Olympische Spiele 2020 – Bewerber stehen fest
Eine Großveranstaltung wie die Olympischen Spiele benötigen einiges an Planung und so werden schon jetzt die Kandidaten diskutiert, wo 2020 die Sommerspiele dieses sportlichen Events stattfinden könnten. Damit verbunden ist ein erhebliches Maß an finanzielles Unterstützung für die Stadt, in der man die Olympischen Spiele ausrichten wird.
Ganz zu schweigen von der Werbung für potentielle Investoren. Daher ist es eine begehrte Ehre, als Veranstaltungsort für dieses sportliche Großereignis herhalten zu dürfen. Das International Olympic Committee hat nun die Liste der Bewerber veröffentlicht. Baku in Aserbaidschan, Doha in Katar, Istanbul in der Türkei, Madrid in Spanien, Rom in Italien und Tokyo in Japan werben um die Gunst des Komitees.
Auffällig ist dabei, dass es keine Stadt in der Vereinigten Staaten unter den Bewerbern gibt. Das United States Olympic Committee ließ bereits vor Ablauf der Frist verlauten, dass es wohl keine amerikanische Stadt bis zum Ende der Bewerbungsfrist vom 1. September schaffen würde, eine Bewerbung mit einer Siegeschance einzusenden. Darum verzichtete man generell auf die Kandidatur für 2020. Allerdings muss hier auch erwähnt werden, dass es dann doch einen US-Amerikanischen Bewerber gab: Las Vegas hatte sich ebenfalls um die Kandidatur bemüht.
Auf die fragwürdige Ansage des United States Olympic Committee reagierte die Interessengemeinschaft, die sich um die Bewerbung bemühte, mit einem offenen Brief an das International Olympic Committee. Darin hieß es unter anderem: „Das USOC sollte seinen Standpunkt überdenken. In dieser Zeit braucht unser Land dringender denn je die Arbeitsplätze, Investitionen und Chancen, die Olympische Spiele bieten." Die wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten ist tatsächlich angespannt.
Ob der Verweis darauf allerdings das International Olympic Committee hätte erweichen können, ist fraglich. Immerhin ist ja auch das von Katastrophen gebeutelte Japan mit unter den Bewerbern. Letztlich findet sich die Stadt des Glücksspiels und der
Casinos auch nicht unter den angekündigten Bewerbern.
Franziska Steiner