Palladium Pampa
Als Konsument nutzen wir viele Produkte, aber kennen kaum die Geschichte, die hinter diesen Artikeln steckt. Bei der französischen Schuhfirma Palladium verbirgt sich hinter dem Label eine Erfolgsstory, die in den aufregenden 1920er Jahren in Frankreich begann. Zu dieser Zeit fing eine französische Firma in Frankreich damit an, Flugzeugreifen zu produzieren. Warum sie „Palladium" als Firmennamen auswählte, darüber kann nur spekuliert werden.
Unter „
Palladium" kann man eine der Göttin Pallas Athene geweihte Statue verstehen, die überwiegend in voller Bewaffnung und Rüstung dargestellt wird. Versteht man den Firmennamen so, könnte dies ein Hinweis auf die sehr robusten Produkte von Palladium sein. Unter den chemischen Elementen findet sich ebenfalls „Palladium". Es gehört zur Gruppe des Platins und ist sehr rar. Ein Hinweis auf die Besonderheit von Palladium-Artikeln?
Zurück zur Firma. Sie prosperierte, da die Reifen aufgrund ihrer Langlebigkeit sehr geschätzt wurden. Ihre Stabilität wurde durch die Verarbeitung von Canvas erreicht.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete allerdings eine Zäsur für Palladium. Die Produktion wurde eingestellt. Offensichtlich war der Bedarf an Flugzeugreifen nach den schrecklichen Erfahrungen vorerst gedeckt und es bestand kein Bedarf mehr an Reifen für Flugzeuge.
Doch bereits 2 Jahre nach Kriegsende wurde unweit von Lyon, in Pont de Cheruy eine neue Produktionsstätte errichtet, die sich nun auf die Herstellung von Schuhen konzentrierte. Das Knowhow für die Sohlen konnte von der Reifenproduktion übernommen werden, sodass nun äußerst robustes Schuhwerk mit stabilen Sohlen hergestellt werden konnte. Ziel war es, Schuhe für die breite Masse herzustellen.
Die Qualität der
Palladium Schuhe war sogar so überzeugend, dass die französische Fremdenlegion ihre Mitglieder mit Schuhen von Palladium ausstattete. Vorzugsweise wurde das Modell „Palladium Pampa" eingesetzt. Ein Schuh, der in den 1980er Jahren in Deutschland in einigen gut sortierten Military-Shops erworben werden konnte. Er belegte daher eher eine marginale Position auf dem Schuhmarkt der BRD.
Doch seit den 1990er Jahren werden Palladium Schuhe in Deutschland in verschiedenen Shops verkauft und eine immer größer werdende Nachfrage sorgte für eine stetige Erweiterung der Produktpalette. Heute können wir daher sehr stabile und äußerst bequeme Schuhe kaufen, die dennoch in Aussehen und Farbgebung sehr ansprechend wirken und Trends setzen. Nicht umsonst gehört Palladium zum Standard-Label für jeden gut sortierten Sneaker-Shop.
S. Mentz