Wie archäologische Felduntersuchungen, Ausgrabungen und Funde belegen, hatten die Israeliten bis etwa zum 6. Jh. v. Chr. die gleichen heidnischen Rituale, wie etwa Vielgötteranbetung, Tempelprostitution, Feuerrituale etc.wie die umliegenden Völker auch.
Der uns bekannte eine Gott wurde erst nach der babylonischen Gefangenschaft etabliert, um den beiden Rumpfreichen Juda und Israel eine gemeinsame Religion zu geben und so den Zusammenhalt des Volkes zu sichern. Dass die Heiligen Schriften unter Josia (630-609) im Tempel aufgefunden wurden, muss bezweifelt werden, da bereits König Hiskia ((710-601) den Tempel komplett säubern und entrümpeln liess und dabei diese Schriftrollen nicht entdeckt wurden. Alles weist darauf hin, dass diese Schriften, die ja das Allerheiligste der Israeliten sind und trotzdem für Jahrhunderte angeblich "verlegt" worden waren, als "Gottes Wort" um 600 v. Chr.
neu verfasst worden waren.
Wenn dieser semitische Gott nun aber eine Erfindung der nach babylonischen Israeliten ist, kann Moses mit ihm noch nicht kommuniziert haben und erst recht nicht Noah oder gar Abraham. Die Christenheit hat somit das gleiche Problem wie der Islam, denn sowohl die Kirchenväter, als auch Mohammed haben von unrichtigen Quellen abgeschrieben und dies als "göttliche Wahrheiten" verbreitet.
Wenn man nun davon ausgeht - und das muss man wohl - dass der Papst um diese Zusammenhänge weiss, ist die Annahme wohl nicht ganz abwegig, dass er ein Lügner sein könnte, zumal er die durch absolut nichts zu belegende Behauptung aufstellt, er wäre der Stellvertreter dieses semitischen Stammesgottes.
G. Riemer/Religion und Wissenschaft