Michael Wnuk / Fotoagentur Combipix!
Die Berliner Rede vom Bundespräsidenten Köhler ist zu Ende. Stehende Ovationen werden ihm von den Zuhörern entgegen gebracht. Wenige Minuten vorher formulierte der oberste Mann im Staat ruhig und treffend, dass wir uns auf schwere Zeiten einstellen müssen, um Probleme zu lösen, mit der die Menschen in Deutschland noch nie in ihrer Geschichte konfrontiert wurden.
Nicht wörtlich, aber trotzdem eindeutig wies er auf das Wort mit „P" hin, dass kein Arbeitnehmer oder Angestellter gerne hört: Personalabbau. Im Angesicht Krisengeschüttelter Großunternehmen und mit hineingerissenen kleineren Zulieferern steuern wir wohl unwiderruflich auf Gewässer zu, in denen wir selber oder Bekannte von uns direkt vom Personalabbau betroffen sein werden.
So gilt es, sich gerade für Unternehmer möglichst früh zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt, vielleicht doch um Entlassungen herumzukommen. Auch wenn einigen nur das Instrument der Kurzarbeit bekannt ist, so gilt es doch, auf die anderen Möglichkeiten hinzuweisen, die es ermöglichen, Arbeitnehmer / Angestellte aus der Stammbelegschaft zwar freizusetzen, aber nicht zu entlassen.

Was ist, wenn es doch zur Entlassung kommt? Ist der Unternehmer der Täter?
Es ist nur zu verständlich, dass Personen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sehr enttäuscht und verletzt sind. Steht doch meistens nicht nur die Freundschaft zu Arbeitskollegen auf dem Spiel, sondern auch die eigene finanzielle Existenz. In der Gegenwart wird bei vielen „Neu Arbeitslosen" wohl Verständnis dafür sein, dass es die Weltwirtschaftskrise ist, die sie um ihren Job gebracht hat. Einige werden aber auch überlegen, ob es nicht der Unternehmer war, der ihn auf die Straße gesetzt hat.
Die zweite Gruppe gilt es darauf hinzuweisen, dass nicht alle Manager wirklich gerne Arbeitsplätze abbauen. Warum? Ein Arbeitsplatzabbau bringt viel Unfrieden, Unruhe und möglicherweise viel mehr Kosten als das Einsparungspotential mit sich. Die Arbeit der freigewordenen Arbeitsplätze Muss neu auf die Verbliebenen verteilt werden. Arbeiter müssen auf in neue Tätigkeiten eingearbeitet werden. An anderen Stellen gibt es aufflammende
Machtkämpfe um die besten Arbeiten aus den zu vorgegebenen vergebenen Tätigkeiten.
Da auch viele Manager Gewohnheitstiere sind, hätten die meisten es wohl am liebsten, wenn das Gewohnte weiterläuft und man ohne große Einschnitte in der Wirtschaftswelt den Erwartungen gerecht wird.
Aus vielen Mündern hört man gegenwärtig den Satz: Die Welt wird nach dieser Krise nicht mehr die sein, die sie einmal war. Wird nach der Krise Ihre Firma oder Sie als aktiver Arbeitnehmer / Angestellter noch dabei sein? Ich wünsche es Ihnen.
Ihr Michael Wnuk
(www.combipix.com)