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Parkviertel Dahlem - Familienoase mit Schimmelgarantie

Autor: kvblumroeder | Erstellt am: 20.02.2009 | Gelesen: 4699
Kategorie: Immobilien & Makler | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wenn ein Missverhältnis von Wohnraumtemperatur und Lüftungsverhalten als Ursache für den Schimmel- und Feuchtebefall ausscheidet

Schimmelbefall trotz optimalen Raumklimas kennen  die  Mieter des ‚sanierten‘ Parkviertels Dahlem leider nur zu gut. Herrschen draußen kalte Temperaturen, werden die Mieter im Parkviertel regelmäßig von dem ungebetenen Gast aufgesucht, der sich trotz Befolgung des Schimmelpilz-Leitfadens (herausgegeben vom Bundesumweltamt) hartnäckig hält und leider immer wieder kehrt. Der Schimmel- und Feuchtebefall ist nicht nur aus ästhetischer Sicht bedenklich, Schimmel birgt bekanntermaßen auch gesundheitliche Risiken. Da das angebliche Familienidyll am Grunewald insbesondere junge  Familien anlockt, gebietet ein gesundes Maß an Verantwortlichkeit eine Informationspflicht gegenüber neuen Mietern.

Zum 01.06.2005 wurden die1096 Wohnungen der Hüttenwegsiedlung in Dahlem an die Apellas Property Management GmbH veräußert. Etwas mehr als 80 Mio. Euro soll der Immobilienfonds der bisherigen Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, gezahlt haben. Weitere etwa 75 Mio. Euro sollen in diverse Baumaßnahmen, wie die Sanierung, Modernisierung und die Verdichtung mit Neubauten gesteckt worden sein. Im Januar 2007 trennte sich Appellas von einem Teil seiner Wohnungen. Neuer Eigentümer wurde die Gagfah, die 151 000 Wohnungen in ganz Deutschland besitzt. Für Veit Fischer (Geschäftsführer der Gagfah) ist der Verkauf ein ganz normaler Vorgang. "Wir sind im Parkviertel als Sanierer tätig und übergeben nur komplett sanierte Wohnungen." Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbefall in den nicht als Wohneigentum gewandelten Wohnungen lassen diese Äußerung jedoch wie Hohn klingen und deuten drauf hin, dass die Investitionen für die angekündigten Sanierungsarbeiten weit geringer ausgefallen sein müssen als veranschlagt. Verwunderlich, da mit einem Bruttomietpreis von 9,43 EUR/m² die Kosten der Sanierung und Modernisierung bereits auf den Mieter umgelegt wurden.

Versteht sich die Gagfah -wie angekündigt-als Sanierer, muss sich die Geschäftsführung die Frage gefallen lassen, warum ein Großteil der Mieter von Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbefall betroffen ist und trotz zahlreicher Mängelanzeigen keine Ursachenanalyse und Mangelbehebung durch eine Grundsanierung erfolgt. Um so mehr, da der Mieter bereits für eine komplett sanierte Wohnung bezahlt. Hohe Mieterfluktuation, hoher Leerstand und fehlendes Interesse an den Mieterbelangen lassen die angebliche Familienoase zu einem Feuchte- und Schimmelalbtraum werden, dem man wohl nur entkommt, wenn man auszieht.Oder? Vielleicht erinnert sich die Gagfah doch an IhreVersprechungen und lässt Worten auch Taten folgen.

Autor: Kerstin von Blumröder
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Müller am 10.11.2011
Auch ich hatte eine Wohnung in der Taylorstr. mit Schimmelbefall. Ein "unabhängiger" Gutachter war in den Räumen. Selbst dieser hat sich gewundert. Am Ende habe ich ein Standartschreiben erhalten. Ich würde falsch Lüften. Das stimmte nicht. Die Wohnung und die Wände waren immer kalt wenn die Heizung in den kälteren Monaten nicht unentwegt lief. Ein Auszug war die letzte Lösung. Jetzt darf sich der nächste mit dem Schimmel rum schlagen.







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