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PDS vs. EKS (75 T. 1 & 2)

Autor: WolfgangSchwalm | Erstellt am: 08.06.2011 | Gelesen: 1071
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Zwei Stand-Punkte und zwei Blick-Winkel sind eine komplementäre Raum-Zeit-Position.

Mitsu tomoe: Himmel, Sonne, Erde, Mensch
Mitsu tomoe: Himmel, Sonne, Erde, Mensch

Als ich vor Jahren die Management-Strategie EKS ® in einem Fernkurs absolviert hatte, versuchte ich sie, im Rahmen meiner Möglichkeiten, sofort anzuwenden. Nach einiger Zeit fiel mir der Engpass dieser ´Engpass-Lehre´ auf: mechanistisches Welt- und Menschen-Bild. Ich sah mich deshalb im Weiterbildungsmarkt um und entdeckte z. B. Frederik Vester (1925-2003) mit seinem Bio-Kybernetischen Ansatz. Aber auch seine Lösung ging vom westlich-mechanistischen Welt- und Menschen-Bild aus (dual, kausal, und linear-chronologisch: Der Mensch vergleichbar einer Maschine mit einer black box). Der Mechanizismus des René Descartes (1596-1650) folgt der Aristotele´schen (384-322) Physik und Logik: ODER-Logik u.v.a.m. Ich erinnerte ich mich an Platon (427-347), dem Meta-Physiker: ´Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, und die Idee´. Ich erkannte danach die gegensätzlichen griechischen und asiatischen (China, Japan, Korea usw.) Welt-Sicht. Asiaten denken in der ganzheitlichen Fuzzy-Logik (UND) und betrachten die Welt als lebendes ganzheitlich-vitales System – so wie die evolutionäre erfolg-reiche Natur seit 4,5 Mrd. Jahren.

Im Rahmen meiner Selbständigkeit beschäftigte ich mich mit den verschiedenen Management-Methoden, für den Verkauf meiner Dienst-Leistung. Nachdem ich ein umfangreiches Buch über Management-Theorien gelesen hatte war mir klar: Es gibt viele Theorien - und davon auch das Gegenteil …

Aber wo liegt die Wahrheit? Was (und wie) war praktikabel?

Management-Theorien und -Lehren: mechanistes Welt- und Menschen-Bild (geschlossene Systeme):

Die Managementlehre [Geisteswissenschaft] untersucht alle Vorgänge, die mit der Führung von Organisationenzusammenhängen. Sie ist damit eine Lehre von der Gestaltung, Lenkung und Entwicklung zweckorientierter sozialer Systeme. [Von der Produktion zum Menschen gedacht!] Die Lehre bemüht sich um einen hohen Praxisbezug und bedient sich aus Forschungsergebnissen und Erfahrungen unterschiedlicher Nachbardisziplinen.

Die Managementlehre stellt sich dar als eine Erweiterung der Betriebswirtschaftslehre zu einer Wissenschaft der Unternehmensführung. Eine definitorische Schwierigkeit liegt darin, die Betriebswirtschaftslehre präzise gegen andere Wissenschaften abzugrenzen.

Es wird deutlich, dass es bei Management im Kern um die Steuerung des Prozesses (nicht seiner eigentlichen Durchführung) einer Ressourcentransformation in eine Dienst- und Sachleistung geht. Hauptaufgabe des Managements ist somit die Planung, Organisation, Durchsetzung und Kontrolle dieses Prozesses. Dazu dienen Ziele als Wegweiser und Instrumente der Aufgabenerfüllung.

Die wissenschaftlichen Ansätze „Scientific Management", „Situatives Management", „Entscheidungsorientiertes Management" und „Systemorientiertes Management" spannen einen Rahmen auf, der sich wohl um den derzeit noch umstrittenen Ansatz des „evolutionären Management" weiter entwickeln wird. Diese Ansätze lassen sich nicht nur historisch verfolgen, in ihnen erfolgt auch eine Entwicklung des Managementbegriffes, ausgehend von einer engeren Bedeutung als „Betriebsführung", unter dem nur Planen, Steuern, Durchführen und Kontrollieren eines betrieblichen Produktionsprozesses verstanden wurde, zu der oben genannten, heutigen umfassenden Definition.

Wesentlichen Anteil an einer systematischen Entwicklung mit einem klaren wissenschaftlichen Anspruch universalistischer Anwendbarkeit hat im deutschen Sprachraum vor allem das St. Galler Management-Modell, von einem Team um Fredmund Malik erarbeitet, in dem die Kybernetik und Systemtheorie als entscheidende Grundlagen mit herangezogen werden, sowie die Universität Witten-Herdecke, in deren Ansätzen die Managementlehre ebenso an systemtheoretischem Denken [geschlossener Systeme, Kybernetik] orientiert ist.

