Flyer Pianocafe am Lietzensee
Mit 5 Jahren spiele Petty Behlinda Mundharmonika. Mit 6 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne in der Aula. Unerschrocken stand er vor der versammelten Schülerschar. Er begann seine musikalische Darbietung in der Schule an der Orgel zu perfektionieren. Onkel Heinz schenkte ihm ein großes altes Akkordion auf dem er alle Seemannslieder spielte. Mit 12 Jahren zog es ihm zum Kinderchor in der Martin Buber Oberschule. Als er 14 war, holte er sich im Musikhaus Spandau seine erste Gitarre, die dann gleich wieder für alle Zeiten am Nagel hing, da das Tastenspielen seine Bestimmung war. Natürlich ließ er sich wie alle Kinder in seinem Alter von dem Gesang des Kinderstars Heintje inspirieren, mit Erfolg sogar.
Dreimal hatte er sich die Muse auferlegt eine Band (The Hyperspace) zu gründen, jedes Mal stand er bei den Proben allein. Somit fasste Petty den Entschluss die Musik an den Nagel zu hängen, ...bis im Frühjahr 1983 Karel Gott in seinem Leben trat, der an Petty Behlinda eine Stimme erkannte die einen hohen Wiedererkennungswert in sich barg. Fortan schulte Petty seine Stimme mit unzähligen Gesangslehrern und wurde bei Hansa Berlin oft eingeladen die Gesanksteile vieler Künstler zu kopieren. Doch der Kern seiner Darbietung war immer die Ungerechtigkeit dieser Welt.
Petty Behlinda musste sich entscheiden! Frist ihn der Schmerz der Welt über Hunger und Leid auf oder kämpft er musikalisch dagegen. Seine Texte, wie: "
Ich bin Euer Gott,
Wer hat das erlaubt,
Vor lang, Sterne leuchten immer,und das Märchen -
Der Keim" zeigen wie es in Petty Behlinda aussieht. Der Schlager hat es ihm besonders angetan, löste in ihm diese Musik eine ganze Welle der Deutschen Kulturzugehörigkeit aus und gab ihm das Gefühl der Geborgenheit. Ja diese Musik ist sein heimatlicher Hafen. Trotzdem kann man einem Petty Behlinda nicht den Mund verbieten, denn, wenn er erstmal etwas zu sagen hat, dann muss es auch raus. Die
Superwaffe N°1 war das geeignete Mittel, ohne viel Nachzulegen, die Gemüter der Politik aufhorchen zu lassen. Andy Moor und Blacky Schwarz erkannten dies sofort. Erst wenn einem die Motivation dieses Sängers bekannt ist, erkennt man an dem banalen Song
Superwaffe eine Omage an die Menschen draußen, 'sich nicht mehr lange von den oberen "
Zehntausend" vorführen zu lassen'.
Am 26.November 2010 gibt es aber nur bekannte Hits der letzten Jahrzehnte. Seine Power, seine Stimme und sein Talent zum Begeistern schenkt er seinen Gästen, die wie er hofft zahlreich erscheinen. Er singt Songs, die sich kaum ein Entertainer erlaubt live zu singen.
Wer macht schon die Großmeister des Deutschen Schlagers:
Freddy Quinn, Jürgen Marcus, Peter Rubin oder Karel Gott unvergessen?
Autor:
Ralf Deutschkron