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Permanent Make up hält Einzug in die Medizin
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Autor: Permanent | Erstellt am:
02.11.2009 | Gelesen:
882
Kategorie: Beauty - Kosmetik & Wellness | Bewertung:      |
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(Online-Artikel.de) - Das medizinische Permanent Make up ist die Weiterentwicklung des klassischen Permanent Make up. Im Vordergrund stehen dabei jedoch medizinisch indizierte Probleme
Volker Koch - Permanent Make up Vielen Menschen ist nicht bekannt, das ein Permanent Make up auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden kann. Hierzu gehören insbesondere folgende Anwendungsgebiete: Narbenretuschierung, Brustwarzen- und Vorhofaufbau nach Brustkrebs, Gaumenspaltenretuschierung, Behandlungen nach Verbrennung und Unfällen
Im allgemeinen steht der Begriff "Permanent Make up" für:
- Dauerhafte Schönheit
- Ersparnis des täglichen Schminkens
- Dauerhafte und natürliche Ausstrahlung
- Nicht verlaufende Lidstriche
- Ausdrucksstarke, permanente Augenbrauen
- Mehr Selbstvertrauen
- Lippenkonturierung und Lippenschattierung
- Unterstreichung des persönlichen Charakters usw.
Daß jedoch auch ein Permanent Make up zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden kann, ist zahlreichen Menschen nicht bekannt.
Was bedeutet medizinisches Permanent Make up?Bei dem sogenannten medizinischen Permanent Make up (= humanmedizinisches Pigmentieren) handelt es sich um eine spezielle Weiterentwicklung des Permanent Make up und setzt neben dem künstlerischen Können vom Anwender ein komplexes Fachwissen voraus. Ein medizinisches Permanent Make up kommt dann zur Anwendung, wenn beim Patienten ein medizinisch indiziertes Problem vorliegt (z.B. Narbenbildung, Zustand nach Brustkrebserkrankung, Lippenzeichnung nach Gaumenspalte, Hautzustände nach Verbrennungen u.a.). Die Behandlung stellt eine Mischung aus Tätowierkunst und Permanent Make up Behandlung bei entsprechendem medizinischen Fachwissen dar.
Neue Generation von PigmentiergerätenPigmentiergeräte der neuesten Generation mit hygienischen Einweg-Farbmodulen erlauben es nun, die Tiefe der Einstiche individuell dem Menschen und dessen Problem anzupassen. So können zum Beispiel langfristige (permanente) Behandlungsergebnisse dadurch erzielt werden, indem die Farbpigmente bis in die Lederhaut (Dermis) implantiert werden. Kurzfristigere Haltbarkeit des medizinischen Permanent Make up erreicht man auf der anderen Seite durch Implantation der Farbpigmente in der oberflächlich liegenden Basalzellschicht.
Medizinisches Pigmentieren kann als die anspruchsvollste Arbeit im Rahmen der Permanent Make up Tätigkeit bezeichnet werden.
Es sind primär folgende spezielle Einsatzgebiete, bei denen ein medizinisches Permanent Make up angezeigt ist:
Brustkrebs-PatientinnenDie weibliche Brust gilt als der Inbegriff für die „Weiblichkeit" einer Frau. Entsprechend groß ist neben dem körperlichen Schmerz der seelische Schmerz, der durch ein Brustoperation nach Abschluss plastisch-chirurgischer Maßnahmen optisch sichtbar wird.
Den Patientinnen kann durch ein medizinische Permanent Make up große Hilfe entgegen gebracht werden, indem (nach dem Heilungsprozeß) die Narbenbildung durch Einbringung von Farbpigmenten der Umgebungshaut angepasst wird. In diesem Zusammenhang spricht man von einer „Narbenretuschierung" der Brust.
Es kann jedoch auch die Mamille (Brustwarze) sowie der Brustwarzenvorhof (Areola) nach Brustkrebs-Erkrankung aufgebaut werden (= Areola-Mamillen-Rekonstruktions-Pigmentierung).
Durch ein medizinischer Permanent Make up kann eine komplette Wiederherstellung des Areola-Komplexes erreicht werden (=Imitierung von Brustwarze/Vorhof). Die behandelte Brust sieht somit auf den ersten Blick „natürlich" aus. Durch diese humanmedizinische Feinstpigmentierung erhält die betroffene Frau ein Stück Lebensnormalität, Lebensqualität und ein neues Körpergefühl zurück. Ein medizinisches Permanent Make up wird stets erst dann durchgeführt, wenn alle ärztlichen (chirurgischen) Maßnahmen abgeschlossen sind.
Brust-Operationen nach Vergrößerung/VerkleinerungAuch nach einer plastisch-chirurgischen Brustvergrößerung oder Verkleinerung kann durch eine medizinische Pigmentierung der Brustwarze das kosmetische Ergebnis vervollständigt werden.
NarbenretouchierungEine Narbe stellt den Endzustand einer Wundheilung dar. Sie kann als faserreiches Ersatzgewebe bezeichnet werden, daß optisch für den betroffenen Menschen zu einem großen Problem werden kann.
