Serielle Schalldämpfer sind aus Kostengründen beim Bau ebenfalls in der Regel nicht optimiert.
Die Konzeption eines jeden Motors für Kraftfahrzeuge, sieht auch einen Auspuff für die heißen Verbrennungsgase vor, welche im Betrieb entstehen. Serielle Auspuffanlagen sind so konstruiert, dass sie preiswert in der Produktion sind, das Geräusch dämpfen und die Abgase dann weg vom Motor führen. Üblicherweise geschieht das unter Verwendung mehrerer Bauteile, auch Vorrichtungen zur Abgasentgiftung oder zur Reduktion der Schadstoffemmission sind hier integriert.
Von Hinten nach Vorne betrachtet, sind hier Endrohre, Auspuffendtopf, Schalldämpfer, Katalysator, Hosenrohr und Auspuffkrümmer angeordnet. Keines dieser Komponenten ist beim Auspuff wirklich auf eine maximale Leistungsentfaltung ausgelegt, sondern eben auf eine möglichst schadstoffarme, leise und gebrauchsfähige Wirkungsweise.
Das läßt einem Tuning, beziehungsweise einer möglichen Leistungsmaximierung viel Raum, nur sehr exklusive Kleinseriensportwagen mit Höchstleistungsmotoren haben ein Auspufftuning bereits konzeptionell verwirklicht. Bei allen anderen Serienfahrzeugen, ist hier eine echte Option zum Leistungsgewinn.
Beginnen wir nun am Motor selbst, der Auspuffkrümmer leitet die Abgase zum Hosenrohr, dabei ist der zurückgelegte Weg der Abgase für jeden Zylinder unterschiedlich lang und mit fast rechtwinkligen Rohrbögen versehen, hier werden im Tuning so genannte Fächerkrümmer verwendet, welche oft auch das Hosenrohr ersetzen.
Solch ein Fächerkrümmer hat weniger scharfe Kurven in den Rohrbögen und optimiert auch den Vorgang im Auspuff hinsichtlich weitestgehend identischer Längen der Auspuffstrecken, Gasströme treffen auch in spitzeren Winkeln zusammen und sorgen so für weniger Verwirbelungen der Gase im Auspuff. Katalysatoren und deren Lambda-Sonden sind gesetzliche Vorschrift und werden beim Tuning deshalb ausgeklammert.
Serielle Schalldämpfer sind aus Kostengründen beim Bau ebenfalls in der Regel nicht optimiert. Hier gibt es Austauskomponenten für die Auspuffanlage, welche weniger behindernd für den Abgasstrom sind, aber die vorgeschriebenen Maximalgeräuschpegel nicht überschreiten. Das geschieht durch anders dimensionierte Komponenten und einer geänderten Konzeption der Auspuffschalldämpfer.
Gleiches gilt für etwaige Endschalldämpfer, deren Funktion bleibt erhalten, aber der optimiertere Abgasstrom sorgt für eine schnellere und reibungsfreiere Entsorgung der Schadgase.
Vierzylindrige Reihenmotoren haben üblicherweise eine Rohrleitung für die Abgase nach hinten, deren Querschnitt kann übrigens ebenfalls modifiziert werden. V-Motoren oder Boxermotoren haben beidseitig je einen Auspuff, dieser kann unter dem Fahrzeug in einer Verbindung zusammengeführt sein, oder zweigleisig bis zum Fahrzeugheck geführt werden. Auch hier gilt es beim Tuning vom Auspuff, dem Gasstrom möglichst knickfreie Wege einzuräumen.