Bei dem Begriff evolutionäres Management handelt es sich um eine Organisationstheorie [geschlossener Systeme, Kybernetik]. Kernaussage des evolutionären Managements ist, dass keine klaren Ziele und Strukturen seitens des Managements vorgegeben werden sollen, vielmehr wird geraten, geeignete Rahmenbedingungen für die „Selbstorganisation" einer Unternehmung zu schaffen. Diese Rahmenbedingungen sollen die notwendigen Voraussetzungen darstellen, um die selbständige Entwicklung der Organisation und der Mitarbeiter zu ermöglichen. [Die Natur kennt kein Chaos und keine Katastrophen!]

Der Grund für die neue Herangehensweise des evolutionären Managements liegt darin, dass die Managementprobleme aufgrund ihrer Komplexität grundsätzlich nicht mit einer rationalen Organisationsgestaltung beherrschbar sind. [mechanistische ODER-Logik: und Die-Erde-ist-eine-Scheibe-Denker!]

Die zwei wichtigsten Ansätze des „evolutionären Management" sind

  • St. Galler Ansatz: Vertreter Fredmund Malik, Probst, Thomas Dyllick-Brenzinger
  • Münchner Ansatz: Vertreter Werner Kirsch

Quelle, (C): http://de.wikipedia.org/wiki/... , [Autor-Anmerkungen und -Korrekturen]

Anmerkung:

Die Idee des ´evolutionären Management´ ist kybernetisch – Nicht wirklich evolutionär – eine weitere Sackgasse westlichen Denkens!

Ich teile die komplementäre, rein digitalen rational-logischen Denkmuster von VWL und BWL, unter Voraussetzung einer Modifizierung (Agenda 21)! Ich vermisse aber die grundlegende natürliche analog-emotionale Basis! Menschen sind keine Maschinen sondern Lebewesen! Das wird von den klassischen VWL/BWL-Vertretern immer weniger berücksichtigt:

  • Krankenhäuser, Ärzte, Altenheime, ambulante Pflege usw. werden nach Art der Fließband-Produktion von Henry Ford und dem REFA Akkord-Systematik behandelt.
  • Die virtuelle Ökonomie, Spekulationen von Zockern, beträgt inzwischen 9/10 gegenüber der Real-Wirtschaft. Diese spekulieren mit den menschlichen Grundbedürfnissen an Börsen (´Spielkasinos´), z. B. Nahrung.

Die mechanistischen Kybernetiker (VWL/BWL) produzieren die 80 % Welt-Armut. Gelehrt wird das an unseren geisteswissenschaftlichen Ökonomie-Hochschulen und praktiziert an den Börsen.

Der Akkordlohn wird nachREFA definiert als

  • „ein Entlohnungsgrundsatz, bei dem der Lohn in der Regel anforderungs- und leistungsabhängig differenziert wird. Als Leistungskennzahl wird die vom Menschen beeinflußbare Mengenleistung beziehungsweise der daraus abgeleitete Zeitgrad benutzt. Der Zeitgrad ist auf eine bestimmte Bezugsleistung bezogen." – REFA

Im Wesentlichen wird zwischen Zeit- und Geldakkord unterschieden, wobei der Zeitakkord die gebräuchlichere Form ist. Seine Grundlage ist eine Vorgabezeit je Auftrag oder je Mengeneinheit (Zeit je Einheit). Der Akkord ist in der Regel als Akkordzuschlag gestaltet, der einem anforderungsgerechten Grundentgelt zugeschlagen wird. Aus dem Grundentgelt und dem Akkordzuschlag wird der so genannte Akkordrichtsatz ermittelt. Beim Geldakkord gibt es das Grundentgelt nicht. Das Entgelt wird vollständig über die Menge erzielt. Also: Doppelte Menge führt auch zu doppeltem Entgelt.

Quelle, (C): http://de.wikipedia.org/wiki/... , [Autor-Anmerkungen und -Korrekturen]

Management-Theorien

… den Verantwortlichen in den Unternehmen steht seit knapp hundert Jahren jede Menge Handwerkszeug zur Verfügung. Zeitlich spannt sich der Bogen von der "wissenschaftlichen Betriebsführung" des Frederick Taylor (1856-1915) [mechanistisch] über die amerikanischen Management-by-Methoden der Nachkriegszeit, militärstrategische Ableitungen aus Deutschland (Harzburger Modell), fernöstliche Weisheiten (Kaizen, Kanbai) bis zu komplexen Führungsmodellen (Sieben S), Qualitätsansätzen (Total Quality Management), Turn around-Konzepten (Business Process Reengineering) und Shareholder Value.