Die häufigsten Ursachen für ein medizinisch-indiziertes Permanent Make up sind in diesem Zusammenhang:
- Hundebisse
- Operationen
- Verätzungen mit Säuren
- Gaumenspalte
- Hautfehlbildungen
- Verbrennungen
- Verletzungen nach Schnitt- oder Schürfwunden
Die zu pigmentierenden Narben müssen mindesten 1 bis 2 Jahre alt sein, um eine erfolgreiche Narbenretouchierung durchführen zu können. Hautähnliche Farbpigmente (Camouflagepigmentierung) werden (wie auch bei einem üblichen Permanent Make up) mittels steriler Nadel in die Haut implantiert. In den meisten Fällen reichen 2 bis 3 Behandlungen aus, damit die störende Narbe kaum noch optisch wahrzunehmen ist.
Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), SchwangerschaftsnarbenBei der Weißfleckkrankheit (Vitiligo) handelt es sich um eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung. Im Vordergrund dieses Krankheitsbildes steht eine Hautpigmentstörung; es finden sich mehr oder weniger stark ausgeprägte weiße Hautstellen. Im Rahmen des medizinischen Pigmentierens können diese Hautstellen farblich der normalen Haut mittels Camouflagierung angepasst werden. Eine Pigmentierung wird bei der Weißfleckkrankheit erst dann durchgeführt, wenn eine Weißfleckenbildung über mehrere Jahre besteht (nicht unmittelbar nach der Erscheinung weißer Flecken). Auf gleicher Weise lassen sich auch Schwangerschaftsnarben mittels Farbimplantation behandeln.
Haarausfall (Alopecia) Umgangssprachlich wird die Alopecia areata auch als kreisrunder Haarausfall im Kopfbereich bezeichnet. Man findet auf dem Kopfhaarbereich kreisrunde, haarlose Stellen. Prinzipiell kann jedoch von einer Alopecia jede Haarzwiebel betroffen sein. Von einer Alopecia totalis spricht man dann, wenn ein kompletter Haarverlust der Kopfhaare vorliegt. Bei der Alopecia universalis findet sich ein Haarverlust am gesamten Körper.
In der Praxis des medizinischen Permanent Make up werden am häufigsten fehlende Augenbrauen bzw. fehlende Wimpern durch Farbimplantation imitiert. Hierdurch wird der Leidensdruck der Patienten stark gemindert, da durch die Einbringung eines medizinischen Permanent Make up die Erkrankung nicht sofort „ins Auge fällt".
Lippen-Kiefer-GaumenspalteHierbei handelt es sich um eine häufige, angeborene Fehlbildung, bei der bestimmte Bereiche der Mundpartie keine normale Entwicklung zeigen. In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 1500 Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Andere umgangssprachliche Bezeichnungen für die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sind: Wolfsrachen, Hasenscharte. Ab dem 4. Lebensmonat können Gaumenspalten chirurgisch geschlossen werden. Meistens erfolgt eine Kombinations-Operation, bei der auch die Kiefer-Lippenspalte operativ behandelt wird. Erst nach abgeschlossener Operation kann eine Farb- und Formkorrektur durch ein medizinisches Permanent Make up durchgeführt werden. Dabei wird die Operationsnarbe im Mundbereich durch Camouflagierung retuschiert. Bei einer Asymmetrie der Lippenkontur kann durch die medizinische Pigmentierung eine ästhetische Lippenform dem Gesicht angepasst werden.
Neurodermitis und andere HauterkrankungenBei der Neurodermitis (atopische Dermatitis) tritt in einigen Krankheitsfällen das sogenannte „Hertoghe-Zeichen" auf. Hierbei handelt es sich um seitliche Augenbrauenverluste. Auch in diesen Fällen kann ein medizinisches Permanent Make up angezeigt sein. Mittels Pigmentierung wird eine Augenbrauenneugestaltung durchgeführt.
In einigen Fällen nach durchgemachter Impetigo contagiosa Infektion (hoch-infektiöse, bakterielle Hauterkrankung) kann es zur Ausbildung von asymmetrischen Lippenkonturen kommen. Die krankheitsbedingte Lippenkontur-Fehlzeichnung kann ebenfalls erfolgreich mit einer medizinischen Pigmentierung begegnet werden.
Gleiches gilt auch bei Lippenkontur-Fehlzeichnung nach durchgemachter schwerer Lippen-Herpes-Infektion.
Zusammenfassung Die Durchführung eines medizinischen Permanent Make up kann als Spezialgebiet des klassischen Permanent Make up bezeichnet werden. Zahlreiche ästhetische Beeinträchtigungen konnten bis vor wenigen Jahren ausschließlich nur durch chirurgische Eingriffe begegnet werden. Heute kann das professionell durchgeführte medizinische Pigmentieren eine Alternative zu zahlreichen chirurgischen Eingriffen darstellen.
Die vielfältigen medizinischen Pigmentiermöglichkeiten sind in der breiten Öffentlichkeit sowie auch in kosmetischen Fachkreisen jedoch nach wie vor nicht sehr bekannt.
In vielen Fällen werden zwischenzeitlich die Kosten (anteilsmässig) von den Krankenkassen bei entsprechender Indikationsstellung übernommen. Anträge zur Kostenübernahme können unsere Klienten/Klientinnen bei uns im Wuppertaler Fachinstitut kostenlos erhalten.
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit besten Grüßen aus Wuppertal Volker Koch www.permanent-make-up-online.de |
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