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Permanent Make up Ausbildung heute - die Kunst des Pigmentierens

Autor: Permanent | Erstellt am: 06.07.2011 | Gelesen: 592
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Qualifizierte Permanent Make up Ausbildung: das A + O einer erfolgreichen Permanent Make up Arbeit

Volker Koch
Volker Koch

Permanent Make up Ausbildung

Das Permanent Make up kann als eine dauerhafte (bzw. zeitweise) und dezente Zeichnung von Augenbrauen, Augenlidern und Lippenkonturen mit Farbpigmenten bezeichnet werden.

Permanent Make-up wird auch als eine „Mikroimplantation" von Farbpigmenten bezeichnet. Hierbei werden natürliche Farbpigmente mit sehr dünnen, mikrofeinen und sterilen Nadeln in die obere Hautschicht eingebracht (ca. 0,1 mm unter die Oberhaut). Würde man während des Pigmentierens in tiefere Schichten eindringen, so würde man nicht mehr von einem Permanent Make-up reden können, sondern von einer permanenten Tätowierung. Die Farbwahl der eingebrachten Pigmente wird zuvor genau und individuell auf den Haar- und Hautton des Kunden abgestimmt. Zum Einbringen der Farbpigmente werden zur Betäubung keine keine Spritzen (Injektionen) eingesetzt. Betäubt wird mit einer lokalanästhetischen Creme. Ein Permanent Make-up eignet sich neben der Zeichnung von Augenbrauen, Lidern und Lippenkonturen auch zu medizinischen Rekonstruktionen. Hierzu gehören rekonstruktive Zeichnungen von Brustwarze (=Areolapigmentation), ästhetische Lippen und Brauen-Korrekturen (bei angeborenen Anomalien sowie nach traumatischen Unfällen) sowie zur Augenbrauengestaltung bei ausgefallen Haaren während bzw. nach einer Chemotherapie.

Historische Entwicklung

Der Ursprung des Permanent Make up hat seine Wurzeln in der Kunst des Tätowierens. So wurde etwa bereits um 300 n.Chr. in Japan das Tattoo als Körperschmuck getragen. Auch heute im 21. Jahrhundert werden von zahlreichen Urvölkern die traditionelle Art des „Permanent Make-ups" ohne Maschine durchgeführt. Wie vor rund 2500 Jahren werden mittels Bambusstäbchen mit integrierter Nadel Körperzeichnungen vorgenommen. Am Reservoir für die Farbe wird eine Baumwollfaden um die Nadel gedreht. Mit präzisen Schlägen werden so die Farbpigmente in die Haut gebracht. Auch in Japan trifft man heute noch die traditionelle Tätowierkunst als reine Handarbeit an.

In den Jahren 1925 – 1930 wurden zum ersten Mal kosmetisch-chirurgische Eingriffe durchgeführt unter medizinischen Gesichtspunkten durchgeführt. Zur gleichen Zeit kamen auch die ersten elektrisch betriebenen Tätowier- und Permanent Make up Maschinen auf dem Markt. Diese befanden sich jedoch hinsichtlich ihrer technischen Präzision noch in den „Kinderschuhen". Aus diesem Grunde waren durchgeführte Tätowierungen / Permanent Make-up zu dieser Zeit extrem schmerzhaft, blutig und zum Teil qualvoll.

Ende der 80er Jahre kam das Permanent Make up langsam in Mode. Dies lag insbesondere auch an dem technischen Fortschritt der nun eingesetzten Permanent Make up Geräten. Es wurde ab dieser Zeit erstmalig möglich, schmerzarm, schonend allergie- und infektionsfrei Farbpigmente in die Haut zu implantieren.

Permanent Make up heute

Der grundlegende Vorgang des Pigmentierens besteht darin, Farbpigmente mittels einer Punktierung in die obere Hautschicht zu bringen.

Dies geschieht heute bei professionell eingebrachten Permanent Make up´s mittels digitalen High-Tech-Permanent Make up Maschinen. Von der Erfindung der ersten Maschine für Permanent Make up bis heute sind verschiedene Systeme entwickelt worden. Die derzeitige auf dem Markt befindlichen Pigmentiergeräte mit Farbrücklaufschutz-System bzw. Hygienemodul (bestehend aus einer Station und einem separatem Handstück) sind anderen Pigmentiergeräten für eine professionelle Arbeit vorzuziehen. Die sogenannten High-Tech-Pigmentiergeräte entsprechen auf der einen Seite den modernen medizinisch-hygienischen Standards; auf der anderen Seite bieten Sie die größtmögliche Laufruhe und Präzision, um ein perfektes Permanent Make-up implantieren zu können.