"Strategiekonzepte, Managementbestseller und Erfolgsregeln kursieren in steigender Zahl und lösen einander immer schneller ab", klagt Dieter Heuskel, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group. "Ergebnis ist ein postmodernes Nebeneinander von Lösungskonzepten für alle Unternehmenslagen und Führungsstile. Letztendlich muss jeder Manager aus der Vielfalt der Methoden seine passende Strategie erarbeiten."

Zwei Hauptströmungen lassen sich dabei klar unterscheiden: die rationalen, zahlen- und controllingorientierten Methoden (Shareholder Value, Balanced Scorecard) [mechanistisch] sowie die sozialen, menschenorientierten Konzepte (lernende Organisation, Motivationsansätze) [vitalistisch]. ...

Urvater aller Managementkonzepte ist der Amerikaner Frederick Taylor (1856-1915). Zu Beginn des letzten Jahrhunderts erklärte er die Führung eines Unternehmens zu einer höchst rationalen Angelegenheit, die - wie bei einer Maschine - auf der Anwendung bestimmter Mechanismen beruhte. Linke Schraube, rechte Schraube, Hebel rum, der Umsatz brummt. Dabei erkannte Taylor sehr wohl den Einfluss der Mitarbeiter auf das Betriebsergebnis. Arbeitsmoral und Leistung könne man mit finanziellen Anreizen steigern [extrensische Motivation], meinte Taylor, also sollten sich die Manager auf Planung und Kontrolle sowie Belohnung und Bestrafung beschränken. [Kontrolle, Kritik, Korrektur: der 3-Kampf deutscher Manager (USA-Sichtweise)]

Dagegen liefen die Vertreter der sozialen Richtung natürlich Sturm. Wenn man den Mitarbeitern größere Freiräume und Selbstbestimmung bei ihrer Arbeit einräumte [intrinsische Motivation], argumentierten sie, hätte eine Führungskraft viel weniger zu tun und der Laden liefe dennoch prächtig. Der Streit ist bis heute unentschieden.

Nach 1945 fuhr ein scharfer Riss durch die zahlenorientierte und die soziale Managementlehre. Beide Stämme entfernten sich immer weiter voneinander und verästelten sich mit dem Aufkommen neuer Ideen. …

Vielleicht sollte man alle jemals propagierten Konzepte vergessen. "Es kommt prinzipiell weniger auf die richtige Antwort als die praktisch richtige und realisierbare Anwendung an", sagt BCG-Chef Heuskel. "Es geht nicht um Wahrheit [Qualität, Systemik], sondern um Wirksamkeit [Quantität, Systematik]." Also genau wie beim Handwerker: Im Zweifel für den dicken Hammer. [Typisch mechanistisches Denken von jemandem der die Natur nicht be-griffen hat?]

Quelle, (C): http://www.sueddeutsche.de/karriere/management-theorien-wasser-kochen-aber-richtig-1.55425, [Autor-Anmerkung]

Das Problem insgesamt:

Die griechische Teilung der Welt in Subjekt und Objekt ermöglichte es, die Ökonomie der Ökologie zu bevorzugen und die Welt materiell-mechanistisch zu betrachten (MbO Management by Objects). Dies führte u. a. zur Substantivierung unserer Sprache, zur primären Quantität-Betrachtung (messen, zählen, wiegen, Was? Wer? Wieviel? Wann? Wo?) statt der qualitativen Betrachtung (Wie? Warum? Wozu?).

Die Ökologie wurde dadurch unberechtigter weise verdrängt: „Macht euch die Erde untertan!" ist eines der verheerendsten Aufforderungen! Das haben sich Menschen ausgedacht!

Ich wurde dann mit EKS ® bekannt gemacht:

Der Betriebswirt (Hardfacts-Konzentration) Wolfgang Mewes (1924) hatte die kybernetische Lehre (mechanistisches Welt-Bild) EKS ®, im Rahmen der Gedankenwelt von Norbert Wiener´s (1894-1964) System-Theorie über Kybernetik, entwickelt. Nach Abschluss des EKS (R)-Fernlehrkurses wurde mir klar, warum so viele EKS-Absolventen erfolglos blieben:

  1. Komplex-dynamische Sub-Systeme, wie Management, bestehen aus Natur (Systemik: Regelung eines offenen Systems mit einem Umwandlungs-Kreislauf)
  2. UND Kulturen (Kybernetik: Steuerung von geschlossenen Sub-Systemen mit n Wertschöpfungs-Ketten).

Erfolg-Reiches Management basiert auf Soft Facts (80 %) UND Hard Facts (20 %).

Hinweis: An dieser Stelle veröffentlichte ich bereits mehrere Artikel zum Thema Systemik undKybernetik!

ENDE Teil 1

 
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