben, der mit eigentlich mit geringen Lernaufwand gut und einfach zu bestehen war. Nun ging es weiter mit dem Expertenkurs (nochmal 200 Stunden) wobei ein gewisser Anteil des Stundenkontingents auf eine Hospitation in einer Beatmungseinrichtung beliebiger Wahl fiel. Desweiteren wurde bereits zu Anfang vermittelt das eine Facharbeit anzufertigen ist und eine mündliche Vorstellung am Ende des Kurses stattfinden wird. Ein Vollzeitjob und dann noch so was ?! Meine Motivation wankte doch die dortigen Dozenten waren doch recht einfühlsam und verständig. Ach übrigens meine angefertigte Facharbeit findet ihr auch im Internet auf meinem Blog als download www.der-pflege-blog.de.

Also ein paar Mal tief durch den Schlüpfer atmen und ran an die Wissensbulleten. Am Anfang des Expertenkurses wurde sehr viel wiederholt, bedeutet Themen die bereits in der Basisqualifikation vermittelt wurden waren in gleicher Themenwahl jedoch in Kurzform nochmals dran. Langweilig ! Doch unser leitender Dozent behauptete dies geschehe mit Absicht damit eine Vertiefung der Thematiken stattfindet um auch hier kurz zu machen:"Dies sei didaktisch so gewollt !?" Trotzdem langweilig... Doch um es in Zahlen auszudrücken waren diese langweiligen Phasen ca. in 40 - 50 Stunden überstanden. Die restliche Weiterbildung war dann doch anspruchsvoll und mit viel selber nachlesen und Eigenengagement verbunden. Vor allen Dingen das Erstellen der Facharbeit brachte so einige (eingeschlossen mir) in Schwierigkeiten. Den eigentlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war vollzeit berufstätig in der Pflege. Ich für meinen Teil kann nur sagen, das ich froh war in dem halben Jahr so viel Nachtwache gehabt zu haben, da konnte ich viel für die Facharbeit machen. Die geforderte Hospitation vollzog ich auf teilweise auf einer sehr großen chirugischen und teilweise auf einer neurologischen Intensivstation. Dies war für mich persönlich eine sehr interessante Erfahrung wie die Kolleginnen und Kollegen dort zu Werke gehen. Respekt ! Respekt ! Doch auf Dauer Intensivpflege in einem somatischen Akutkrankenhaus könnte ich mir für mich nicht mehr vorstellen.

Fazit zur Fachweiterbildung:
Ich kann nur sagen ich bereue nicht die Zeit investiert zu haben, sage aber auch ganz ehrlich, hätte ich die Weiterbildung selber bezahlen müssen (hat mein damaliger Arbeitgeber und das Land NRW per Berufsbildungsscheck finanziert) wäre ich das ein oder andere Mal wütend über manche Wiederholung des Stoffes gewesen. Gegen die Vertiefung von habe ich grundsätzlich nichts doch 4x sich den gleichen Vortrag anhören ist eindeutig zu viel. Aber solche Vorkommnisse möchte ich betonen kommen in den besten Bildungseinrichtungen vor und die Bawig Essen ist meiner Meinung nach einer der besten Einrichtungen in Nordrhein Westfalen für Fort- und Weiterbildung im Bereich der Pflege. An sich ist das fort- und weiterbilden elementar wichtig im Bereich Pflege und sollte noch vielmehr zugänglich für alle professionell Pflegenden sein.

12. August 2010 Dennis Schulz
 
 
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