Die Ausbildung: Permanent Make up Stylist/in

Der Begriff „Permanent Make up Stylist/in" ist in Deutschland nicht geschützt und wird deshalb auch frei verwendet. Aus diesem Grunde erscheint es ratsam, dass sich der interessierte Kunde in Zweifelsfällen nach dem beruflichen Ausbildungsverlauf des Anbieters erkundigt.

Die wesentliche Aufgabe in der täglichen Arbeit des Pigmentierens (Einbringen von Farbe im Sinne des Permanent Make up) besteht darin, dem Gesicht des Kunden zu neuem Glanz zu verhelfen.

Im Rahmen einer qualifizierten Permanent Make up Ausbildung sollten folgende Thematiken Ausbildungsbestandteil sein:

  • Historie des Permanent Make-up
  • Grundlagenwissen des Permanent Makeup
  • Verantwortungsvolles Arbeiten
  • Hygienelehre
  • Indikationen und Kontraindikationen
  • Praxis: Technik der Pigmentiergeräte
  • Praxis: Grundlagenwissen der unterschiedlichen PMU-Nadeln
  • und Anwendungen
  • Praxis: Gerätekunde
  • Pigmetierfarben
  • Farblehre/Farbkunde
  • Betäubungsmittel
  • Grundlagen: Visagistik
  • Praxis: Vorzeichenstudien
  • Unterschiedliche Behandlungsabläufe
  • Anatomie und Dermatologie
  • Praxis: Unterschiedliche Permanent Make-up Techniken
  • Praxis: Kundengesprächsführung
  • Praxis: Formgestaltungslehre
  • Praxis: Augenbrauenschattierung
  • Praxis: Augenbrauenhärchenzeichnung
  • Praxis: Unterschiedliche Lidstriche
  • Praxis: Lippenpigmentation (Konturierung/Schattierung)
  • Kundenvorgespräch
  • Farbberatung des Kunden
  • Marketing
  • Permanent Make-up Preisgestaltung
  • Nachsorge für den Kunden
  • Einverständniserklärung
  • Rechtslage und Versicherungsschutz

Am Ende einer Permanent Make up Ausbildung sollte die Person, die zukünftig gewerbemäßig Kunden mit Permanent Make up behandelt, ein fundiertes Fachwissen im Bereich der Kosmetik sowie Grundkenntnisse der Visagistik erworben haben. Er sollte zudem auf Komplikationen adäquat reagieren können. Ebenso sollte das Gefühl für ein ausgewogenes Bewusstsein für Ästhetik vorhanden sein bzw. trainiert werden. Darüber hinaus sollte sich der Permanent Make up Stylist darüber im klaren sein, dass er keine Kunde durch seine Arbeit im Bereich Permanent Make up gefährden darf. Er sollte alle Möglichkeiten hinsichtlich des Auftretens bzw. Verbreitens von Infektionen durch fundiertes Fachwissen über die „Hygiene" ausschließen.

Im Rahmen einer qualifizierten Permanent Make up Ausbildung sollte auch vermittelt werden, dass der Kunde vor der Behandlung ausführlich und umfassend über Risiken und Folgen des Permanent Make up aufgeklärt und beraten werden muß.

Medizinisches Grundlagenwissen ist Pflichtbestandteil einer seriösen Permanent Make up Ausbildung. Der ausgebildete Permanent Make up Stylist muß gelernt haben, daß Kunden in einem Vorgespräch immer nach stattgefunden oder bestehenden Infektionserkrankungen, Allergien sowie sonstige wesentliche Vorerkrankungen befragt werden müssen. Vor der Behandlung muß zwingend abgeklärt werden, ob der Kunde evtl. zu einer etwaigen Krankheits-Risikogruppe gehört. Dies gilt insbesondere für akute oder chronische Infektionserkrankungen, welche über den Blutwege übertragen werden können (insbesondere AIDS oder Hepatitis).

Bei weiteren Fragen und auch bei Anregungen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Volker Koch

Permanent Make up Cheftrainer, Heilpraktiker
Bella Nova Academy Wuppertal
Höchsten 3
D-42105 Wuppertal
Telefon: 0202 – 7 69 46 27
Fax: 0202 – 244 39 80
www.permanent-make-up-online.de
 
 
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