Demonstrationen gegen Atomkraft
Den Befürworter von Atomkraft gehen in der jüngsten Vergangenheit immer mehr die Argumente aus und derweil wächst der Druck durch die Atomkraftgegner enorm. Erst zu Ostern wurden wieder große Protestaktionen organisiert, um an den Reaktorstandorten im Bundesgebiet die Anti-Atom-Flagge zu hissen. Ganz vorne mit dabei ist da der eingetragene Verein ROBIN WOOD, der sehr aktiv gegen Atomkraft in Deutschland vorgeht.
Insgesamt gibt es noch zwölf Reaktoren in Deutschland und insbesondere zwei davon werden immer wieder als „Schrottreaktoren" beschimpft. Diese stehen in Brunsbüttel und Kümmel und gehören zu dem Energiegroßkonzern Vattenfall. Dieser in damit besodners ein Dorn im Auge der Aktivisten. „Atomkonzerne wie Vattenfall spielen russisches Roulette und gefährden Millionen Menschen, die im Umkreis ihrer Schrottreaktoren leben" erklärt Florian Kubitz, der sich bei ROBIN WOOD engagiert. Das berühmte russische Roulette, das so lange gespielt wird bis es zur Katastrophe kommt, klingt auch im Slogan der Aktivisten wider: „GAU-
Roulette: Tschernobyl - Fukushima - Krümmel?"
Die Aktualität in diesem Slogan mahnt mehr als Aktivisten es können. Tschernobyl feiert in diesem Jahr sein trauriges Jubiläum der Katastrophe und in Fukushima kämpft man noch immer mit den Folgen von entfesselter Atomkraft.
„Die Mehrheit der Bevölkerung war schon lange gegen Atomkraft.
Angesichts der Ereignisse in Fukushima aber können sich alle noch genauer vorstellen, wie furchtbar die Folgen eines atomaren Unfalls sind. Deshalb lassen sie sich nicht mehr mit Ethikkommissionen, Sicherheitsversprechen und der vorübergehenden Abschaltung einiger Meiler abspeisen. Es gibt jetzt die historische Chance, die AKWs endlich für immer vom Netz zu bekommen! Jeder muss überlegen, was er oder sie selber tun kann, damit dieses unnötige und unverantwortliche atomare Risiko endlich ausgeschaltet wird."
Und das tun die meisten Deutschen auch in diesem Tagen. So mancher sieht das Restrisiko der Atomenergie nicht mehr als kontrollierbar an, sondern die großen Energiekonzerne werden zu Glücksspielern mit der Katastrophe. Die Aktivisten von ROBIN WOOD hoffen derweil, dass diese Meinung lang genug anhält, um ihre anvisierten Ziele zu verwirklichen.
Franziska Steiner